Mit Unterstützung des IT-Dienstleisters PBU CAD-Systeme automatisiert die Robatech AG, ein führender Hersteller von industriellen Klebstoff-Auftragssystemen, die Angebotserstellung für Sonderanfertigungen. Die Konfiguration im Produktlebenszyklus-Management (PLM) spart Zeit und entlastet die Konstrukteure von Routine-Aufgaben.
Die Robatech AG ist ein international agierender Hersteller von industriellen Klebstoff-Auftragssystemen mit Hauptsitz in Muri (Schweiz). |
(Bild: Robatech AG)
Thomas Hilfiker ist der Verantwortliche für PLM- und CAx-Anwendungen bei der Robatech AG. Er stellt heraus, warum ein Produktlebenszyklus-Management wichtig ist: „Um als exportorientiertes Unternehmen im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, müssen wir mit Funktionalität, Modularität und Qualität punkten – und dabei die Effizienz in unseren Prozessen stetig steigern.“
Über die Robatech AG
Robatech optimiert den industriellen Heißleim- und Kaltleimauftrag mit nachhaltigen und innovativen Klebstoff-Auftragssystemen. Seit 1975 entwickelt und produziert RobatechSteuerungen, Auftragsköpfe, Schmelz- und Dosiersysteme, die Klebeprozesse umweltverträglicher, sicherer und einfacher machen.
Die Robatech-Gruppe mit Hauptsitz im schweizerischen Muri/AG ist in über 80 Ländern vertreten. Mehr als 670 Mitarbeitende weltweit sorgen für die Kundenbetreuung in den unterschiedlichsten Industrien.
Der Aufwand für individuelle Angebote musste sinken
In 92 Ländern an 62 Standorten vertreibt die Robatech AG ihre Systeme für den industriellen Heiß- und Kaltleimauftrag und modifiziert diese nach spezifischen Kundenanforderungen. „Insbesondere bei den Spritzköpfen zur Applizierung des Klebstoffs benötigen Kunden individuelle Lösungen“, so Hilfiker. Doch die Angebotserstellung für solche individuelle Lösungen kostete Konstrukteure viel Zeit.
Heute ermöglicht die Konfiguration des PLM-Systems mit dem PLM-Prozesskonfigurator „Rule Designer“ dem Schweizer Maschinenbauer die Automatisierung von zeitintensiven Routinen und spart damit Ressourcen in der Entwicklung ein. Zuvor jedoch musste der Vertrieb, wenn die Kundenwünsche über Standardkomponenten hinausgingen, die Konstruktionsabteilung am Hauptstandort Muri (Schweiz) kontaktieren, damit diese die benötigten Informationen bereitstellt (siehe: Abbildung 1).
Abbildung 1: Routinen bremsten zuvor die innovative Produktentwicklung aus: Das Bereitstellen von Informationen kostete Konstrukteure zu viel Zeit.
(Bild: PBU CAD-Systeme GmbH)
Hilfiker erläutert: „Hierzu war eine Recherche notwendig beziehungsweise die Neukonstruktion eines 3D-Modells mit der Vergabe von entsprechenden Artikelnummern, der Generierung eines vereinfachten 3D-Modells und einer Maßzeichnung mit den Datenaustauschformaten STEP und PDF sowie eine Preisberechnung. Das alles fand dann Eingang in ein spezifisches Angebot.“
Dieser enorme Zeit- und Arbeitsaufwand für Entwickler mündete zudem nicht zwangsläufig in einem Vertriebserfolg, da auch bei der Robatech AG nicht jede Anfrage zum Verkauf führt. Zusätzlich entstanden teilweise zusätzliche Verzögerungen durch die Zeitverschiebung der weltweit verteilten Standorte. Ganz klar: Es bestand Bedarf, den Prozess zu automatisieren und damit effizienter zu gestalten.
