Cisco „State of Industrial Networking Report“ OT-Sicherheit muss priorisiert werden

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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OT und IT rücken immer näher zusammen. Dadurch werden die Industrie-Anlagen anfälliger für Cyber-Angriffe. Im ersten „State of Industrial Networking Report“ hat Cisco unter anderem aufgeschlüsselt, dass in Deutschland das Thema bislang unterschätzt wurde.

OT und IT vernetzen sich immer mehr. Da die industriellen Anlangen dadurch leichter angreifbar werden, sollten OT-Verantwortliche die Cyberabwehr priorisieren.(Bild:  elenabsl - stock.adobe.com)
OT und IT vernetzen sich immer mehr. Da die industriellen Anlangen dadurch leichter angreifbar werden, sollten OT-Verantwortliche die Cyberabwehr priorisieren.
(Bild: elenabsl - stock.adobe.com)

Die von Cisco befragten CIOs werden sich zunehmend bewusst, dass die größten Schwachstellen in ihrer betrieblichen Infrastruktur liegen. Die Einhaltung entsprechender Cyber-Sicherheitsvorschriften in der OT halten demnach 85 Prozent der OT-Verantwortlichen für „sehr oder äußerst“ wichtig. Vorteile soll 92 Prozent zufolge eine einheitliche Cyber-Sicherheitslösung für OT- und IT-Netzwerke haben. Dazu zählen:

  • höhere Cyber-Sicherheit (Deutschland: 46 Prozent, global: 39 Prozent)
  • bessere Effizienz (Deutschland: 24 Prozent, global: 32 Prozent)
  • mehr Möglichkeiten zum Monitoring (Deutschland: 35 Prozent, global 29 Prozent)

Doch trotz der offensichtlichen Vorteile arbeiten die OT- und IT-Teams von immerhin 39 Prozent der befragten Unternehmen nicht miteinander, sondern sind unabhängig aufgestellt. Diese fehlende Zusammenarbeit sehen die Studienteilnehmer mit 42 Prozent als größte Herausforderung für den optimalen Betrieb der OT-Infrastruktur, obwohl sich die erforderlichen Technologien und Kenntnisse zunehmend überschneiden. „Hier könnten Trainings für ein besseres gegenseitiges Verständnis und Miteinander sorgen“, schlägt Sven Barten, Enterprise Networking Lead bei Cisco Deutschland, vor.

Investitionen und Fortschritt

Innerhalb der OT-Infrastrukturen wird derzeit am meisten in KI-fähige Geräte (38 Prozent) und Cloud Computing (33 Prozent) investiert. Cybersecurity liegt mit 25 Prozent nur auf dem fünften Platz.

„Während hierzulande die OT-Sicherheit bisher nicht genügend Aufmerksamkeit erhalten hat, dürfte sich das in den kommenden Monaten ändern“, prognostiziert Barten. Denn bei den Investitionsplanungen steht sie inzwischen mit 41 Prozent auf Platz eins vor KI (40 Prozent). Im vergangenen Jahr hatte gut die Hälfte (51 Prozent) der Befragten das OT-Budget erhöht; 26 Prozent hatten es jedoch zurückgefahren.

Den größten Einfluss auf industrielle Netzwerke wird 48 Prozent der OT-Entscheider zufolge in den kommenden fünf Jahren die Künstliche Intelligenz haben. Sie soll bei der Automatisierung von Aufgaben, der Verbesserung der Netzwerkleistung und der Bereitstellung von Vorhersagen durch Datenauswertung unterstützen. 54 Prozent der CIOs erwarten ein verbessertes Netzwerkmanagement für IT und OT durch KI. Ebenso kann sie zur Abwehr von Cyber-Angriffen eingesetzt werden.

Über die Studie

Der „Cisco 2024 State of Industrial Networking Report“ basiert auf einer weltweiten Umfrage unter 1.030 Entscheidungsträgern, die von Cisco in Zusammenarbeit mit Sapio Research erhoben wurde. Die Befragten stammen aus 17 Ländern und 20 Branchen, darunter Fertigung, Transport/Logistik, Energie/Versorgung und weitere Sektoren, die OT stark nutzen. Sie sind bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Dollar tätig.

Wenn nicht explizit erwähnt, stammen die im Text genannten Prozentzahlen von den 100 deutschen Befragten.

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