Investitionsoffensive für Hochleistungsrechenzentren NTT Global Data Centers skaliert Gigawatt-Datacenter für KI-Lasten

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

NTT Global Data Centers bündelt ein Investitionsprogramm von fast einem Gigawatt in sieben Märkten. Neue Megawatt-Campus in den USA, Europa und Asien bereiten die Infrastruktur auf KI-Cluster mit bis zu 100 Kilowatt pro Rack vor.

Der US-Campus von NTT Global Data Centers wächst zum Gigawatt-Cluster heran: Weitere Standorte in Europa und Asien folgen.(Bild:  NTT Global Data Centres)
Der US-Campus von NTT Global Data Centers wächst zum Gigawatt-Cluster heran: Weitere Standorte in Europa und Asien folgen.
(Bild: NTT Global Data Centres)

NTT Global Data Centers, Teil von NTT Data, legt ein global abgestimmtes Ausbauprogramm für Rechenzentren auf. Der Betreiber plant knapp ein Gigawatt zusätzliche Kapazität in sieben strategischen Märkten in Nordamerika, Europa und Asien.

In den USA wächst der Campus in Hillsboro bei Portland auf rund 350 Megawatt (MW), der Standort Mesa im Großraum Phoenix kommt auf mehr als 300 MW geplanter Leistung. Weitere Entwicklungscluster entstehen in Mailand, Paris, Indien und im japanischen Tochigi. Insgesamt betreibt NTT mehr als 160 Rechenzentren in über 20 Ländern.

Campus-Design für hohe Leistungsdichte

Treiber der Investitionen sind Workloads auf Basis von Künstlicher Intelligenz KI und Hochleistungsrechnen. Klassische Enterprise-Racks mit 5 bis 15 Kilowatt (kW) weichen Designs, die 60 bis 100 kW und mehr pro Rack vorsehen.

NTT passt dafür elektrische Infrastruktur, Trassenführung und Bauweise an und setzt verstärkt auf direkte Flüssigkühlung sowie modulare Energieräume. In den USA hat der Betreiber bereits über 100 MW hochdichter Flächen mit entsprechenden Kühl- und Versorgungsstrukturen in Betrieb genommen.

KI-getriebene Bauprozesse und Partnernetzwerk

Die Gigawatt-Strategie stützt sich auf global standardisierte Campus-Layouts, die sich für lokale Vorgaben und Kundenprofile anpassen lassen. NTT nutzt eigene KI-Werkzeuge auf den Baustellen, um Baufortschritte per Bildanalyse zu verfolgen, Terminrisiken früh zu erkennen und modulare Vorfertigung in Regionen mit Fachkräftemangel besser zu planen.

Parallel bindet der Betreiber ein enges Partnernetzwerk ein: Cummins liefert Generatoranlagen, Schneider Electric steuert Software für Energie- und Gebäude-Management, Johnson Controls verantwortet große Teile der Kälteversorgung, weitere Partner stellen vorab gefertigte elektrische Module und Verteiltechnik bereit.

Nachhaltigkeit als feste Planungsgröße

Der Ausbau orientiert sich an einem konzernweiten Zielpfad bis Netto-Null-Emissionen im Jahr 2040 über die Emissionskategorien Scope 1 bis 3. Im Geschäftsjahr 2023 senkte NTT Global Data Centers die eigenen Emissionen laut Bericht um rund 25 Prozent, der Anteil erneuerbarer Energien stieg auf über 50 Prozent. Ein Schwerpunkt liegt auf luftgekühlten Chiller-Konzepten ohne Verdunstung, optimierten PUE-Werten und der Dekarbonisierung der Lieferkette.

(ID:50638241)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung