Vorwurf des missbräuchlichen Marktverhaltens VOICE fordert EU zu Schritten gegen Broadcom/VMware auf

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

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Der VOICE – Bundesverband der IT-Anwender hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über einen offenen Brief zu Maßnahmen gegen Broadcom und das Tochterunternehmen VMware aufgefordert. Der Verband wirft den Unternehmen missbräuchliches Marktverhalten vor.

Der Anwenderverband VOICE fordert die EU-Kommission zu Schritten gegen Broadcom/VMware auf, da diese ihre Marktmacht missbrauchen würden.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
Der Anwenderverband VOICE fordert die EU-Kommission zu Schritten gegen Broadcom/VMware auf, da diese ihre Marktmacht missbrauchen würden.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Im Zuge der Übernahme durch Broadcom hat VMware sein Lizenzmodell auf Cloud-Abonnements umgestellt. In diesen sieht VOICE „gravierende Nachteile und erhebliche Kostensteigerungen“. Zum Beispiel seien nun bislang einzeln beziehbare Applikationen und Services so gebündelt, dass sich Anwenderunternehmen mit Preissteigerungen von mehreren hundert Prozent konfrontiert sähen.

Zudem habe Broadcom/VMware Kundenkategorien eingeführt, die den Zugang zu den neuen Service-Bundles entweder einschränken oder enorm verteuern würden. VOICE und seine europäischen Schwesterverbände Beltug, Cigref und CIO Platform Nederlande sehen hierbei eine missbräuchliche Ausnutzung von Marktmacht, die von den Verbänden bereits im März 2024 kritisiert wurde.

Veränderungen gefordert

Im aktuellen Schreiben an die EU-Kommission fordert VOICE deshalb von Broadcom/VMware acht konkrete Veränderungen an der Lizenzpolitik. Dazu zählt der Einzelverkauf von VMware-Produkten für Server-, Speicher- und Netzwerkvirtualisierung (vSphere/vCenter, vSAN, NSX) ohne Bündelung untereinander oder mit anderen Produkten. Weitere Forderungen umfassen unter anderem den Verzicht auf eingeschränkten Produktzugriff aufgrund von Kundengruppen, Änderungen am Rabattsystem und den Vertragsklauseln sowie die Kompensation bestehender unbefristeter Lizenzen beim Abonnement-Abschluss.

Der Verband betont, dass sich die meisten Probleme mit einer Änderung der Lizenzbestimmungen ausräumen ließen. Man werde sich weiterhin für die Interessen der Anwender und die Durchsetzung der vorgeschlagenen Änderungen einsetzen. Zudem behält sich VOICE rechtliche Schritte vor. Der vollständige offene Brief steht auf der Website des Verbands bereit.

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