Workshop: Linux als Storage-Server, Teil 1

Zentraler Samba-Netzspeicher mit Red Hat und Ubuntu Linux

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Sobald die Konfiguration der Authentifizierung abgeschlossen wurde, aktivieren Sie die Passwortverschlüsselung, deaktivieren den Guest-Account und legen Samba-Benutzer an. Das funktioniert über das Menü „Einstellungen/Samba Benutzer“. Die hier erstellten Konten lassen sich im laufenden Betrieb zum Anmelden bei den Shares nutzen. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, Samba-User mit der Kommandozeile über den Befehl

smbpasswd -a {Benutzername}

zu generieren. Löschen lassen sich die Konten dann wieder mit

smbpasswd -x {Benutzername}

Nachdem wir jetzt alle Rahmenbedingungen geschaffen haben, gehen wir nun daran, die erste Freigabe zu definieren. Gehen Sie dazu auf „Hinzufügen“, geben Sie das freizugebende Verzeichnis an (dieses muss zu diesem Zeitpunkt bereits existieren) und definieren Sie einen Freigabenamen sowie auf Wunsch eine Beschreibung. Außerdem müssen Sie dem Tool noch mitteilen, ob das Share für die Benutzer beschreibbar und im Netz sichtbar sein soll.

Darüber hinaus sollten sie auch noch klären, ob die Freigabe jedem oder nur bestimmten User-Konten zur Verfügung steht. Damit ist die Konfiguration abgeschlossen und das Share lässt sich über das Netz ansprechen. Sie können nun, beispielsweise unter Windows 7 über „Computer/Netzlaufwerk verbinden“ einen Laufwerksbuchstaben für die Freigabe definieren, die Share-Adresse angeben (mit der Syntax „\\{Name oder IP-Adresse des Servers}\{Name der Freigabe}“), auswählen ob das System die Verbindung beim Anmelden wieder herstellt und den Benutzernamen, der für die Authentifizierung zum Einsatz kommt, eintragen.

Danach kann Windows mit dem Share wie mit einer lokalen Festplatte arbeiten. Funktioniert der Schreibzugriff nicht, obwohl Sie in der Samba-Konfiguration ein beschreibbares Share definiert haben, so stellen Sie sicher, dass der verwendete Benutzer auch im Dateisystem des Servers Schreibrechte auf den freigegebenen Ordner besitzt. Der Befehl „smbstatus“ auf dem Server zeigt Ihnen jederzeit die gerade aktiven Verbindungen.

Es ist auch möglich, sich von einem Linux-System aus mit einem Samba- oder einem Windows-File-Server zu verbinden. Das geht sowohl über Dateimanager wie „Nautilus“ als auch über die Kommandzeilentools „smbclient“ und „mount“. Der Befehl

smbclient //{Servername}/{Sharename} -U {Benutzername}

ermöglicht direkten Zugriff auf die Freigabe, während das Kommando

mount -t cifs //{Servername}/{Sharename} /{Lokales Verzeichnis} -o username={Benutzername}

die Share-Daten im Ordner {Lokales Verzeichnis} zur Verfügung stellt. Das smbclient-Tool lässt sich auch nutzen, um die auf einem Server vorhandenen Freigaben anzuzeigen. Verwenden Sie dazu den Befehl

smbclient -L {Servername} -U {Für den Zugriff einzusetzender Benutzername}

Konfiguration mit der Kommandozeile

Eine Konfiguration des Samba-Servers über die Kommandozeile ergibt - wie bereits angesprochen - Sinn, wenn der Server nur als Speichersystem zum Einsatz kommt und weder über eine X-Umgebung, noch über einen Web-Server verfügt. Öffnen Sie nach der Samba-Installation zunächst die Datei /etc/samba/smb.conf mit einem Editor Ihrer Wahl. Geben Sie dann in der Workgroup-Zeile den Namen ihrer Arbeitsgruppe oder Domäne an, setzen Sie den Security-Eintrag wieder auf „Benutzer“ (security=user) und definieren Sie dann das Share über einen Eintrag wie

[Workshop]

comment = Workshop fuer DataCenter-Insiderpath = /home/gg/workshopvalid users = ggpublic = nowritable = yesprintable = nocreate mask = 0765

Damit sorgen Sie dafür, dass der Samba-User „gg“ über das Netz auf den Ordner „/home/gg/workshop“ zugreifen und darin Dateien lesen und schreiben darf. Der Eintrag „public“ regelt in diesem Zusammenhang den Zugriff von Gast-Konten. Sobald Sie die gewünschten Änderungen vorgenommen haben, speichern Sie die Datei und rufen das Tool

testparm

auf. Dieses überprüft die smb.conf-Datei auf Fehler. Wenn es keine findet, starten Sie die Samba-Suite mit dem Befehl

/sbin/service smb restart

unter RHEL oder mit dem Kommando

/etc/init.d/samba restart

neu. Danach können Sie, wie oben angegeben, auf die Freigabe zugreifen.

Im zweiten Teil wird genauer auf das Arbeiten mit Samba Shares und NTF eingegangen.

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