Hyperkonvergent mit VMware

Was kann Evo:Rail - im Vergleich zur Konkurrenz?

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Nutanix hat die Nase vorn

Die Erstellung virtueller Maschinen in EVO gelingt mit einem simplen und nebenbei anspruchsvoll gestalteten Assistenten mit nur wenigen Mausklicks anhand von Vorlagen. Auch die Sicherheitseinstellungen der VMs lassen sich per Vorlage anwenden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Leider ist es VMware bisher noch nicht gelungen, die fortschrittlichen Fähigkeiten von Nutanix im Hinblick auf die Verwaltung und Bereitstellung von Daten, darunter die nahezu legendäre elastische Datendeduplizierung (eine Kombination aus Inline Performance Deduplication mit globaler MapReduce-Deduplication), und MapReduce-Prioritisierung von Daten für SSD-Speicher - auf dem verteilten Dateisystem zu implementieren, und empfiehlt EVO:Rail daher zumindest vorerst für nicht-unternehmenskritische Workloads.

Viele Netzwerkadministratoren hinterfragen die Sicherheit der Verwaltung der IT-Infrastruktur auf einer gehobenen Abstraktionsebene wie EVO:Rail gegenüber roher Hardware. Komplizierter bedeutet jedoch nicht gleich sicherer. Wenn das Einspielen von Softwareaktualisierungen auf die lange Bank geschoben wird, um lange Ausfallzeiten der betroffenen Infrastruktur zu vermeiden, sind Sicherheitsprobleme praktisch programmiert. Auch der Einsatz rein quelloffener Software mit einer strikten Upgrade-Politik garantiert noch lange nicht die ultimative Sicherheit, wie es kürzlich der Heartbleed-Bug in OpenSSL und die kritischen Verwundbarkeiten von Bash unter Beweis stellten.

OEM-Partner für EVO und das Kleingedruckte

Die sinkenden Margen bei Commodity-Hardware erzwingen eine vertikale Konsolidierung und bedrohen die Existenz lange etablierter Allianzen wie VCE. Die VMware-Strategie basiert auf breit gefächerten Allianzen mit OEM-Herstellern als Vertriebspartnern für Software-Tools von VMware.

EVO:Rail, diese Administrator-freundliche, einfach bereitzustellende Komplettlösung, wird ausschließlich durch zertifizierte VMware-Partner angeboten, die ihre Hardware mit VMware-Tools bündeln. Der ganze Software-Stack von EVO - vom Hypervisor über Netzwerk-, Massenspeicher-Management, Automatisierung, Monitoring, Orchestrierung bis hin zu VDI - basiert auf hauseigenen Technologien von VMware.

Technischer Support für drei Jahre ist im Preis inbegriffen; den Support leistet allerdings nicht VMware selbst, sondern der jeweilige zertifizierte VMware-Partner. Daher prüfe, wer sich bindet: Die Qualität der gebotenen Leistung könnte im Einzelfall von OEM-Anbieter zu OEM-Anbieter variieren.

Zu den ersten Partnern gehören unter anderem Dell, EMC (mit ersten Produkten ab 2015), Fujitsu, Supermicro, Inspur und Net One Systems. Die Preise werden direkt durch die OEM-Anbieter festgelegt und bekanntgegeben; VMware selbst bezeichnet die Preise als „wettbewerbsfähig“.

Die Lizenzen für das EVO-Softwarepaket von VMware gelten allerdings nur für die Hardware, mit der es geliefert wurde. Das stark vereinfachte Lizenzmodell hat einen nicht unerheblichen Nachteil: Lizenzen lassen sich auf neuere Hardware nicht portieren.

* Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska arbeiten bei der Soft1T S.a r.l. Beratungsgesellschaft mbH McKinley Denali Inc. (USA).

(ID:43086791)