Alternativer Brennstoff für den Datacenter-Notstrom HVO statt Diesel in AWS-Rechenzentren

Quelle: Pressemitteilung Amazon 3 min Lesedauer

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Mit wasserstoffbehandeltem Pflanzenöl (HVO) können im Vergleich zu Dieselkraftstoff bis zu 90 Prozent weniger Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus des Kraftstoffs verursacht werden. Im Januar dieses Jahres hat Amazon Web Services (AWS) mit der Umstellung auf HVO für den Betrieb von Generatoren an seinen EU-Rechenzentrumsstandorten begonnen. Sites in Irland und Schweden gehören zu den ersten, die umgestellt sind.

Im Januar dieses Jahres hat Amazon Web Services mit der Umstellung auf HVO (hydriertes Pflanzenöl) für den Betrieb von Notstromaggregaten an seinen Rechenzentrumsstandorten in Europa begonnen. Sites in Irland und Schweden machen den Anfang. (Bild:  AWS)
Im Januar dieses Jahres hat Amazon Web Services mit der Umstellung auf HVO (hydriertes Pflanzenöl) für den Betrieb von Notstromaggregaten an seinen Rechenzentrumsstandorten in Europa begonnen. Sites in Irland und Schweden machen den Anfang.
(Bild: AWS)

Notstrogeneratoren werden in Rechenzentren eingesetzt, um in den sehr seltenen Fällen, in denen die Hauptstromquelle unterbrochen ist, eine Notstromversorgung zu gewährleisten. HVO ist ein erneuerbarer, biologisch abbaubarer und ungiftiger Brennstoff, der aus Altspeiseöl, Pflanzenöl und Rückstandsölen hergestellt werden kann. Im Vergleich zu fossilem Diesel können die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus des Kraftstoffs um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

HVO und andere erneuerbare Dieselkraftstoffe sind nachweislich besser mit Industriemaschinen kompatibel als Biodiesel, da sie keine Änderungen an den Kraftstoffsystemen erfordern und selbst bei kältesten Wintertemperaturen stabil bleiben können. Dank dieser Vielseitigkeit kann AWS die Tanks seiner Notstromaggregate ohne betriebliche Änderungen mit HVO befüllen und es in verschiedenen Regionen und kälteren Klimazonen einsetzen.

In Zukunft möchte AWS HVO an allen seinen Rechenzentrumsstandorten in Europa einsetzen. Voraussetzung dafür ist eine zugängliche, stetige und nachhaltige Versorgung mit HVO. Das ist nicht so ganz einfach, weil es nur wenige 'Tankstellen' für HVO gibt.

Aufbau einer stetigen Versorgung

Aus diesem Grund hilft AWS bei der Entwicklung einer globalen Lieferkette, arbeitet mit lokalen Organisationen wie Certa in Irland zusammen und investiert in die Beschaffung von HVO, das ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt, mit Rohstoffen, deren Herkunft rückverfolgbar ist und die nicht aus Quellen stammen, die sich auf Gebiete mit großer biologischer Vielfalt auswirken.

Andrew Graham, Geschäftsführer von Certa Irland, sagt: „Wir freuen uns, mit AWS zusammenzuarbeiten und durch die Lieferung unserer HVO den Übergang zu erneuerbaren Energien zu unterstützen. [...] Als direkter Ersatz für konventionellen Diesel bietet unser HVO-Biokraftstoff eine sofortige Reduzierung der Kohlenstoffemissionen um bis zu 90 Prozent, ohne dass eine Nachrüstung des Generators erforderlich ist. Wir freuen uns darauf, die Energiewende gemeinsam mit AWS voranzutreiben.“

Neil Morris, Director of Infrastructure Operations, Northern Europe bei AWS weist darauf hin: „Die Umstellung auf HVO ist nur eine der vielen Möglichkeiten, wie wir die Nachhaltigkeit unserer Rechenzentren verbessern, unseren Betrieb dekarbonisieren und auf Amazons unternehmensweites Ziel hinarbeiten, bis 2040 Netto-Null-Kohlenstoff zu erreichen, zehn Jahre vor dem Pariser Abkommen. Indem wir uns dazu verpflichten, an unseren Rechenzentrumsstandorten nachhaltig beschafftes HVO zu verwenden, hoffen wir, anderen Unternehmen den Weg zu ebnen und dazu beizutragen, eine globale Lieferkette aufzubauen, die in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen den Wandel in ganz Europa beschleunigen wird.“

Bis 2040 Netto-Null-Emissionen

Amazon hat sich zu einem Netto-Null-Kohlenstoff-Ziel verpflichtet. Dieses soll bis 2040, zehn Jahre vor dem Pariser Abkommen erreicht werden, wie in dem vom Unternehmen 2019 mitbegründeten so genannten The Climate Pledge dargelegt ist. Dieses 'Versprechen' hat mittlerweile über 400 Unterzeichner, darunter Best Buy, IBM, Microsoft, Pepsico, Siemens, Unilever, Verizon und Visa.

Als Teil dieses Versprechens ist Amazon auf dem Weg, seinen Betrieb bis 2025 zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu versorgen, fünf Jahre vor dem ursprünglichen Ziel für 2030. Nach eigenen Angaben ist Amazon der größte Unternehmenskäufer von erneuerbaren Energien - eine Position, die der Konzern laut Bloomberg New Energy Finance seit 2020 inne hat. Außerdem verweist der Konzern auf weltweit 401 Klimaprojekte, darunter 164 Wind- und Solarparks und 237 Dachsolarprojekte auf Amazon-Standorten.

Neben der Umstellung auf HVO investiert Amazon in alternative Treibstoffoptionen, um Diesel und andere fossile Brennstoffe zu ersetzen und unseren Betrieb weiter zu dekarbonisieren. So hat der Konzern beispielsweise eine Vereinbarung mit Plug Power unterzeichnet, um ab 2025 grünen Wasserstoff für unseren Transport- und Gebäudebetrieb zu liefern.

Amazon hat derzeit Tausende von elektrischen Lieferfahrzeugen von Rivian in mehr als 100 Städten und Regionen in den USA, Tausende von elektrischen Lieferwagen, die Pakete an Kunden in Europa ausliefern, und mehrere Partnerschaften für Elektrofahrzeuge in APAC. Darüber hinaus investieren wir über den Climate Pledge Fund 2 Milliarden Dollar in die Entwicklung dekarbonisierender Dienstleistungen und Lösungen.

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