Raspberry Pi-Poster gratis

Raspberry Pi A bis Zero, alle 9 Modelle im Überblick

Seite: 3/4

Firma zum Thema

Raspberry Pi Zero, leistungsstarker Winzling für 4 £

Raspberry Pi Zero für 4 £ (November 2015) ist der kleinste, energieeffizienteste und preiswerteste RPi aller Zeiten und zudem rund 40% leistungsstärker als die übrigen Raspberry-Pi-1-Modelle.

Raspberry Pi Zero basiert auf dem betagten Broadcom-SoC BCM2835; allerdings ist dieser werksseitig von 700 MHz auf bis zu 1GHz Takt getunt. Im Raspberry Pi Zero ist aus Kostengründen alles in Miniaturausführung: Die 40-Pin-Kontaktleiste für den Anschluss externer Geräte ist unbestückt, verfügbar sind nur ein Mini-USB-Datenport, ein Micro-USB-5-V-Anschluss und Mini-HDMI. Es fehlen ein 3,5-mm-Klinkenstecker, ein DSI-Display-Anschluss sowie ein Kameraport (CSI; Camera Serial Interface).

Bildergalerie
Bildergalerie mit 23 Bildern

Raspberry Pi Zero mit Kameramodul

Im Juli 2016 präsentierte die Raspberry Pi Foundation die neue Variante 1.3 des Raspberry Pi Zeros. Diese ist identisch zum Vorgänger, bietet aber wieder eine Kamera-Schnittstelle (CSI; Camera Serial Interface). Allerdings sind die CSI-Anschlüsse kleiner als die der übrigen Raspberry-Pi-Modelle. Bisherige Raspberry-Pi-Kamerakabel können nicht verwendet werden, um die Tag- und Nachtkameramodule anzuschließen.

Nach wie vor ist Raspberry Pi Zero vergriffen. RPi Zero mit Kameraport ist jedoch über den englischen Shop Pimoroni.com erhältlich.

Die Low-Cost-Platine eignet sich wegen der geringen Größe und des minimalen Stromverbrauchs insbesondere für mobile Anwendungen. Interessenten des Raspberry Pi Zeros sollten jedoch nicht nur den günstigen Preis im Blick haben. Benötigt wird etwa ein Stromkabel. Denn es ist nicht empfehlenswert, einen Raspberry Pi via USB-Kabel am Computer oder über eine Powerbank zu betreiben.

Die Spannung bricht hier oft ein, und dies kann die Speicherkarte mit dem Betriebssysem zerstören. Desweiteren wird ein Micro-USB-Adapter und ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Adapter benötigt. Dieses Zubehör kostet natürlich extra. So bietet Pimoroni den „Pi Zero only“ zwar für vier Pfund an, verlangt aber für das „Pi Zero Complete Starter Kit“ bereits 24 Pfund – ohne Stromkabel.

Die technischen Daten des Raspberry Pi Zero auf einen Blick

  • CPU: Broadcom BCM2835 bis 1 GHz Takt (ARM11)
  • RAM: 512 MB LPDDR2-SDRAM, 400 MHz
  • Power: 5 V, über Micro USB; 160 mA, auch bei Anschluss eines HD-Displays.
  • Video: 1080p60 HD-Video Ausgang.
  • unbestücktes Composite Video
  • Audio: Ausgang via mini-HDMI
  • Speicher: MicroSD-Kartenslot.
  • Kontaktleiste: 40 Pin unbestückt; Pinout wie bei den Modellen A+/B+/2B mit 40-Pin-Leiste
  • Maße: 65 mm x 30 mm x 5 mm
  • Kamera-Schnittstelle: nur beim Rasperry Pi Zero ab V. 1.3

Raspberry Pi 3B: erstmals WLAN, Bluetooth und 1,2 GHz Takt

Raspberry Pi 3B (Februar 2016) ist der bisher schnellste RPi dank 64-Bit-Quadcore-SoC und 1,2 GHz Takt. Der eigentliche Quantensprung ist jedoch, dass dieses Raspberry-Pi-Modell erstmals WLAN 802.11b/g/n und Bluetooth Low Energy samt Antenne Platinen-seitig via BCM43438-Combo-Connectivity-Chip bietet. Wer bei den Vorgängern WLAN oder Bluetooth nutzen wollte, benötigte jeweils einen separaten USB-Dongle.

