Nachhaltigkeit im Rechenzentrumssektor Singapurs Rolls-Royce und Microsoft stellen Positionspapier zu hydriertem Pflanzenöl vor

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Rolls-Royce Power Systems und Microsoft sehen hydriertes Pflanzenöl (HVO) als Übergangskraftstoff für Notstromaggregate in Rechenzentren (Singapurs). Das Papier zeigt CO2-Einsparpotenziale, regulatorische Hürden und Handlungsoptionen auf.

HVO ist keine neue Technologie, aber die Erkenntnisse des Positionspapiers von Rolls-Royce und Microsoft geben neue Impulse und beleuchten auch Aspekte wie Feinstaub.(Bild: ©  Woodapple - stock.adobe.com)
HVO ist keine neue Technologie, aber die Erkenntnisse des Positionspapiers von Rolls-Royce und Microsoft geben neue Impulse und beleuchten auch Aspekte wie Feinstaub.
(Bild: © Woodapple - stock.adobe.com)

Auch Rechenzentren in Singapur stehen vor der Herausforderung, steigende Nachfrage nach Notstromversorgung mit nationalen Klimazielen in Einklang zu bringen. Das von Rolls-Royce Power Systems und Microsoft veröffentlichte Positionspapier schlägt hydriertes Pflanzenöl (HVO) als Übergangskraftstoff für Dieselgeneratoren vor. HVO kann ohne größere Anpassungen in bestehender Infrastruktur eingesetzt werden und ermöglicht eine Reduktion von CO₂-Emissionen um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu fossilem Diesel.

Hintergrund: Internationale Perspektive auf HVO

Obwohl Betreiber wie AWS in Europa bereits seit 2023 HVO in Rechenzentren einsetzen, zeigt das Positionspapier von Rolls-Royce und Microsoft in Singapur, dass der Kraftstoff international als Übergangstechnologie gewinnt.

Das Positionspapier beleuchtet regulatorische Hürden, Lieferkettenfragen und zusätzliche Umweltauswirkungen wie Feinstaub und Stickoxide.

Beitrag zur Green Data Centre Roadmap

Das Papier ordnet HVO in die „Green Data Centre Roadmap“ (GDCR) Singapurs ein, die bis 2050 eine klimaneutrale Stromversorgung vorsieht. Während langfristig synthetische Kraftstoffe wie Power-to-Liquid (PtL) entwickelt werden, könne HVO eine sofort einsetzbare Option sein. Neben CO2 lassen sich auch Feinstaubemissionen um bis zu 80 Prozent und Stickoxide um bis zu acht Prozent verringern.

Trotz der technischen Eignung hemmen hohe Kosten, unklare Zertifizierungsstandards und begrenzte Rohstoffverfügbarkeit die breite Einführung von HVO. Das Papier fordert daher einheitliche Standards, Anreizsysteme und eine stärkere Einbindung Singapurs in internationale Zertifizierungsstrukturen. Eine regionale Produktionsbasis auf Jurong Island könnte mittelfristig Importabhängigkeiten verringern und stabile Lieferketten schaffen.

Regulatorische Anpassungen notwendig

Die Autoren sehen Anpassungsbedarf im regulatorischen Rahmen, da HVO bislang nicht systematisch als Übergangskraftstoff berücksichtigt wird. Fördermechanismen wie Steueranreize oder eine Erweiterung bestehender Energie-Effizienzprogramme könnten die Kostenlücke zu fossilem Diesel verringern und frühe Investitionen anstoßen.

Neben der kurzfristigen Integration von HVO betont das Papier die Bedeutung von Forschung in den Bereichen Rohstoffskalierung und synthetische Kraftstoffe.

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