Unternehmen sollen heute die Umwelt erhalten, soziale Rechte respektieren und sich rechtlich korrekt und ethisch musterhaft verhalten. Das alles wird unter dem Begriff ESG (Environmental, Social, Governance) zusammengefasst.
ESG-Berichterstattung gehört bei vielen Unternehmen zum guten Ton; für alle kapitalmarktorientierten Unternehmen ist es aber bereits Pflicht, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen.
(Bild: Climate Partner)
Erfolgreiche, anerkannte Unternehmen müssen heute mehr als nur schwarze Zahlen schreiben und auf steigende Aktienkurse verweisen. Vielmehr müssen sie zunehmend beweisen, dass sie abgesehen von der Profitabilität nützliche Beiträge zur Gesellschaft erbringen oder ihr zumindest nicht schaden. Das gilt für IT-Hersteller, Rechenzentrumsbetreiber und Hyperscaler genauso wie für die Kaufhauskette in der Innenstadt.
Für viele sind die Vorgaben noch freiwillig, doch für alle kapitalmarktorientierten Unternehmen gehört es zur Pflicht, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Verantwortlich dafür ist die Corporate Sustainability Reporting Directive der EU, die am 5. Januar 2023 in Kraft getreten ist.
Doch wie misst man das? Die Messlatte heißt hier ESG. Das steht für Environmental, Social und Governance. Besonders groß ist der Druck derzeit sicherlich im Umweltbereich, denn viele Unternehmen müssen sich auch aufgrund staatlicher oder überstaatlicher Vorgaben auf den Weg dazu machen, ihre klimaschädlichen Emissionen möglichst gegen Null zu bringen (Net Zero).
Was gehört zu Environmental?
Die Bereiche E, S und G umfassen unterschiedliche Teilthemen. Zum Umweltbereich gehören der Schutz des Klimas beziehungsweise die Abmilderung des Klimawandels und der sparsame Umgang mit Wasser- und Meeresressourcen.
Weiter zählt dazu die gesamte Ressourcennutzung respektive Kreislaufwirtschaft, die direkte Verschmutzung der Umwelt durch mit den Aktivitäten des Unternehmens verbundene Prozesse oder seine Produkte. Schließlich geht es um den Schutz der biologischen Vielfalt sowie der vorhandenen Ökosysteme. Auch die Energie-Effizienz gehört hierher.
Was heißt Environmental für Rechenzentren?
Typische Themen aus dem E-Bereich, die bei Rechenzentren eine Rolle spielen könnten, wären beispielsweise Flächenintensität, effektive Wassernutzung (WUE), Energieversorgung und Wärmerückgewinnung. Auch die Auslastung der Systeme als Maß der effizienten IT-Nutzung könnte als eine Messlatte dienen.
Wichtig ist zudem die Nutzungsdauer von Geräten und der Umgang damit, wenn sie aussortiert werden. Weitere Themen wären die fürs Datacenter gewählten Baustoffe oder die Recycling-Fähigkeit der Rechenzentrumsgebäude nach Entwidmung.
Was gehört zu Social?
Zum S-Bereich gehören der Umgang mit der eigenen Belegschaft und ihre Zusammensetzung, zum Beispiel hinsichtlich der Diversität (Alter, Hautfarbe, Glauben, sexuelle Orientierung...). Dazu kommt die gleichberechtigte Behandlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Akronym ESG steht für die Bereiche Umwelt (Environmental), soziale Themen (Social) und rechtskonformes, ethisches Management (Governance).
(Bild: Servicenow)
Zudem ist ein Unternehmen auch für diejenigen mitverantwortlich, die für andere Firmen innerhalb der Wertschöpfungskette tätig sind. Eine Rolle, spielt zudem, welche Beiträge das Unternehmen zu den Gemeinden leistet, in denen sich seine Aktivitäten abspielen oder die davon betroffen sind. Schließlich geht es um den Umgang mit Verbrauchern und Endnutzern der eigenen Produkte und Services.
Was heißt das für Rechenzentren?
Hier kann es darum gehen, dass die Belegschaft regelmäßige Weiterbildungsmöglichkeiten erhält und vernünftige Arbeitszeiten und -bedingungen vorfindet. Auch die Möglichkeit, sich etwa in Form eines Betriebsrats zu organisieren, kann man in den Bereich Social einsortieren.
Weitere wichtige Themen: Barrierefreiheit, Bezahlung, mindestens nach den örtlichen und Branchenstandards. Frauen dürfen nicht benachteiligt werden.
Im IT-Bereich könnte beispielsweise auch eine Rolle spielen, dass mit modernen Tools gearbeitet wird, die die Belastung des Einzelnen verringern. Und selbstverständlich gehören Datenschutz und Datensicherheit zu den wichtigen Themen.
Was gehört zu Governance?
Hier geht es um ethische Geschäftspraktiken, aber auch die Einhaltung aller rechtlichen Regeln. Auch das Risiko-Management und die interne Kontrolle gehören hierher, kurz und in Englisch: Accountability, Responsibility, Transparency und Fairness.
Also: Im IT-Bereich könnte hier eine Rolle spielen, ob ein Unternehmen brav vor Ort seine Steuern zahlt oder jedwede Strategie nutzt, um dieser ungekliebten Pflicht zu entgehen. Auch die Vorstandsvergütung spielt hier hinein.
Dass Korruption und Bestechung keine Rolle spielen sollten, versteht sich von selbst. Allerdings geht es auch um Spenden oder Lobbyarbeit. Schließlich sollten auch IT-Unternehmen und Rechenzentren einen vielfältig zusammengesetzten Verwaltungsrat haben.
Initiativen und Wirksamkeit
Die Durchschlagskraft von ESG-Kriterien wird dadurch gehemmt, dass jedes Unternehmen selbst entscheiden kann, welche ESG-Aspekte es fokussiert. Für international agierende Unternehmen wird das Berichtswesen schnell und beliebig komplex. Für jeden Bereich gibt es spezielle Messinstrumente und Verfahren, die von entsprechenden Organisationen bereitgehalten werden und mal kostenpflichtig, mal kostenlos erhältlich sind.
Stand: 08.12.2025
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