Der Schritt in die Cloud würde die Dinge einfacher machen, hofften viele Unternehmen. Doch mit der Realität kommt die Ernüchterung: IT-Umgebungen werden dadurch oft so komplex, dass IT-Abteilungen den Überblick verlieren. Die Kosten können dann rasch außer Kontrolle geraten. Wie muss sich das IT Asset Management (ITAM) ändern, um den Kontrollverlust zu verhindern?
Fliegt das Geld nur zum Fenster 'raus oder ist es gut in den diversen Clouds angelegt. Mit einem Multicloud-fähigen IT Asset Management, wüsste man es.
(Bild: kristinblack - stock.adobe.com)
In Multicloud-Umgebungen steht die Sichtbarkeit im Fokus. Sie ist der Schlüssel, um die operativen und finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Firmen brauchen transparente Informationen, wie sie ihre Cloud-Ressourcen nutzen und welche Ausgaben damit verbunden sind. Nutzung, Performance, Compliance – hier liegen Kosten versteckt, die es zu vermeiden gilt. IT-Führungskräfte sind sich dieser Tatsache bewusst, zeigt eine globale Studie der Enterprise Management Association (EMA).
Auf die Frage: 'Können Sie abschätzen, wie viel bei der Nutzung von öffentlichen und privaten Cloud-Ressourcen verschwendet wird', tippte fast die Hälfte der Befragten auf zehn bis 25 Prozent der gesamten Cloud-Ausgaben.
IT Asset Management (ITAM) kann die notwendige Sichtbarkeit in die IT-Ressourcen eines Unternehmens bringen. Mit den richtigen Werkzeugen und Prozessen ermöglicht es einen klaren Einblick und hilft die IT-Ausstattung über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu verwalten – von der Beschaffung bis zur Entsorgung. Während jedoch früher der Schwerpunkt auf Audits und der Einhaltung von Lizenzbedingungen lag, gewinnen heute andere Aspekte an Bedeutung.
Die Herausforderung der Multicloud
Transparenz und Kostenkontrolle stehen im Mittelpunkt, besonders mit Blick auf Cloud- und Software-Ausgaben, welche auf der Führungsebene für Diskussionen sorgen. ITAM kann dazu wertvolle Daten liefern – mit ihnen lassen sich Kosten optimieren und fundierte Entscheidungen treffen.
In der EMA-Studie gaben 62 Prozent der befragten IT-Führungskräfte an, dass IT-Ressourcen-Management in ihrem Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es geht um weit mehr als Compliance und Audits: ITAM ist heute ein strategisches Werkzeug. Dank ihm haben die Verantwortlichen die Kosten im Griff und können das volle Potenzial der IT-Assets ausschöpfen.
Die meisten Firmen setzen sowohl On-Premises-Systeme als auch Cloud Services verschiedener Anbieter ein. Dadurch sind IT-Assets in hybriden Multicloud-Umgebungen verteilt, die durch die Vielfalt der Dienste immer komplexer werden (siehe: eBook „Das Rechenzentrum zwischen Cloud und Edge“. Besonders virtuelle Assets sind schwer zu identifizieren und zu verfolgen, da sie sich dynamisch verändern.
eBook: Das Rechenzentrum zwischen Cloud und Edge
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Die digitale Transformation verlagert den Fokus auf den Netzwerkrand. Bis 2025 könnten 150 Milliarden Endgeräte vernetzt sein, wodurch Echtzeit-Datenverarbeitung an Bedeutung gewinnt.
Mit einer prognostizierten Vernetzung von 150 Milliarden Geräten bis zum Jahr 2025 stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Daten nahezu in Echtzeit zu verarbeiten. Diese Veränderung verlangt eine Neuausrichtung in der Art und Weise, wie wir Technologien nutzen und Daten verwalten.
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Hinzu kommt, dass Fachabteilungen eigenständig Cloud Services buchen, ohne die IT-Abteilung einzubinden. Die ITAM-Teams kämpfen heute damit, am Laufenden zu bleiben: Sie müssen die beiden Welten – Cloud und On-Premises – überwachen und die unterschiedlichen Lizenzmodelle genau kennen. Pay-as-You-Go-Modelle erschweren es zusätzlich, Kosten zu kalkulieren und nachzuverfolgen, da niemand so genau weiß, wer wann welchen Dienst tatsächlich nutzt.
Zusammenführen statt isolieren: der ganzheitliche ITAM-Ansatz
Um in einer derart vernetzten Welt alle IT-Assets beaufsichtigen zu können, muss ITAM strategisch ausgerichtet sein und ganzheitlich „denken“. Ziel ist es, Effizienz, Qualität und Agilität der IT-Infrastruktur zu steigern, weshalb der komplette Lebenszyklus aller IT-Vermögenswerte abgedeckt werden muss. Dafür braucht das ITAM-Team sowohl geeignete Tools als auch umfassend gedachte Prozesse.
