Digital souverän Open-Source-Kompetenz für die Berliner Verwaltung

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Berlin bekommt ein Open-Source-Kompetenzzentrum. CDO Martina­ Klement und Anne Lolas, stellvertretende Vorständin des ITDZ ­Berlin, haben die Beratungsstelle offiziell eingeweiht.

Martina Klement (l.) und Anne Lolas bei der offiziellen Eröffnung des Open-Source-Kompetenzzentrums.(©  ITDZ Berlin)
Martina Klement (l.) und Anne Lolas bei der offiziellen Eröffnung des Open-Source-Kompetenzzentrums.
(© ITDZ Berlin)

Im Rahmen der diesjährigen „Smart Country Convention“ haben Berlins CDO Martina Klement und Anne Lolas vom IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) den Startschuss für das neue Open-Source-Kompetenzzentrum – kurz: OSK – gegeben. Das OSK soll als Ser­vice-Angebot für das Land Berlin dienen und ist Teil der Open-Source-Strategie des Senats.

Der Name gibt das Ziel klar vor: Die Nutzung quelloffener Software in der Berliner Verwaltung soll gefördert werden – um langfristig die digitale Souveränität zu verbessern. Die Beratungsdienste des OSK können alle Behörden und Organisationen der Berliner Verwaltung nutzen.

„Durch das neue Open-Source-Kompetenzzentrum öffnen wir nicht nur Türen zu neuer Software, sondern auch Türen zu mehr Transparenz, Innovation und Zusammenarbeit“, sagt Klement. „Gleichzeitig schaffen wir Chancen für unsere Berliner Verwaltung, Kosten zu senken, unabhängiger von Softwareanbietern zu werden und die Sicherheit unserer IT-Systeme zu erhöhen. Gemeinsam gestalten wir eine digitale Zukunft, die für alle offen und zugänglich ist, während wir die Effizienz und Nachhaltigkeit unserer Verwaltung stärken.“

Das Kompetenzzentrum ist beim ITDZ angesiedelt und soll bis Ende 2024 aufgebaut werden. Auch eine Roadshow wird es parallel zum Aufbau geben. Die Aufgaben und das Selbstverständnis des OSK umschreibt das ITDZ folgendermaßen:

Das Open Source Kompetenzzentrum im ITDZ Berlin

  • ist der zentrale Open-Source-Kompetenzpool für die Berliner Verwaltung.
  • ist Anlauf- und Beratungsstelle für Fragen zu Einführung und Einsatz von Open-Source-Lösungen.
  • bietet technische Unterstützung durch Bereitstellung einer Testumgebung für Open-Source-­Lösungen.
  • bündelt das Know-how von Akteurinnen und Akteuren im Open-Source-Ökosystem (Länder, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) zur Nutzung von Ressourcen, Förderung von Innovationen und einer effektiven Nachnutzung vorhandener Lösungen.
  • schafft Synergien zwischen vorhandenem IT-Know-how des ­ITDZ Berlin und dem Einsatz von Open Source im Land Berlin.­
  • beschleunigt die Bereitstellung von digitalen Verwaltungsanwendungen.
  • fördert die digitale Souveränität des Landes.

„Als zentraler IT-Dienstleister des Landes Berlin verstehen wir die Vorteile und Chancen von Open Source und nutzen es deshalb bereits erfolgreich in vielen Einsatzbereichen: Ob für das Termin-Management-System in den Bürgerämtern oder für mehr als 75 Prozent der Server- und Datenbank­infrastruktur in unseren Rechenzentren“, erläutert Lolas. „Durch den Aufbau eines Open-Source-Kompetenzzentrums im ITDZ Berlin bündeln wir unser Know-how und geben es gezielt an unsere Kundinnen und Kunden weiter. Die Berliner Verwaltung profitiert von einem zentralen Kompetenzpool mit zielgenauen Beratungs- und Service-Angeboten für digital souveräne IT-Lösungen.“

Diesen Beitrag hat DataCenter-Insider vom Schwesterportal eGovernment Computing übernommen.

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