Hin zur Prozessautomatisierung
Nun erfolgt der Zugriff auf die Informationen zu Standardkomponenten über ein selbst programmiertes Web-Portal, welches auf die Konstruktionsdaten im bestehenden PLM-System „CIM Database“ zugreift. Dazu kommt eine neue, nutzerfreundliche Anwendung im Web-Portal. Diese ermöglicht den Vertriebsmitarbeitenden weltweit, in Eigenregie einfach und schnell auf spezifische Kundenanforderungen zu reagieren.
Abbildung 2: Über die Web-Portal-Anwendung „Application Head Configurator“ können Vertriebsmitarbeiter die individuellen Anforderungen der Kunden menügeführt eingeben.
(Bild: Robatech AG)
Das Ziel der Anwendung ist es, die die Arbeitsschritte der Entwickler im PLM-System und in der zur Konstruktion genutzten 3D-CAD-Software „Solid Edge“ von Siemens zu übernehmen. Soweit die Überlegung. Das Problem bestand darin, dass as bestehende PLM-System zwar über Produktkonfigurationsfunktionen verfügte, die Anbindungsmöglichkeiten an Solid Edge waren jedoch nicht ausreichend, um den Prozess komplett zu automatisieren.
An dieser Stelle kam die PBU CAD-Systeme GmbH ins Spiel , die vom Robatech-CAD-Partnerunternehmen empfohlen wurde. Das Unternehmen bietet in der DACH-Region exklusiv die PLM-Software „Rule Designer“ an.
Abbildung 3: Durch die Prozesskonfiguration erhalten Vertriebsmitarbeiter die angefragten Informationen nach etwa zwei Minuten ohne Einbindung der Konstruktionsabteilung. |
(Bild: Robatech AG)
Diese Software bietet die Möglichkeit, Produktdaten zu verwalten und zu verarbeiten, Prozesse und Workflows zu automatisieren und kann in gängige CAD-Systeme tiefgreifend eingegliedert werden. Als Siemens-Platin-Partner und mit über 25 Jahren Erfahrung mit Solid Edge unterstützte PBU CAD-Systeme die Robatech AG bei der Programmierung und Integration der neuen Anwendung, dem „Application Head Configurator“.
Abbildung 4: Keine Konstrukteure beteiligt: Mit der Konfiguration des PLM-Systems und der CAD-Software Solid Edge dauert die automatisierte Informationsausgabe durchschnittlich nur zwei Minuten. |
(Bild: PBU CAD-Systeme GmbH)
Die Vertriebsmitarbeitenden können hierüber die vom Kunden gewünschten Parameter für den Spritzkopf menügeführt eingeben. Alles weitere passiert dann automatisiert:
Zuerst klassifiziert das PLM-System CIM-Database die Produkte und speichert entsprechende Modelle und Dokumente.
Anschließend entnimmt Rule Designer die Klassifikation, erstellt auf deren Basis 3D-Modelle in Solid Edge und legt diese erneut im PLM-System ab.
Das Web-Portal kann nun wieder auf die Daten zugreifen und liefert die gewünschten 3D-Modelle sowie die zugehörigen Produktinformationen in den dafür üblichen Datenformaten STEP und PDF.
Die Dauer für eine solche Abfrage liegt bei etwa zwei Minuten – ohne, dass ein Konstrukteur oder Techniker involviert ist. Der Effekt: Indem Routine-Aufgaben für die Konstruktionsabteilung wegfallen, bleibt mehr Zeit für die Entwicklung neuer Produkte. Zudem wird die Wartezeit für Kunden und Interessenten verkürzt.
Abbildung 5: Thomas Hilfiker ist der Verantwortliche für PLM- und CAx-Anwendungen bei der Robatech AG.