Unternehmen müssen Bestehendes in Frage stellen.
Wie zum Beispiel läuft es ab, wenn eine neue Software beantragt werden soll?
Wer genehmigt den Antrag und wer bestellt die Applikation?
Wird sie lokal oder in der Cloud bereitgestellt?
Wer kümmert sich um die richtige Lizenzierung und Compliance?
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter ausscheidet?
Häufig sind für unterschiedliche Phasen im Lebenszyklus eines Assets verschiedene Abteilungen zuständig. Die eine beschafft, die andere stellt bereit, die nächste inventarisiert und das Lizenz-Management fällt wieder auf jemanden anderen zurück. Damit nicht genug: Es kann sein, dass jede Abteilung dafür ein eigenes Verwaltungs-Tool besitzt.
Der ganzheitliche ITAM-Ansatz besteht darauf, dass Firmen ihre IT-Assets nicht isoliert betrachten, sondern die gesamte IT-Landschaft in den Blick nehmen. Es vereint alle Asset-Management-Systeme unter einer einheitlichen Plattform, denn Ressourcen-Management muss in der Lage sein, die verschiedenen Cloud-Umgebungen, On-Premises-Systeme und Hybrid-Infrastrukturen zu erfassen und zu verwalten. Die Systeme müssen Daten austauschen und nahtlos zusammenarbeiten, wodurch alle IT-Assets transparent werden, unabhängig von ihrem Standort oder der genutzten Technologie.
Expertenwissen gegen die Multicloud-Kostenfalle
Bestehendes kritisch zu betrachten wäre angeraten. Aber dazu fehlt oft die Zeit oder auch das Knowhow, das einen mit frischem Blick auf Prozesse schauen lässt. Manchmal ist man auch „betriebsblind“, sieht nicht, wo man ansetzen könnte.
Stand: 08.12.2025
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In diesen Fällen profitieren Unternehmen von Evaluationen externer Anbieter. Die ITAM-Spezialisten wissen, wo sie suchen und ansetzen müssen. Sie helfen IT-Umgebungen zu analysieren, Schwachstellen zu identifizieren und Optimierungspotenziale aufzudecken. Aufgrund ihrer Expertise können diese externen Berater Firmen bei der Entwicklung einer ganzheitlichen ITAM-Strategie kompetent betreuen und sie bei der Implementierung neuer Prozesse und Tools begleiten. Sie wissen um die Multicloud-Kostenfalle und sehen es als ihre Aufgabe, die Effizienz von IT-Infrastrukturen zu steigern.
Fehlt einem Unternehmen das Fachpersonal dafür, das IT-Ressourcen-Management einer Multicloud-Infrastruktur zu stemmen, sind Managed Services eine Option. Managed Services bieten eine umfassende Unterstützung in allen Phasen des IT Asset Lifecycle - von der Beschaffung und Inventarisierung über die Lizenzverwaltung bis hin zum IT-Asset-Tracking und -Reporting übernehmen die Dienstleister die Verantwortung für das ITAM. Sie sorgen für eine kontinuierliche Überwachung der IT-Umgebungen, optimieren die Kostenstrukturen und unterstützen Firmen dabei, ihre Multicloud-Strategien erfolgreich umzusetzen.
Cloud und On-Premises ganzheitlich betrachten
ITAM spielt eine entscheidende Rolle, um den Herausforderungen der Multicloud zu begegnen. Wird es ganzheitlich gedacht und berücksichtigt es die gesamte IT-Landschaft, ermöglicht es Unternehmen Kostenkontrolle und Transparenz.
Voraussetzung dafür ist, dass das IT-Ressourcen-Management in die Geschäftsstrategie integriert ist und den kompletten Lebenszyklus der IT-Vermögenswerte abdeckt. Indem es verschiedene Abteilungen und Tools unter einer einheitlichen Plattform integriert, kann ITAM Datensilos vermeiden und Prozesse beschleunigen.
Wer einen Blick von außen schätzt, sollte externe Evaluationsdienstleister und Managed Services in Erwägung ziehen: ITAM-Spezialisten stellen Unternehmen das ganzheitliche Ressourcen-Management auf und betreuen es auch. Damit helfen sie, die Multicloud-Kostenfalle zu umgehen und machen die Dinge tatsächlich – einfacher.
*Der Autor Drazen Vukadin ist Regional Growth Leader bei Softwareone und verantwortlich für das für IT Asset Management in der DACH-Region. Die ersten Berührungspunkte mit Software- / IT Asset Management hatte Drazen vor 15 Jahren, als er als Senior Consultant beim Unternehmen begonnen hat. Über die Jahre hat er zusammen mit seinem Team Praxis erworben und Lizenz-Management-Projekte umgesetzt.