Anbieter zum Thema
Das Rechenzentrum Frankfurt One
Das Datacenter wird mit zwei voneinander unabhängigen 110-Kilovolt-Stromeinspeisungen aus unterschiedlichen Umspannwerken versorgt und besitzt somit eine robuste Stromversorgung – für von 1.500 Watt pro Quadratmeter und bei Bedarf höher. Außerdem stehen für eventuelle Notfälle Backup-Generatoren und Batterien bereit. Die jeweils 2 Diesel-Anlagen pro Stockwerk sind für eine Laufzeit von 72 Stunden berechnet. Zenium setzt in Frankfurt auf eine ECO- und sequenzmodusfähige unterbrechungsfreie Stromversorgung. Der Notfall wird einmal pro Monat simuliert.
Ein maßgeblicher Faktor bei der Konzeption war außerdem die Energie-Effizienz: Frankfurt One arbeitet bei voller Kapazität mit einem PUE-Wert von 1,3. Diesen Wert, den King bei weiterem Ausbau auf 1,1 drücken will, verdankt das Datacenter unter anderem den adiabatischen Kühlern sowie ASHRAE T9-Raumbedinungen. Die Betriebsräume sind luftgekühlt mit drehzahlgeregelten Lüftern. Dazu kommt die DFU-Vorlauftemperaturregelung.
Derzeit stehen sechs adiabatische Kühler, „Aircubes“ von Baltimore, auf dem Dach. Ist das RZ einmal voll belegt, werden daraus 18. Die Dachkonstruktion ist bereits vorbereitet. Ansonsten nutzt Zenium Regenwasser zur Kühlung. Das erfordert Tanks, Filter, vier Pumpen für rund 350.000 Kubikmeter Wasser und etwa 8.312 Meter an Rohren. Die eingesetzten Rohre für die Regenwasserkühlung weisen größtenteils eine Nennweite von 300 DN und 500 DN auf.
Lange und kurze Leitungen
Doch auch die Zahl an bereits verlegten Kabeln ist beeindruckend: In Block A von Frankfurt One stecken 96.654 Meter Kabel. Die Stickstoffanlage zum Löschen stammt von Wagner und wird mit einem Versa-Alarmsystem unterstützt.
Zudem ist es Carrier-neutral und bietet Zugang zu einer Reihe von internationalen Telekommunikationsanbietern, darunter BT, Colt und EU Networks ‘lit’, die Nähe zum DeCIX. Dazu kommen soll in nächster Zeit Level 3. Die Deutsche Telekom, Verizon und Versatel stellen Glasfaseranbindungen. Damit sind die Leistungen aus und ins Rechenzentrum schnell: London – 3 Millisekunden, Istanbul – 8 Millisekunden, New York – 30 Millisekunden.

Das Besondere an Zenium
„Wir sind anders“, sagt Geschäftführer King. Er verweist im Scherz auf das Neon-pink-farbene Logo. Doch nicht nur das Markenzeichen ist derart eingefärbt, selbst im IT-Raum trifft man auf die Farbe: So strahlen etwa die Stromverteiler (PDUs) in Power-Pink.
Doch tatsächlich will sich Zenium im Umgang mit den Kunden unterscheiden. „Zenium versteht sich als Partner seiner Kunden, der gemeinsam mit ihnen die beste Lösung für ihre Rechenzentrumsansprüche erarbeitet“, sagt King. So würden „Lösungen“ um den Kunden herum gebaut und unterhalten.
Das spiegelt sich im RZ-Design und der Organisation wider. Die technische Ausstattung, ein modulares Konzept und jede Menge Sicherheitsvorkehrungen und –Features bieten den Kunden die Wahl zwischen einem Tier-3- und Tier-4-Betrieb. Doch der Komfortgedanke geht noch weiter: Das Personal, das den Rund-um-die-Uhr-Betrieb gewährleistet ist mehrsprachig. Die Kunden sollen sich jederzeit melden können und verstanden wissen.
„Wir wollen unseren Kunden maximale Entscheidungsfreiheit bieten“, so King. Das reiche von den Temperaturbedingungen in den Räumlichkeiten bis hin zur kurzfristigen Erweiterung der bereitgestellten Fläche. Jedes Gebäude bei Zenium ist modular aufgebaut und ermöglicht so eine vergleichsweise schnelle und unkomplizierte Vergrößerung der Fläche.“
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:43355187)