Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Prea steigt in das Entwicklungsgeschäft ein und baut eines der größten Rechenzentren Berlins. Für das Projekt „Bluestar“ in der Rhinstraße 139 im Berliner Bezirk Lichtenberg ist heute der Startschuss gefallen.
Die Inbetriebnahme des „Bluestar“-Rechenzentrums ist für 2026 geplant. Vermarktung und Positionierung des Projektes am freien Mietmarkt haben begonnen.
(Bild: Prea Group GmbH)
Das Datacenter soll zur Inbetriebnahme eine Leistung von 100 Megawatt (MW) erbringen und eine Aufnahmekapazität von 69,5 MW haben. Damit können rund zehn Millionen Office-Arbeitsplätze mit IT, Software und Daten versorgt werden. Insgesamt umfasst die Datacenter-Entwicklung von Prea 30.000 Quadratmeter flexibel aufteilbare IT-Fläche, die bei Bedarf auch real geteilt werden kann.
Die Inbetriebnahme ist für 2026 geplant und es wird eine Zertifizierung nach „Platin“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt. Vermarktung und Positionierung des Projektes am freien Mietmarkt haben begonnen.
Investor für die rund eine Milliarde Euro Projektvolumen ist das niederländische Family Office Van Caem. Mit der in Kürze erwarteten Baugenehmigung wird bis 2026 ein leistungsstarkes Rechenzentrum errichtet, das sich durch Energie-effiziente Kühlung, Einsatz erneuerbarer Energien und einer sorgfältigen Nutzung der Abwärme auszeichnen soll.
Prea-CIO Gabriel Khodzitski erläutert: „Der Wachstumstrend bei Rechenzentren ist ungebrochen. Insbesondere die Nachfrage nach Cloud-Diensten, der Boom des E-Commerce und des mobilen Arbeitens führen weltweit zu einem massiven Bedarf an IT-Kapazitäten.“
(Bild: Prea Group GmbH)
Gabriel Khodzitski, CEO von PREA, erläutert: „Die Digitalisierung ist einer der Anker der Wettbewerbsfähigkeit. Dieser Trend wird anhalten und da dieser Bedarf nicht über die bereits existierenden Rechenzentren gedeckt werden kann, ergeben sich hier attraktive Investitionsmöglichkeiten für Investoren.“
Das geplante Datacenter „Bluestar“ gliedert sich in vier separate Gebäudeteile mit jeweils vier Geschossen. Die einzelnen Etagen sind auf IT-Leistungen von jeweils vier MW beziehungsweise drei MW in den Erdgeschossen ausgelegt. Zusätzlich entstehen auf dem 56.000 Quadratmeter großen Grundstück ein Energieverwaltungsgebäude und ein Umspannwerk. Über jeweils drei Datenanschlüsse an den einzelnen Gebäudeteilen sind die Rechenzentrumsgebäude miteinander verbunden.
Das von Prea geplante Rechenzentrum kann Hyperscaler aufnehmen oder ermöglicht klassisches Co-Location.
(Bild: Prea Group GmbH)
Damit sind eine interne Redundanz und eine bestmögliche Konnektivität an die externen Datenprovider garantiert. Jedes einzelne Gebäude verfügt zudem über eine separate Stromversorgung und einen Anschluss an das Fernwärmenetz. Damit entspricht das Zentrum im Hinblick auf Redundanz, Ausfallsicherung, Sicherheit und Effizienz ambitionierten Standards.
Der Nachhaltigkeitsgedanke
„Mit ,Bluestar‘ setzen wir neue und benötigte Standards für Datacenter in Deutschland“, sagt Khodzitski. „Bei der Planung haben wir den Fokus auf die Ausschöpfung der maximalen IT-Leistung in Relation zu einem Höchstmaß an Energie- und Kühleffizienz gelegt. 100 Prozent des verwendeten Stroms stammt aus regenerativen Energiequellen.“
Dafür sei Prea eigens eine Kooperation mit Stromnetz Berlin eingegangen. Eine ohnehin effiziente und kostensparende Kühltechnik sei an die Standortbedingungen angepasst worden, wodurch Server und Racks mittels adiabatischer Kühlung auf dem erforderlichen Temperaturniveau gehalten werden. Der Energie-Effizienzwert der Anlage (Power Usage Effectiveness - PUE) liege deutlich unter dem allgemein für Rechenzentren erwarteten Wert von 1,3.
Ein weiteres Herzstück des Rechenzentrums ist die gezielte Nutzung der Abwärme. Diese kann entweder in das Berliner Fernwärmenetz eingespeist oder für die umliegenden Wohn- und Gewerbeeinheiten genutzt werden.
Die Abwärme wird verwertet
„Datacenter erzeugen viel Abwärme. Wir wollen diese möglichst nutzbar machen, um die höchstmögliche ökologische Effizienz sicherzustellen. Unser Projekt kann rund zwei Millionen Quadratmeter Wohn- und Gewerbefläche versorgen. In den kommenden Monaten werden wir entscheiden, ob sie eingespeist oder direkt im Umfeld genutzt werden kann“, sagt Khodzitski. Damit gehöre es zu den wenigen Datacenter (6 Prozent) der DACH-Region, die ihre Abwärme in einer relevanten Größenordnung von 50 bis 100 Prozent zu Heizzwecken zur Verfügung stellen.
Über Prea
Die Prea Group GmbH ist ein Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, das mittels Künstlicher Intelligenz Wertzuwächse im Immobiliensektor schafft. Mit dem inhouse entwickelten Datenanalysesystem „Mercury“ ist das Unternehmen in der Lage, Marktaktivitäten für jede Mikrolage in Deutschland zu messen, zu bewerten und zu prognostizieren.
Das Unternehmen nutzt Erkenntnisse aus mehr als 500 Milliarden relevanten Datenpunkten* für die Beratung von Investor:innen, Eigentümer:innen und Nutzer:innen. Die Beratungsleistung für sämtliche Assetklassen umfasst gewerbliche Transaktionen und Vermietung, Research und Strategieplanung, Finanzierungen und Investitionen, Architektur und Projektentwicklungen.
Entlang des Immobilienzyklus erzeugt Prea mit ihrem Analysesystem ein statistisches Bild unterschiedlicher Zukunftsszenarien und erreicht somit den größten Werthebel unter der Erfüllung soziokultureller, ökologischer und ökonomischer Aspekte. Dieser technische Ansatz kann Mehrwert für Immobilien- und Pensionsfonds, Banken, Versicherungen, Family Offices, Stiftungen und andere Investor:innen unter Einhaltung ihrer Corporate Social Responsibility schaffen.
Seit Gründung hat Prea mit ihren agilen Projektteams, bestehend aus Investment- und Finance Consultants, Data Scientists und -Engineers, Architekt:innen und Projektentwickler:innen ein Projektvolumen von rund 4,7 Milliarden Euro betreut.
Stand: 08.12.2025
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