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Rechenzentrums-Führung bei Europas zweitgrößtem Webhosting-Dienstleister

Strato setzt auf energieeffiziente Hardware und regenerativen Strom

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Moderne Hardware von Sun Microsystems und AMD

Strato betreibt momentan zwei Rechenzentren: in Karlsruhe setzt der Dienstleister für seine Shared Webhosting-Plattform auf Server von Sun Microsystems, die je nach Modell mit Mehrkern-Prozessoren (UltraSparc T1/T2) sowie AMD Opteron CPUs ausgestattet sind. Durch den Einsatz der modernen Internet-Server konnte nicht nur der Energiebedarf um rund 40 Prozent gesenkt werden, auch der Platzbedarf im Rechenzentrum reduzierte sich auf ein Fünftel der ursprünglichen Fläche.

In Berlin hosted Strato vor allem seine Dedicated Server, die vorrangig mit Quad-Core Opteron CPUs von AMD ausgestattet sind. Die Highly Efficient (HE) Prozessoren unterstützen dank der DirectConnect-Architektur eine schnellere Kommunikation von mehreren Prozessen. Aufgrund der guten Skalierbarkeit eignen sie sich daher gut für virtualisierte Infrastrukturen, Datenbankanwendungen und andere I/O-intensive Applikationen.

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Die Quad-Core Opterons verbrauchen im Vergleich zu Dual-Core Prozessoren nur unwesentlich mehr Strom, liefern dafür aber eine deutlich höhere Performance. Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft ist es AMD und Strato außerdem gelungen, den Strombedarf von Serverboards im Idle-Mode auf weniger als 40 Watt zu verringern. Dies kommt vor allem den Dedicated Servern zu Gute, da diese in der Regel nur wenige Stunden am Tag beansprucht werden, aber trotzdem immer betriebsbereit sein müssen.

as neu entwickelte Board ist unter anderem auf AMDs Dual Dynamic Power Management abgestimmt. Dank einer unabhängigen Stromversorgung können sich die einzelnen Prozessorkerne sowie der Speichercontroller damit unabhängig voneinander abschalten.

Julien Ardisson, CTO bei Strato gewährte einen Einblick in das Berliner Rechenzentrum des Internet-Dienstleisters. (Archiv: Vogel Business Media)

„Wir wollen unser Rechenzentrum nicht mit unnötiger Serverabwärme heizen“, sagt Julien Ardisson, CTO der STRATO Rechenzentrum AG (im Bild). „Deshalb haben wir ein Serverboard in Auftrag gegeben und mitentwickelt, dass insbesondere im Idle-Mode wenig Strom verbraucht. Es ist unglaublich effizient. Wir können es kaum erwarten, das Board bald im großen Stil einzusetzen.“

Mit der nächsten CPU-Generation von AMD (Codename „Shanghai“) sollen die Prozessoren nicht nur noch weniger Strom verbrauchen, sondern mit dem weiterentwickelten HyperTransport 3.0 auch deutlich höhere Datentransferraten erzielen. Zum Vergleich: AMDs Quad-Core Opterons nutzen HyperTransport 1.0 mit theoretischen Transferraten von bis zu 8 GB/s, bei HyperTransport 3.0 sollen bis zu 17,6 GB/s möglich sein. Shanghai ist außerdem der erste Vierkern-Prozessor von AMD, der auf 45nm Technologie aufbaut.

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