Features in der agilen Softwareentwicklung lassen sich auf verschiedene Arten und Weisen beschreiben. Die User Story ist eine davon und kann Developern einen wertvollen Einblick in den Sinn hinter eines Features geben.
Im Zuge der User Story gilt es immer, sich aus Sicht der späteren Benutzergruppe zu fragen, welche Funktionen aus welchen Gründen wünschenswert sind.
Die agile Softwareentwicklung stellt Anwenderinnen und Anwender in den Mittelpunkt – die Entwicklung einer Software, einer App oder einer Website darf in diesem Entwicklungsmodell die User nicht aus dem Blick verlieren. Features werden entwickelt, um allen Endbenutzern einen Mehrwert zu liefern.
Während dies als Maxime leicht verständlich sein mag, liegt dennoch eine offenbare Schwierigkeit für Entwicklerinnen und Entwickler darin, der Endnutzung tatsächlich das nötige Augenmerk zukommen zu lassen. Die User Story ist ein Tool der agilen Softwareentwicklung, mit dem genau dies möglich gemacht werden soll.
User Stories kommen ohne allzu technische Sprache, Fachbegriffe oder Code aus und sollen vor allem eines: Dem Team verdeutlichen, für wen und warum ein Feature entwickelt wird. Wie auch Stakeholder einer Software behandeln User Stories potenzielle Features als spezifische Problemlösungen – und genau dieses Umdenken ist auch auf Programmierseite essenziell.
Wie funktioniert eine User Story?
Bei der User Story versetzen sich die Developer in den Blickwinkel der Kundinnen und Kunden. User Stories sind nicht komplex, nicht weit ausgearbeitet, sondern können auch ohne Kenntnis des Projektes oder Programmiervorgangs betrachtet und verstanden werden.
Der Kundenbegriff ist hierbei weitläufig zu verstehen, denn nicht jede Software zielt schließlich auf einen Verkauf ab. Bei der Zielgruppe, aus deren Sicht die User Stories geschrieben werden, kann es sich auch um Fachangestellte oder andere interne Stakeholder handeln.
Eine User Story ist nur wenige Sätze lang und lassen sich sehr formelhaft zusammenfassen. Das Schema funktioniert nach dem folgenden Format: „Als [Art der User] wünsche ich mir [Art des Features], um [spezifische Problemlösung].“
Kurz gefasst geht es in der User Story also um das WER, um das WAS und um das WOFÜR. Beim Verfassen der User Stories sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese kurz und klar formuliert sind, aus der Sicht der Stakeholder geschrieben werden und der Nutzen eines Features klar wird. Im Zweifelsfall ist es besser, eine Story in mehrere Stories aufzubrechen, wenn diese zu komplex wird.
Warum sollten Programmierende solche User Stories verwenden?
Vor allem in agilen Frameworks wie Scrum oder Kanban kommen Stories zum Einsatz, um den Workflow auf Features herunter zu brechen und gleichzeitig den Fokus auf die Anwendergruppe zu wahren. Beim Scrum-Modell eröffnet sich der zusätzliche Vorteil, dass die Sprints besser geplant werden können und die Zielrichtung von Work-in-Progress zu Work-in-Progress gewahrt bleibt.
Eine Sammlung von User Stories lässt sich hier zu einem Epic zusammenfassen, so dass die einzelnen Features und Workflows in einen umfassenderen Kontext gesetzt werden. Auch abseits des agilen Projektmanagements zeigen User Stories, dass sie es Teams und Stakeholdern ermöglichen, einfacher und effizienter miteinander zu kommunizieren.
Eine User Story ist ein klarer Bulletpoint einer To-Do-Liste für die Programmierarbeit und als solcher derartig übergeordnet, dass die bewusst einfache Formulierung beliebig viele Möglichkeiten für die Bewältigung des Problems lässt. Gleichzeitig helfen User Stories dabei, die Zusammenarbeit zwischen den Teams zu optimieren, da das größere Ziel für die User in den Fokus gerückt wird.
Design, Programmierung oder Marketing können so ihre eigenen Strategien koordinieren und wissen, worauf sie hin arbeiten. Durch den Einsatz der kompakten User Stories wird zudem die Kreativität und Flexibilität im Projektteam gefördert und die übergeordnete Herausforderung des User Epics wird entsprechend reduziert.
User Stories mit Betroffenen erstellen
Das Verfassen einer User Story obliegt in der Regel den Development-Teams selbst, im Scrum-Modell kann dies direkt im Sprint gelöst werden. Doch natürlich müssen Unternehmen nicht rein intern arbeiten, sondern können auch Feedback der Anwenderinnen und Anwender nutzen, um Stories zu formulieren.
Welche Features diese sich wünschen und welche Probleme sie mit einem aktuellen Release sehen, kann wertvolle Hinweise für die User Stories kommender Versionen liefern. So wird das Feedback direkt in eine Handlungsanweisung für das Development Team umgesetzt.
Stand: 08.12.2025
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Software im Kontext eines Service verstehen
Softwareprodukte werden von Usern nicht als optimierter Code oder als ansprechend designtes Paket gelesen, sondern als die klare Erfüllung eines Bedarfs. Eine Website oder eine Applikation sind nichts Anderes als eine Problemlösungsstrategie und eine User Story ist das richtige Tool, um genau dies zu verdeutlichen.
Welche Kundenpersona welchen Bedarf hat und wie dieser gelöst wird, beschreibt eine User Story auf sehr elegante Art und Weise. Programmerende können diese bereits während der Entwicklung als eine mögliche Rezension verstehen. Wie würden Stakeholder ein Feature nach Release loben und welches Problem haben sie mit dem Feature gelöst? Im agilen Framework reduzieren Stories zudem die Arbeitslast bei jedem Arbeitsschritt, da von allen Stakeholdern präziser gearbeitet werden kann.