Hyperkonvergent mit VMware

Was kann Evo:Rail - im Vergleich zur Konkurrenz?

| Autor / Redakteur: Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska* / Ulrike Ostler

Jede EVO:Rail-Appliance besteht aus vier Hosts, die ihren lokalen Speicher zu einem virtuellen SAN bündeln.
Jede EVO:Rail-Appliance besteht aus vier Hosts, die ihren lokalen Speicher zu einem virtuellen SAN bündeln. (Bild: VMware)

In den Markt für hyperkonvergente Systeme steigt ein Schwergewicht der Virtualisierung ein: Auf der VMworld 2014 in San Francisco debütierte „EVO:Rail“, das erste hyperkonvergente System der EMC-Tochter VMware. Was steckt darin und dahinter?

Mit EVO:Rail (Codename: „Marvin“ bei VMware und „Mystic“ bei EMC) bietet VMware Computing-, Netzwerk- und Storage-Ressourcen in einer integrierten, hyperkonvergenten Infrastruktur-Appliance an. Eine einzelne EVO:Rail-Appliance besteht aus vier Hosts auf einem Einschub im 2U-Formfaktor. Jeder Knoten verfügt über mindestens zwei Intel-CPUs „E5-2620 v2“ vom Typ „Ivy Bridge“ mit 6 Kernen, 192 Gigabyte (GB) RAM und ist über zwei 10 Gigabit-Ethernet-NIC-Ports (GbE) und je ein 1 GbE-IPMI-Port an die Außenwelt angebunden.

EVO:Rail setzt auf Commodity-Hardware auf. Jeder der vier Hosts einer einzelnen Appliance stellt für das gemeinsame VSAN drei 1,2 Terabyte (TB) große magnetische Medien mit 10 K RPMs und ein 400 Gb großes eMLC SSD für den Cache zur Verfügung. Der Host startet von einem „ESXi“-Boot-Volume auf einem SLC SATADOM oder SAS HDD.

Das offizielle Logo der neuen, hyperkonvergenten Produktfamilie von VMware
Das offizielle Logo der neuen, hyperkonvergenten Produktfamilie von VMware (Bild: VMware)

Die Hardware

Diese Ausstattung bietet eine Gesamtbandbreite von umgerechnet 80 GbE, 13,1 TB gemeinsamen Datenspeicher und zirka 100 Gigahertz Compute-Leistung pro Appliance. Diese Werte genügen etwa für 100 Allzweck-VMs mit typischen Server-Workloads oder bis zu 250 Desktop-VMs.

In der ersten Generation lassen sich maximal vier dieser Infrastrukturbausteine (also insgesamt 16 EXSi-Hosts) zu einem einzigen virtuellen SAN-Datenspeicher auf einem einzigen „vCenter“-Server und einer EVO:Rail-Instance zusammenschalten. Damit bleibt EVO:Rail vorerst hinter den 32 Knoten eines „vSphere“- oder „vSAN“-Cluster zurück.

Doch anders als die Mitbewerber adressiert VMware mit EVO:Rail Organisationen eher kleinerer bis mittlerer Größe, darunter Unternehmen mit vielen kleinen Niederlassungen, die ihren Bedarf an stressfreier Administration für Workloads wie ERP oder „Microsoft Exchange“ bisher nicht befriedigen konnten.

Ergänzendes zum Thema
 
Das Fazit der Autoren

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43086791 / Konvergente Systeme)