Im Raspberry Pi 3 taktet der leistungsstärkere 64-Bit-Quadcore-SoC BCM2837 (ARM Cortex A53 / ARM-v8-A) mit 1,2 GHz (gegenüber 32 Bit und 900 MHz beim RPi 2). „Durch die Kombination von 33% höherer Taktrate und verschiedenen Architekturerweiterungen bedeutet dies 50 bis 60% Leistungssteigerung im Vergleich zum 32-Bit-Modus des Raspberry Pis 2 und sogar grob gerechnet einen Faktor 10 zum Original-Raspberry Pi“, so die Raspberry Pi Foundation.

Verbessert ist auch der Dual-Core VideoCore IV Multimedia-Coprozessor des BCM2837. Er taktet mit 400 MHz statt 250 MHz bei den Vorgängern und bietet: 1,2 Gpixel/s (1,0 Gpixel/s beim RPI 2B) , 1,8 Gtexel/s (1,5 GTexel/s beim RPI 2B), 29 GFLOPs Shader-Rechendurchsatz (24 GFLOPs beim RPI 2B).

Auch beim Raspberry Pi 3B können alle bisherigen Projekte, basierend auf der Hardware des Raspberry Pi, weitergeführt werden. Raspberry Pi 3 ist aufgrund des neuen SoCs und der Wireless-Funktionen der leistungshungrigste aller RPis.

Das Steckernetzteil muss eine Spannung von 5 V liefern. Die Raspberry Pi Foundation empfiehlt 2,5 A, insbesondere beim Anschluss stromzehrender USB-Geräte wie einer USB-Festplatte. Zudem benötigt Raspberry Pi 3B ein neues Gehäuse, da die Status-LEDs in die andere Platinenecke versetzt wurden, um Platz für die Antenne zu schaffen.

Die Raspberry Pi Foundation adressiert mit dem leistungsfähigeren Modell 3 auch die Industrie – insbesondere das Internet der Dinge – sowie High-End-Anwendungen.

Preisstabilität hat oberste Priorität

Das Nadelöhr in puncto Datentransfer ist auch beim Raspberry Pi 3B USB 2 und 10/100 Ethernet; WLAN wird nicht im aktuellen 802.11ac-Standard unterstützt. Realtime-Clock fehlt auch beim RPi3B. Diese Komponenten nicht auf aktuellen Stand zu bringen, sei Absicht, so die Raspberry Pi Foundation.

Denn der Höchstpreis von rund 45 Euro soll auch beim aktuellen Top-Modell Raspberry Pi 3B nicht überschritten werden. Doch die zum Raspberry Pi 2B unveränderte Speichergröße und -Variante von 1 GB LPDDR2-SDRAM hat noch einen anderen Grund, wie Sie im folgenden Abschnitt lesen können.

Die technischen Daten des Raspberry Pi 3 im Detail:

Broadcom BCM2837 SoC mit ARM Cortex-A53 Quad-Core-Prozessor, 1,2 GHz Takt, BCM43438 Combo Connectivity Device mit 802.11b/g/n Wireless LAN sowie Bluetooth Classic und Bluetooth Low Energy. Der Dual-Core VideoCore IV Multimedia-Coprozessor des BCM2837 bietet:

  • 1,2 Gpixel S / s Fill Rate,
  • 1,8 Gtexel / s der Texturing Rate
  • 29 GFLOPs Shader-Rechendurchsatz
  • OpenGL ES 1.1 / 2.0-Support
  • 1080p60 Hardware Video Dekodierung
  • 1080p30 Hardware-Videocodierung
  • Eine Hardware-Bildsensor-Pipeline

Ansonsten entspricht Raspberry Pi 3 dem Modell Raspberry Pi 2 mit:

  • 40 Pin GPIO (General Purpose Input Output)
  • 4 x USB 2.0
  • 1 x 10/100 Ethernet
  • Full-HD HDMI
  • Kamera-Port (CSI-2)
  • LCD-Port (DSI)
  • 3,5 mm Audio-Buchse und Composite-Video
  • Micro-SD-Kartensteckplatz
  • Micro-USB-Buchse, ausschließlich zur Stromversorgung (mittels externem Steckernetzteil). Das Steckernetzteil muss eine Spannung von 5 V liefern. Die Raspberry Pi Foundation empfiehlt 2,5 A, insbesondere beim Anschluss leistungshungriger USB-Geräte.
  • Maße: 85 mm x 56 mm x 17 mm

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:44262822)

Über den Autor

 Margit Kuther

Margit Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.