Windows 11 erhält KI-Erweiterungen: Copilot+-PCs Microsoft Recall schafft die Privatsphäre ab

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Microsoft will in Zukunft Künstliche Intelligenz (KI) noch sehr viel stärker in die PC-Nutzung einbinden. Die neuen Funktionen gehen über „Copilot“ hinaus und machen PCs zu KI-PCs sowie das Betriebssystems zu einem vollständigen KI-Betriebssystem. Das hat aber nicht nur Vorteile und mit Gegenwehr dürfte zu rechnen sein.

Windows 11 erhält mehr KI-Funktionen(Bild:  Thomas Joos)
Windows 11 erhält mehr KI-Funktionen
(Bild: Thomas Joos)

Microsoft führt mit Partnern eine neue Kategorie von PCs ein. Die Hardware in den PCs muss für KI optimiert sein, da viele Aufgaben, welche die KI erledigt, lokal durchgeführt werden.

Die Prozessoren, die CPU und auch die Grafikeinheit, muss dazu in der Lage sein. Die neuen „Microsoft Surface“-Geräte sollen die Spezifikationen wiederum einhalten können.

Copilot+ PCs schaffen faktisch die Privatsphäre ab: Recall

Wer auf die neuen „Copilot+“-PCs setzt, verzichtet in Zukunft faktisch auf seine Privatsphäre. Dafür sorgt zum Beispiel die neue Funktion „Recall“. Diese erstellt in regelmäßigen, wie man hört und liest kurzen Abständen Screenshots auf dem PCs, um daraus zu lernen. Das soll die Wartung und das Benutzererlebnis verbessern.

Anwender können anschließend Fragen an die KI stellen, zum Beispiel nach Web-Seiten und deren Inhalte, die in der Vergangenheit besucht wurden. Windows erfasst daher alle Aktivitäten, die Nutzer ausführen und erlaubt, diese Aktivitäten nachzuverfolgen.

Nach Angaben von Microsoft findet die Verarbeitung komplett lokal statt und die Daten werden in einem verschlüsselten Verzeichnis gespeichert. Ob und wie sich Recall abschalten und konfigurieren lässt, ist derzeit noch unklar. Aktuell ist allerdings geplant, dass Admins die Funktionen über „Intune“ deaktivieren können und auch die Deaktivierung über GPOs ist vermutlich kein Problem.

Neben Recall und Copilot erhalten Copilot+-PCs noch „Live Captions“. Dabei handelt es sich um automatisch erstellte Untertitel für Videos oder Audiodateien. Das lässt sich auch in „Teams“, „Zoom“ und mit anderen Diensten nutzen.

Ebenfalls dazu kommen Live-Effekte für Video-Calls. Windows Studio Effects ermöglicht somit die Live-Optimierung von Bildübertragungen. Damit das alles funktioniert, müssen PCs sehr leistungsstark sein.

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