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Damit es Servern und Racks gut geht: Modulare Kühlsysteme

Wohlfühlklima für Rechenzentren

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Eine Tür reicht Kälte weiter

Eine preisgünstige Möglichkeit der Gangschottung, auf die Daxten hinweist, ist die Kaltgangeinhausung per PVC-Vorhang. Der Kunststoffvorhang verhindert den Temperaturaustausch zwischen Warm- und Kaltgang. Nach Firmenangaben bleiben Temperaturdifferenzen, je nach Größe und räumlichen Gegebenheiten, zwischen 10 und 15 Grad Celsius erhalten.

Bei IBM gibt es verschiedene Ansätze, um die Kühlleistung der wassergekühlten Anlagen zu reduzieren. Da Blade-Server in einem Enterprise Rack eine stärkere Abwärme produzieren als herkömmlich bestückte Racks liegt es in diesem Fall nahe, die hinteren Türen der Server-Schränke mit Hilfe von „Rear Door Heat Xchanger“ zu kühlen und die entweichende kalte Luft für die Kühlung nachfolgender Rack-Reihen zu verwenden oder in den Kaltgang zu führen. Die Kühleinheit lässt sich auch innerhalb des IBM-Schrankes für die Kühlung des gesamten Innenraums einsetzen.

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Für die Rack-Klimatisierung hat Rittal so genannte „Liquid Cooling Packages“ entwickelt. Der RZ-Spezialist kühlt Rack-Reihen mit Hilfe von Flüssigkeitskühlung und verweist auf die Enegiesparfunktionen von regelbasierten Gleichstrom-Motoren bei den Ventilatoren und Pumpen.

Kälte im Kreislauf

Für einen geschlossenen Kreislauf der Luftströme durch Rückkühlung macht sich APC by Schneider Electric stark. Bei „Ecobreeze“ handelt es sich nach Firmenangaben um ein standardisiertes Basissystem, das sich mit verschiedenen Modulen weiter ausbauen und mit der patentierten APC-Warmganglösung kombinieren lässt.

Das APC-System verbindet die indirekte freie Kühlung mit der Verdunstungskühlung. Bei kalten Temperaturen wird die heiße Luft aus dem Server-Raum durch einen Luft-Luft-Wärmetauscher gekühlt. Erst wenn die reine Außenluft nicht mehr ausreicht, wird die Verdunstungskühlung hinzu geschaltet.

Der Vorteil von Ecobreeze: Das Klimasystem arbeitet außerhalb des Rechenzentrums und benötigt folglich keinen Platz innerhalb des Server-Raums. Für extrem warme Temperaturen steht zusätzlich eine Kompressorkühlung zur Verfügung.

Schwankende Außenlufttemperaturen

In größeren Rechenzentren dominieren meist Adsorptionskälteanlagen mit Warm- und Kaltgangeinhausungen sowie Rack-Reihen-Kühlsystem. Der Vorteil von Sorptionstechnik liegt im geringeren Energie-Aufwand. Im Absorptionskälteprozess wird der im Verdampfer entstandene Kältemitteldampf im Absorber durch ein konzentriertes Lösungsmittel aufgenommen. Für die Kältegewinnung ist allerdings Wieder eine Wärmezufuhr beispielsweise aus einem Blockheizkraftwerk oder einer Solaranlage notwendig.

Der Autor:

Andreas Beuthner ist freier Autor aus Gauting.

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