(Bild: Robatech AG)
Hilfiker berichtet von der Schnelligkeit bei der Umsetzung: „Wir sind bei PBU CAD-Systeme auf großes Fachwissen im Umgang mit Rule Designer gestoßen. Für die Umsetzung hatten wir zwanzig Tage veranschlagt, konnten aber bereits nach acht Tagen das Projekt abschließen.“ Er setzt hinzu: „Gewünschte nachträgliche Funktionserweiterungen konnten binnen Wochenfrist umgesetzt werden.“
Stand: 08.12.2025
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Lob für den Dienstleister und die Software
So installierte die PBU CAD-Systeme Rule Designer gemeinsam mit Solid Edge auf einem dedizierten Server. Das ermöglicht, bis zu acht Instanzen der Web-Anwendung gleichzeitig aufzurufen.
Der Robatech-Manager lobt aber auch die Software selbst: Die objektorientierte Programmierung von Rule Designer in einer Baumstruktur erleichtere die Konfiguration: „Im direkten Vergleich zur Programmierung in unserem vorhandenen PLM-System, welches die Programmiersprache Python verwendet, ist die Programmierung in Rule Designer intuitiver und schneller. Außerdem ist der Befehlssatz der API viel umfangreicher.“
Die Web-basierende Architektur von Rule Designer vereinfache zudem den Datenaustausch zwischen dem Web-Portal und dem PLM-System CIM Database und erfolgt mittels REST-Schnittstelle (Representational State Transfer) über das HTTP-Protokoll.
Weiter geht's
Konfigurationen für weitere Produktfamilien befinden sich schon in der Umsetzung. „Unsere positiven Erfahrungen mit Rule Designer haben uns ermutigt, darüber nachzudenken, wie selbst vollwertige Modellierungen in der Variantenkonstruktion automatisiert werden können. Dies wäre eine weitere Entlastung unserer Konstruktionsabteilung von Routineaufgaben und würde unsere Effizienz steigern“, so Hilfiker. „Auch dabei setzen wir auf die Expertise und Unterstützung von PBU CAD-Systeme.“
*Der Autor Hasan Anac ist Geschäftsführer der PBU CAD-Systeme GmbH.
Bildquelle: PBU CAD-Systeme GmbH
Über die PBU CAD-Systeme GmbH
Die PBU CAD-Systeme GmbH ist ein IT-Dienstleister und Software-Anbieter für die fertigende Industrie im DACH-Raum. Mit über 25 Jahren Erfahrung im Maschinen-, Sondermaschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau, Form- und Werkzeugbau sowie der Metall- und Stahlverarbeitung unterstützt der IT-Dienstleister mit Sitz in Friedberg (Bayern) Unternehmen bei der Digitalisierung.
Als langjähriger Platin-Partner von Siemens Digital Industries Software vertreibt PBU CAD-Systeme Komplettangebote von CAD über CAE und CAM bis hin zu PDM, PLM und Prozesskonfiguration und bietet begleitende Dienstleistungen wie Software-Integration und Administration sowie Analyse, Beratung und Schulung an.Die PBU CAD-Systeme GmbH ist Teil der Var Group, einem internationalen Anbieter digitaler Dienstleistungen und IT-Lösungen mit über 3.850 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 823 Millionen Euro (2024).
Bildnachweis: PBU CAD-Systeme GmbH
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Bildunterschrift: Über die Webportal-Anwendung „Application Head Configurator“ können Vertriebsmitarbeiter die individuellen Anforderungen der Kunden menügeführt eingeben.
Bildnachweis: Robatech AG
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Bildunterschrift: Durch die Prozesskonfiguration erhalten Vertriebsmitarbeiter die angefragten
Informationen nach etwa zwei Minuten ohne Einbindung der Konstruktionsabteilung.
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Bildunterschrift: Thomas Hilfiker, Verantwortlicher für PLM- und CAx-Anwendungen bei der
Robatech AG.
Bildnachweis: Robatech AG
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Bildunterschrift: Die Robatech AG ist ein international agierender Hersteller von industriellen
Klebstoff-Auftragssystemen mit Hauptsitz in Muri (Schweiz).