Fast drei Milliarden US-Dollar Neugeschäftswert sollen Blockchain-Technologien bis 2030 generieren. Wie können Unternehmen daran partizipieren? Wie lässt sich ein Blockchain-Projekt zielgerecht initiieren? Und welche Fallstricke sind zu beachten?
Ein Blockchain-Projekt muss detailliert vorbereitet und systematisch durchgeführt werden.
Die Mainstream-Akzeptanz der Blockchain steht bevor. Unternehmen sichern sich jetzt mit der richtigen Blockchain-Roadmap-Strategie wichtige Marktanteile, um ihre Existenz in der Digitalisierung zu sichern. Dafür muss sich das Projektteam zunächst über den verteilten Charakter des Netzwerks im Klaren sein.
Teilnehmer eines Blockchain-Netzwerks können demzufolge nicht nur räumlich getrennt, sondern über die ganze Welt verstreut sein. Dabei ist jeder Teilnehmer für den Betrieb eines Full Node verantwortlich und übernimmt die Pflege einer vollständigen Kopie eines Ledgers zur Aktualisierung mit neuen Transaktionen.
Vorbereitende Überlegungen
Ein wichtiges Merkmal, das eine Blockchain-Roadmap beeinflusst, ist die Dezentralisierung. Die Knoten im verteilten Netzwerk verwenden einen spezifischen Konsensmechanismus zur Pflege der Netzwerkinformationen sowie der Regeln für den Betrieb des gesamten Netzwerks.
Das Element der Dezentralisierung ist in einem Blockchain-Netzwerk zwingend notwendig; nur so lässt sich sicherstellen, dass eine bestimmte Einheit nicht alle Systeme oder Informationen kontrollieren oder die Regeln für Transaktionen im Netzwerk definieren kann.
Aus diesem Grunde ist der Faktor „Zusammenarbeit“ ein wichtiger Punkt für eine Blockchain-Roadmap-Strategie. Denn die entstehende Kooperation hängt von gemeinsamen, validen Daten aller Netzwerkteilnehmer ab. Das heißt, es werden Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Netzwerkgrundlagen, Datenverwaltung, Änderungsmanagement, Governance, Sicherheit und Datenschutz, Anwendungsintegration und Wartung benötigt.
Meilensteine einer Blockchain-Roadmap
Eine Roadmap soll einen klaren Überblick über die einzelnen Schritte und Maßnahmen bieten, die für die Implementierung einer Blockchain erforderlich sind. In der Folge sind einige der wichtigsten Schritte aufgelistet:
Entwicklung eines Use Case
Der erste Schritt in einem Blockchain-Roadmap-Beispiel soll die Entwicklung eines Anwendungsfalls aufzeigen. Hier muss das Projektteam eine zentrale Frage stellen: Welches technische Problem kann die Blockchain besser als mit einer anderen Technologie lösen?
Dazu muss das Team alle relevanten Prozesse genau kennen und die Problemstellungen dazu identifizieren. Sollte diese Prozesse nicht zu einer Blockchain passen, so muss geprüft werden, ob es sich lohnt, diese Prozesse zu überarbeiten, um die notwendige Basis für die Technologie zu schaffen.
Die Qualifizierung einer Blockchain für die betrieblichen Prozesse kann folgende kleine Checkliste kurz anreißen: Werden Daten von mehreren Parteien geteilt und aktualisiert? Besteht eine Verifizierungspflicht? Gibt es Intermediäre, die zu einer Komplexität beitragen? Sind die auszuführenden Interaktionen zeitkritisch? Interagieren die Transaktionen untereinander?
Sollte das Projektteam vier von sechs dieser Fragen mit Ja beantworten, so könnte eine Blockchain ein interessanter Ansatz für das Unternehmen sein. Im Anschluss dazu sollten mögliche Use Cases beschrieben werden. Auf Basis sogenannter „Use Case Evaluation Frameworks“ ist es möglich, den besten Use Case zu identifizieren.
Proof of Concept (POC) erstellen
Bei der Entwicklung eines Proof of Concept handelt es sich um eine Machbarkeitsprüfung, die der Frage nachgeht, ob die Blockchain-Implementierung die jeweilige Organisation überhaupt realisierbar ist. Darüber hinaus soll ein PoC innerhalb der Blockchain-Roadmap einen guten Überblick zu dem geplanten Projekt bieten.
Hinsichtlich der abzuleitenden Herausforderungen stellen sich folgende Fragen: Welches Business-Problem lässt sich durch die Blockchain-Implementierung lösen? Welche weiteren positiven betriebswirtschaftlichen Ergebnisse (Umsatz, Gewinnanteile, Deckungsbeiträge etc.) sollen dabei erzielt werden? Welchen Beitrag leistet die Blockchain, um die Digitalisierung des Unternehmens voranzutreiben?
Architektur festlegen
Es existiert eine Reihe Blockchain-Typen und Plattformen. Die einzelnen Typen differenzieren sich beispielsweise dadurch, ob sie Public (offen für alle), Privat (geschlossener Teilnehmerkreis) oder Hybrid (Mischform) sind oder mit oder ohne Permission (mögliche Zugriffe) ausgestattet sind.
Als Blockchain-Plattformen können beispielsweise HyperledgerFabric, Corda, Stellar, Open Chain, Multichain, Quorum, Ethereum genannt werden. Die Auswahl der geeigneten Blockchain hängt von der jeweiligen Branche und dem spezifischen Business-Modell ab.
Stand: 08.12.2025
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Ferner muss ein passendes Konsensprotokoll ausgewählt werden. Das heißt, für die Verifizierung einer Transaktion stehen verschiedene algorithmische Verfahren zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise Proof of Work, Proof of Stake oder delegierter Proof of Stake. Sie unterscheiden sich unter anderem im Hinblick auf die Kriterien Geschwindigkeit, Mining-Kosten, Stromverbrauch, Skalierbarkeit etc.
Skalierung des Proof of Concept (PoC)
Ein wichtiger Punkt, der bei der Implementierung einer Blockchain-Technologie beachtet werden muss, ist die Skalierbarkeit. Denn es sind folgende Faktoren zu berücksichtigen, die sich auf die Skalierbarkeit auswirken: Einschränkungen des Blockchain-Netzwerks und der Hardware, steigende Transaktionsgebühren und die Blockgröße zusammen mit den Transaktionsabschlusszeiten. Der Hauptkonflikt liegt zwischen der Beibehaltung der typischen Vorteile der Blockchain und der gleichzeitigen Sicherstellung einer größtmöglichen Flexibilität bei hohen Geschwindigkeiten.
Team-Onboarding
Ein ebenfalls wichtiger Aspekt einer Blockchain-Roadmap sind die Spezialisten, die eine erfolgreiche Implementierung begleiten sollen. Wobei jeder Mitarbeiter einen Background in den Bereichen Kryptografie, Smart Contracts oder der Funktionsweise von dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerken mitbringen sollte. Zu einem kompetenten Team gehören natürlich auch führende Fachexperten wie ein Chief Strategy Officer und ein Chief Information Officer.