Leistungsstarke Grafik bei der Desktop-Virtualisierung

Nvidia und VMware beseitigen VDI-Pferdefuß

| Redakteur: Ulrike Ostler

Nvidia Grid unterstützt virtuelle Destop Infratrukturen (VDI) von Citrix und VMware
Nvidia Grid unterstützt virtuelle Destop Infratrukturen (VDI) von Citrix und VMware (Bild: Nvidia)

Grafikintensives Arbeiten gilt bislang als Pferdefuß in der Desktop-Virtualisierung. Mit „Nvidia Grid vGPU“ lässt sich das Problem angehen. Nun können aller Nutzer von „VMware Horizon 6“ und „vSphere 6“ von den Vorteilen eines remote-Zugriffs bei Grafik-Applikationen profitieren.

Mehr als 300 Kunden konnten sich in den vergangenen fünf Monaten bereits im Rahmen eines „Early Access“-Programms von den Produktivitätssteigerungen durch virtualisierte Remote-Grafik überzeugen. Die Firmen hatten Zugang zur Grid-vGPU-Technik, die GPUs in Rechenzentren auf mehrere Anwender aufteilt und damit eine höhere Dichte und Skalierbarkeit schafft.

Das auf der VMworld im August 2014 gestartete Early-Access-Programm von VMware und Nvidia umfasste eine Vielzahl unterschiedlicher Kunden aus dem Enterprise- und Öffentlichkeitssektor sowie aus Bildungsstätten. Unter ihnen sind die University of Southern California und die Villanova University, globale Architekturbüros wie AECOM, CH2MHILL, Populous und STV, Inc sowie der Verteidigungs- und Weltraumsystem-Anbieter Raytheon.

Die Resonanz der Kunden habe gezeigt, dass die Desktop-Virtualisierung mit Nvidia vGPU unter VMware Horizon 6 mit vSphere erheblich profitiere: Sie werde um umfangreiche Grafikleistung, höhere Sicherheit für sensible Daten, skalierbare Leistung und Kosteneffizienz erweitert, teilen die Anbieter mit.

Die Grafikvirtualisierung unter VMware Horizon 6 und vSphere bietet

  • die Möglichkeit für Designer, Architekten und Ingenieure, anspruchsvolle, grafikintensive Applikationen in virtualisierten Umgebungen zu betreiben – mit professionellen Grafiklösungen und zertifizierten Anwendungstreibern von Nvidia.
  • Flexibilität für IT-Abteilungen: Unterstützung von bis zu 96 Nutzern auf einem einzelnen Industrie-Standard-Servern
  • kosteneffektive, virtualisierte Grafik für Anwender, die nicht maximale GPU-Leistung benötigen, aber deren Applikationen von GPU-Beschleunigung profitieren
  • Unterstützung von Endanwendern für ein umfassendes, grafisch forderndes Windows in 2D, 3D sowie Grafikanwendungen mit einer Vielzahl von Medien auf nahezu jedem Gerät durch den Einsatz von VMware Horizon 6. Somit erhalten Remote- und mobile Anwender volle Workstation-Leistung, selbst über Netzwerke mit hohen Latenzen.

Im Anschluss an die Early-Access-Initiative starten Nvidia und VMware ihr „Direct-Access-Programm“. Es gewährleistet Unternehmen eine schnelle Integration von VMware Horizon 6 und vSphere 6 zusammen mit der Grid-vGPU-Technologie. Die Unternehmen bieten zudem Rat und Tat sowie technischen Support an.

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Direct-Access-Programm für Enterprise-Kunden

Jeff Brown, Vice President und General Manager of Professional Visualization and Design bei Nvidia. „Grid vGPU setzt das Versprechen von virtualisierten Desktops um, indem es die beste Grafikleistung im Zusammenspiel mit der führenden Virtualisierungsplattform anbietet. So entstehen völlig neue Anwendungsszenarien in der Desktop-Virtualisierung.“ Das Zusammenspiel mit XenDesktop funktioniert schon seit dem Frühjahr 2013.

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Zahlreiche Vorteile für Unternehmen

VMware ist allerdings mit weltweit mehr als 500.000 Kunden führend bei der Virtualisierung. Nvidia wiederum gilt als führender Visual-Computing-Anbieter mit mehr als zwölf Millionen professionellen Anwendern und 300 professionellen Applikationen, welche von dem Hersteller zertifiziert und durch dessen Technologien beschleunigt sind. Zudem vermarkten mehr als 20 führende Anbieter von Enterprise-Systemen Server auf Nvidia-Grid-Basis, darunter Cisco, Dell, HP und Lenovo.

Grid vGPUs von Nvidia erlauben auchCAD-CAM-Anwendungen in VDI-Umgebungen.
Grid vGPUs von Nvidia erlauben auchCAD-CAM-Anwendungen in VDI-Umgebungen. (Bild: Nvidia)

Roy Illsley, Principal Analyst bei Ovum, sagt: „Ovum glaubt, dass Nvidia Grid vGPU mit VMware Horizon und vSphere für Wachstum im Virtualisierungsmarkt sorgt und die Einführung dieser in Unternehmen 2015 beschleunigt.“ Der Einsatz von anspruchsvoller 3D-Grafik auf virtuellen Desktops sei eine Hürde für manche Organisationen gewesen, da das Anwendererlebnis unzureichend gewesen sei.

Positive Kunden-Reaktionen

Wesley Struble, CAD System Administrator, North American Information Technology Services, DENSO International America, Inc., gehört zu den Unternehmen, die die Technik schon ausprobiert haben: „Unsere Tests zeigen, dass VMware Horizon mit Nvidia Grid High-End-Desktop-Grafik bietet, um CAD-Applikationen auf VDIs zu unterstützen. Das war eine der letzten Hürden, um ein komplettes VDI-Ökosystem anzubieten. Neben traditioneller Argumente für VDI-Lösungen wie Gesamtbetriebskosten, Sicherheit und Handhabung, profitieren wir auch in unseren spezifischen Arbeitsprozessen.“

Aivars Apsite, Technology Strategistbei Metro Health, bestätigt den positiven Eindruck: „Wir erwarten für die nahe Zukunft, dass 40 bis 60 Prozent der Nutzer innerhalb der Gesundheitsindustrie Applikationen verwenden, die Grid vGPU benötigen. Nvidia und VMware erlauben es, eine Nvidia-Grid-Karte dynamisch über einen Applikationsmix aufzuteilen. Dieser Mix fordert wiederrum vGPUs auf allen auf einem Server laufenden VMware-Horizon-6-Sessions an. Dies bedeutet niedrigere Gesamtbetriebskosten und neue Möglichkeiten der Kostenersparnis.“

Mehr zur VMware-Nvidia-Kombi

Nvidia, VMware und ihre Kunden bieten während der jährlich stattfindenden GPU Technology Conference (GTC), vom 17. bis 20. März in San Jose, Kalifornien, ausführliche Fallstudien, technische Trainings und Produktdemonstrationen zu Nvidia Grid vGPU unter VMware Horizon 6 und VMware vSphere 6 an.

Die allgemeine Verfügbarkeit der Lösungen wird später im laufenden Quartal erwartet.

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