„Arduino UNO Q“ ist das erste Dual-Brain-Board von Arduino, das von der „Qualcomm Dragonwing“-Plattform angetrieben wird. Es verbindet High Performance Computing mit Echtzeitsteuerung und ermöglicht, laut Hersteller „KI im Handumdrehen“. Jetzt gehört das Unternehmen dem Halbleiterhersteller.
Qualcomm kauft den Open-Source-Hardware und Software-Produzenten Arduino.
(Bild: Ardino)
Die Akquisition von Arduino durch Qualcomm ermöglicht dem Chip-Produzenten, die eigne Technik mit dem umfangreichen Ökosystem und der Community von dem Open-Source-Hardware- und Software-Unternehmen zu kombinieren. Sowohl Studenten als auch Unternehmern, Tech-Profis, Pädagogen und Enthusiasten sollen die Möglichkeit bekommen, ihre (KI-)Ideen schnell und einfach in die Tat umzusetzen. Die Transaktion beschleunigt die Strategie von Qualcomm Technologies, Entwicklern den Zugang zu seinem unübertroffenen Portfolio an Edge-Technologien und -Produkten zu erleichtern.
So gehört zum übernommenen Portfolio das „Arduino App Lab“, Es ist eine neue, integrierte Entwicklungsumgebung, die sich über Echtzeit-OS, Linux, Python und KI-Flows hinweg eignet und so die Erstellung, den Test und die Bereitstellung von Anwendungen vereinfacht.
Die Strategie
Diese Übernahme baut auf den jüngsten Integrationen von „Edge Impulse“ und „Foundries.io“ auf und unterstreiche das Engagement von Qualcomm, eine umfassende Edge-Plattform zu liefern, die Hardware, Software und Cloud-Services umfasst, so das Unternehmen.
Durch die Kombination der Qualcomm-Technik in den Bereichen Verarbeitung, Grafik, Computer Vision und Künstliche Intelligenz mit der Einfachheit, Erschwinglichkeit und Community von Arduino sei das Unternehmen nun in der Lage, die Produktivität von Entwicklern in verschiedenen Branchen zu steigern. Denn Arduino werde seinen offenen Ansatz und den Community-Gedanken beibehalten und gleichzeitig eine umfassende Plattform für die moderne Entwicklung bereitstellen - mit Arduino UNO Q als erstem Schritt, heißt es. Zu dem quelloffenen Ansatz gehört auch die Unterstützung einer breiten Palette von Mikrocontrollern und Mikroprozessoren von mehreren Halbleiteranbietern.
Der Abschluss dieser Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung und anderer üblicher Abschlussbedingungen. Doch nach dieser Übernahme werden die mehr als 33 Millionen aktiven Nutzer der Arduino-Community Zugang zum leistungsstarken Technologie-Stack von Qualcomm Technologies und zur globalen Reichweite erhalten. Die Nutzer soll die Möglichkeit erhalten, schnell Prototypen zu erstellen und neue Anwendungen zu testen. Dabei wird ihnen ein klarer Weg zur Vermarktung eröffnet, der durch die Techniken und das umfangreiche Partner-Ökosystem von Qualcomm Technologies unterstützt wird.
Die Arduino-Technik
Arduino UNO Q ist ein Einplatinencomputer mit einer 'Dual Brain'-Architektur - einem Linux-Debian-fähigen Mikroprozessor und einem Echtzeit-Mikrocontroller -, der Hochleistungscomputer mit Echtzeitsteuerung verbindet. Er funktioniert mit dem „Qualcomm Dragonwing QRB2210“-Prozessor, auf dem eine vollständige Linux-Umgebung läuft.
UNO Q wurde entwickelt, um KI-gestützte Bild- und Tonlösungen zu ermöglichen, die auf ihre Umgebung reagieren - von anspruchsvollen Smart-Home-Lösungen bis hin zu industriellen Automatisierungssystemen.
Neben der Kompatibilität mit der Arduino IDE und dem UNO-Ökosystem ist UNO Q das erste Arduino-Board, das mit Arduino App Lab arbeitet, der neuen, integrierten Entwicklungsumgebung. Diese erlaubt, die Arduino-Entwicklung über Echtzeit-OS, Linux, Python und KI-Flows hinweg vereinheitlicht zu veröffentlichen, was die Entwicklung einfacher macht und entsprechend beschleunigt.
Aufbau eines umfassenden Portfolios
Die Integration von App Lab in die Edge Impulse-Plattform helfe zudem, den Prozess der Erstellung, Feinabstimmung und Optimierung von KI-Modellen zu rationalisieren und zu beschleunigen, so Qualcomm. Dabei werden Daten aus der realen Welt für eine breite Palette von Funktionen verwendet, wie die Erkennung von Objekten und Menschen, die Erkennung von Anomalien, die Klassifizierung von Bildern, die Erkennung von Umgebungsgeräuschen und das Aufspüren von Schlüsselwörtern.
Fabio Violante, CEO von Arduino, äußert: „Der Zusammenschluss mit Qualcomm Technologies ermöglicht es uns, unser Engagement für Barrierefreiheit und Innovation zu verstärken,“ und setzt hinzu: „Der Start von UNO Q ist nur der Anfang.“
Stand: 08.12.2025
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