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Zenium – der junge Wilde unter den Rechenzentrumsanbietern

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Die Standortwahl

Außerdem wage Zenium Data Centers den Sprung in den hart umkämpften deutschen Markt aus einem ganz simplen Grund: „Wir sind mit unserem Geschäft dort, wo uns die Kunden haben wollen.“ Geographische Grenzen spielten dabei keine Rolle.“ So lasse sich auch die Wahl des zweiten Standorts in Istanbul erklären, wo ebenfalls ein TIII+-Rechenzentrum steht.

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Zudem habe Zenium mit Frankfurt einen der wichtigsten europäischen Standorte für Rechenzentren gewählt, sagt King und vergisst auch nicht die Nähe zum DeCIX zu erwähnen. Zwar bekomme der deutsche Markt für Rechenzentren zunehmend Konkurrenz aus dem europäischen Ausland. Tatsächlich ist jüngst die Kapazität in den benachbarten Niederlanden mit 17 Prozent besonders deutlich gewachsen. Als Grund sieht eine Studie die im Vergleich zu Deutschland moderaten Strompreise und die transatlantische Internet-Anbindung.

Aber es sei noch ein weiter Weg, um Deutschland mit einem Gesamtanteil von 25 Prozent der Rechenzentrumskapazität in Europa vom Thron zu stoßen, so King. Zudem wachse auch dieser Standort stetig weiter.

Die Rolle von Cloud und Sicherheit

Und schließlich: Die rechtliche Frage nach dem physikalischen Standort der Daten spiele besonders im Cloud-Zeitalter eine wichtige Rolle. Hier habe nun einmal der deutsche Datenschutz die Nase vorn.

Dazu komme, dass Deutschland selbst ein lohnender Markt für Anbieter von RZ-Ressourcen sei. King zitiert aus einer IBM-Studie, nach der die Nutzung von IT, sich jenseits der eigenen Firewalls befinde, zwischen 2012 und 2013 um 32 Prozent gestiegen sei.

Außerdem lief rund 32 Prozent des Internet-Trafiic durch Deutschland. Das alles mache Deutschland zu einem der größten Cloud-Märkte in Europa und zum zweitgrößten Rechenzentrumsmarkt, bezieht sich King auf Zahlen vom CBRE Global Research Gateway.

„Die Vorteile wiegen schlichtweg den miserablen Strompreis auf.“

Die Klientel

Doch die gewünschte Kundschaft rekrutiert sich nicht aus den Cloud-Anwender-Unternehmen. Zenium hat die Provider im Blick. „Wir streben an, unsere Kapazität in einer Mindestgröße von 500 Quadratmetern zu verkaufen“, erläutert Kind. Damit ist klar, dass Zenium vor allem für Großkunden attraktiv sein will.

Tatsächlich hat sich als eines der ersten Unternehmen ein globaler Telekommunikationsspezialist dazu entschieden, seine Cloud den Räumlichkeiten von Zenium anzuvertrauen. „Wir verfügen jetzt über eine M2M-Halle“, sagt King.

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