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Microsoft lässt sich die Mehrwerte bezahlen

Microsoft-SQL-2012-Lizenzierung im Überblick

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Überblick zur Core-Lizenzierung:

  • Die Enterprise und Standard Edition werden pro Core lizenziert.
  • Die Core-Lizenzen kommen immer im Doppelpack. Die in den Preislisten (und in der nachfolgenden Tabelle) angegebenen Preise gelten jedoch pro Core, obwohl ein einzelner Core nicht gekauft bzw. lizenziert werden kann.
  • Es müssen alle Cores in einem Server lizenziert werden – egal, wie viele der SQL Server (tatsächlich) verwendet werden.
  • Es müssen mindestens vier Cores pro Prozessor lizenziert werden.

Überblick zur Server-/CAL-Lizenzierung:

  • Diese Form der Lizenzierung ist nur für Standard und Business Intelligence Server verfügbar – nicht mehr für Enterprise Server.
  • Um einen SQL Server 2012 zu lizenzieren, muss die eingesetzte CAL auch in der Version 2012 vorhanden sein. Eine CAL-Version 2012 kann auch für die Zugriffe auf ältere Server-Generationen genutzt werden. Ab April 2012 können nur noch 2012er-CAL-Versionen erworben werden.
  • CALs gibt es nach wie vor wahlweise pro Gerät oder pro Benutzer.

Mehr Leistung, höherer Preis

Ziel der neuen SQL-Generation ist es, die Anforderungen bei laufenden Mission-Critical-Anwendungen besser zu bedienen und durch verbesserte Verfügbarkeit und Skalierbarkeit eine Alternative zu den Platzhirschen, wie den Datenbanklösungen aus dem Hause Oracle, zu werden.

Ferner sollen zahlreiche neue Funktionalitäten den Nutzen im Unternehmen steigern. Mit der höheren Leistung wird Microsoft SQL 2012 allerdings auch deutlich teurer. Der Preisaufschlag ist auch bedingt durch den Erfolg der SQL Server in den letzten Jahren und den – verglichen mit anderen Anbietern – niedrigen Preispunkt.

Die Preisentwicklung des SQL Server 2012 im Vergleich zur Vorgängerversion SQL Server 2008 R2.
Die Preisentwicklung des SQL Server 2012 im Vergleich zur Vorgängerversion SQL Server 2008 R2.

Die Preissteigerung, in diesem Fall, von 57 Prozent bei den CALs kann als massiv bezeichnet werden. Die Preise für Core- vs. CPU-Lizenzierung steigen um mindestens 22 Prozent (bei ein bis vier Cores). Bei zusätzlichen Cores gibt es weitere Steigerungen (siehe Tabelle).

Beispiel: Der Preis zur Lizenzierung von vier virtuellen SQL-Server-Enterprise-Servern mit je vier virtuellen CPUs à vier virtuellen Cores in einem Cluster mit zehn physischen Hosts à vier CPUs à vier Cores ohne Software Assurance verzehnfacht sich von ca. 100.000 Euro auf 1.000.000 Euro. Mit Software Assurance vervierfacht sich der Preis „nur“.

Die Experton Group empfiehlt allen Microsoft-SQL-Nutzern, sich zeitnah mit den geänderten Lizenzbestimmungen zu befassen und die Auswirkungen auf das eigene Unternehmen zu prüfen.

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