Animierte Hintergründe kehren in Windows 11 zurück Microsoft testet Video-Wallpaper als Neuauflage von Dreamscene

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Microsoft experimentiert in aktuellen Insider-Builds von „Windows 11“ mit bewegten Desktop-Hintergründen. Die Funktion erlaubt Videodateien als Wallpaper und erinnert an „Dreamscene“ aus „Windows Vista“. Erste Tests zeigen stabile Wiedergabe und Anpassung an verschiedene Bildschirmformate.

Animierte Hintergründe kehren in „Windows 11“ zurück. (Bild:  Thomas Joos)
Animierte Hintergründe kehren in „Windows 11“ zurück.
(Bild: Thomas Joos)

Microsoft testet in Windows 11 ein Feature, das an frühere Experimente aus der Vista-Ära erinnert. In aktuellen Insider-Builds tauchten animierte Desktop-Hintergründe auf, die Videodateien als permanente Wallpaper nutzen. Entdeckt wurde das Paket mit der ID 57645315 vom Windows-Insider phantomofearth.

Nach Aktivierung über das Tool „ViveTool“ und einem Neustart des Explorer-Dienstes lassen sich MP4- oder M4V-Dateien als bewegter Hintergrund einsetzen. Das System passt die Wiedergabe automatisch an die Bildschirmauflösung an.

Windows Vista hatte 2007 unter der Bezeichnung Dreamscene bereits ein ähnliches Konzept genutzt. Damals ließen sich Mpeg- oder Avi-Videos direkt als Hintergrund einbinden, was jedoch mit „Windows 7“ wieder entfiel. Spätere Versionen boten lediglich Diashows, Drittanbieter-Anwendungen wie „Lively Wallpaper“ oder „Wallpaper Engine“ haben die Lücke geschlossen.

Tests mit 4K-Video und 60 Bildern pro Sekunde

Auch „The Register“ bestätigte das Vorhandensein der neuen Funktion. In einem Test ließ sich ein 4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde und einer Größe von rund einem Gigabyte als Hintergrund darstellen.

Audio und Untertitel unterstützt das System derzeit nicht. Die Speicherbelastung hängt vom Videomaterial ab und kann bei längeren Sequenzen steigen.

Aktivierung von Videohintergründen ist manuell möglich

Zur Aktivierung ist aktuell ein Insider-Build ab Version 26120.6690 im Beta- oder 26220.6690 im Dev-Channel erforderlich. Nach Installation des ViveTool genügt der Befehl "vivetool /enable /id:57645315" in einer administrativen Eingabe-Aufforderung. Nach einem Neustart des Explorers erscheint in den Einstellungen unter "Personalisierung" und "Hintergrund" die Option, ein Video als Desktop-Hintergrund auszuwählen.

Die Integration solcher Funktionen deutet darauf hin, dass Microsoft künftig wieder visuelle Anpassungen stärker in das Betriebssystem einbindet, ohne auf externe Tools angewiesen zu sein. Ob die animierten Hintergründe Bestandteil eines regulären Windows-Updates werden, ist noch offen.

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