Jedes technische Produkt hat einen eigenen Lebenszyklus, Unternehmen unterstützen Soft- und Hardware dann nicht mehr und die Produktion wird entweder eingestellt oder stark zurückgefahren. Hier spricht man allgemein vom End of Life, dem Lebensende eines Produktes.
Das Ende des Produktlebenszyklus wird in der Regel rechtzeitig angekündigt, um den Umstieg auf neuere Lösungen oder Dienstleistungen zu ermöglichen.
Der Begriff End of Life, kurz EOL, bezeichnet bei der Produktion von Soft- und Hardware den Übergang von der Serienproduktion zur Abkündigung oder Nachserienphase. Oftmals wird der Begriff vermischt mit dem End of Sale, was die bevorzugte Benennung vieler Einzelhändler ist.
In der Timeline eines Produktes für Konsumenten oder betriebliche Kunden befindet sich EOL am Ende des Produktzyklus. Dieser beginnt mit der allgemeinen Verfügbarkeit und dem Datum der letzten Bestellung – vor diesem Datum gibt es in der Regel eine entsprechende Ankündigung, das End of Life Announcement. Mit dieser Ankündigung erhalten Kunden noch einmal die Gelegenheit, ein auslaufendes Produkt zu ordern. Bis zum End of Life gewährt der Originalanbieter noch technische Unterstützung, Service und gegebenenfalls Ersatzteile.
Essenziell ist die End-of-Life-Ankündigung auch für Verkäufer und digitale Handelsplattformen, da diese so mit einer Übergangsphase arbeiten können. In dieser Phase nehmen sie die neueren Produkte in ihre Palette auf oder beenden Ihre Möglichkeit, Software herunterzuladen, die in wenigen Monaten nicht mehr vom Hersteller unterstützt wird. Dies geht in der Regel mit einer neueren Software einher, die den Platz des älteren Systems einnimmt.
Während das End of Life nicht de facto bedeutet, dass Soft- und Hardware unbrauchbar werden, werden dennoch viele Kunden abgeschreckt, da fehlende Patches und mangelnder technischer Support Produkte unsicher machen und die Verlässlichkeit nicht länger garantiert ist. Gerade Unternehmenskunden können sich nicht leisten, Auslaufprodukte zu nutzen, wenn die Kompatibilität mit Applikationen oder Hardware nicht mehr gewährleistet werden kann.
Das komplexere bei Auslaufprodukten
Natürlich steht in einem komplexen Ökosystem von Produkten kein einzelnes Produkt alleine für sich, eine End of Life-Ankündigung eines Produktes hat entsprechend immer auch weitreichende Konsequenzen auf einen komplexeren Markt.
Endet der Produktzyklus eines älteren Betriebssystems, das noch eine ältere Prozessorgeneration unterstützt, kann auch der Prozessorhersteller den Lebenszyklus der älteren Generation verkürzen, da die Zahl der potentiellen Käufer/Innen endet. Auch umgekehrt bedeutet der Übergang einer Hardwaregeneration zum Auslaufprodukt womöglich das Ende von Legacy Software, die modernere Systeme technisch nicht länger unterstützen kann.
Eine Möglichkeit, mit der Software dem End of Life entgehen kann, liegt häufig im Übergang zu Open Source. Durch die Offenlegung des Quellcodes können Support, Update und Patches an die Community übertragen werden.
Produktsupport und End of Life
Beim Produktsupport folgt die Fertigung von Ersatzteilen einer ganz einfachen marktwirtschaftlichen Logik. Die Fertigung von Ersatzteilen oder auch technischem Support von Software muss rentabel bleiben, bei den meisten Hardwareprodukten liegt das Zeitfenster des Produktsupports bei ungefähr zehn Jahren.
Ohne eine entsprechende marktgebundene Nachfrage können die Hersteller keine originalen Ersatzteile mehr herstellen, je nach Beliebtheit eines Produktes kann dieses aber auch nach dem End of Life noch in den Support von Drittherstellern übergehen. Oftmals entstehen auch rund um Produkte Communities aus Bastlern und Programmierern, die weiterhin für ein Produkt nach Ablauf dessen Lebenszyklus Apps, Updates oder Ersatzteile herstellen. Ein alltägliches Beispiel für diese Form des Outsourcing finden Sie etwa bei kleineren Reparaturstationen, die auch ältere Smartphones weiterhin reparieren.
Andere Verwendungen des Terminus und Recycling nach dem EOL
Nicht nur Produzenten von Technik nutzen den EOL-Begriff, häufig wird End of Life auch als Terminus von Unternehmen verwendet, die Technik lediglich nutzen. In diesem Fall bezieht sich End of Life nicht auf das Lebensende eines bestimmten Produktes, sondern auf die im Unternehmen eingesetzte Technik selbst. So werden etwa alle Rechner einer Abteilung mit einem End of Life versehen (in der Regel, wenn der Ersatz bereits in Betrieb genommen werden konnte) und anschließend vollständig gelöscht. Die Betriebe veräußern die Technik dann oder entsorgen sie vollständig.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Bei Herstellern von Hardware spielt zudem das End of Life-Management eine entscheidende Rolle im Zusammenhang mit nachhaltiger Fertigung. Damit durch Hardware nicht unnötig viel Müll entsteht, haben viele Hersteller sich freiwillig dazu verpflichtet, alte und defekte Produkte anzunehmen und die enthaltenen Wertstoffe wieder dem Recyclingkreislauf zuzuführen. Dadurch wird eine fachgerechte Entsorgung älterer Technik gewährleistet.