Über das Potenzial von Prozessdaten Process Mining bei Energieversorgern
Die Prozesskosten steigen, die Qualität von Produkten und Service sinkt, der Kunde wird im schlimmsten Fall unzufrieden und wechselt den Anbieter. So sieht es bei Energieversorgern aus, die ihre IT-gestützten Prozesse nicht im Griff haben.
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Energieversorger stehen heute einer unüberschaubaren Vielzahl an unternehmensinternen Prozessen gegenüber, die tagtäglich über ihre IT-Systeme abgewickelt werden und deren Komplexität stetig zunimmt. Das betrifft sowohl Abrechnungen, Marktkommunikation und Kundenservice, als auch die gesamte Versorgungskette, wie Smart Grids oder das Nachhaltigkeits-Management.
Aufgrund dieser Entwicklung fällt es immer schwerer, innerhalb der Prozesse ineffektive Vorgänge ausfindig zu machen, die Zeit und vor allem Geld kosten. Um das zu vermeiden, können Energieversorger ihre IT-gestützten Prozesse mittels Process Mining analysieren und damit die nötige Transparenz für eine Optimierung schaffen.
Process Mining wurde zunächst von großen Konzernen im Rahmen ihrer Revision eingesetzt, um Soll- und Ist-Prozesse zu vergleichen und auf diese Weise sicherzustellen, dass Compliance-Vorschriften eingehalten werden. Inzwischen greifen immer häufiger auch mittelständische und kleinere IT-Abteilungen auf Process Mining zurück, um festzustellen, in welcher Weise ihre IT-gestützten Prozesse im Unternehmen gelebt werden.
Mehrwert von Process Mining
Den größten Mehrwert bietet das Process Mining jedoch in den einzelnen Fachabteilungen. Bastian Nominacher, Geschäftsführer der Celonis GmbH, weiß das: „Process Mining wird heute in allen möglichen Unternehmensbereichen eingesetzt, von der Revision über das Accounting bis hin zum Supply Chain Management und dem Kundenservice.“ Celonis bietet Unternehmen ein Server gestütztes Process-Mining-Tool an. Für Nominacher handelt es sich beim Process Mining um eine Grundlagentechnologie für Unternehmen, mit der sie Prozesse beschleunigen, ihre Kosten reduzieren und ihre Qualität erhöhen.

Das Process Mining geht über klassische Analyseverfahren wie etwa SPSS hinaus; denn anstelle von Statistiken werden hier Prozesszusammenhänge verdeutlicht. Durch Process Mining können alle Prozesse analysiert werden, von den Kernprozessen, dazu zählen für Energie-Unternehmen der Kundenservice und die Marktkommunikation, bis hin zu Support-Prozessen wie etwa den Einkauf.
Für diese Visualisierung wird dabei auf die im Unternehmen vorhandenen Datenquellen (ERP, IS-U, Common Layer, CRM) zurückgegriffen. Jeder Prozess, der über ein IT-System läuft, hinterlässt eine digitale Spur, etwa durch Dokumente, die im Prozessverlauf erstellt oder verändert werden oder durch E-Mails, die aus dem CRM System getriggert werden.
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