Microsoft Dev Box ist eine Development-Lösung, die seit 2023 verfügbar ist. Das System ähnelt Windows 365, ist jedoch stärker auf die Anforderungen der Softwareentwicklung ausgerichtet ist.
Das Dev Center ist die Basis für die Erstellung von Dev Boxes, welche im Azure-Portal erfolgt.
(Bild: Joos / Microsoft)
Einfach ausgedrückt ist Microsoft Dev Box ein für die Entwicklung optimierter Cloud-PC in Microsoft Azure, ähnlich zu Windows 365 Enterprise. Damit können Entwickler und Entwicklerinnen von überall in der gleichen Umgebung arbeiten.
Dank des Cloud-Ansatzes lassen sich neue Entwickler-Arbeitsstationen sehr schnell bereitstellen. Microsoft hat die Dev Box im Jahr 2022 vorgestellt, in diesem Jahr aber deutlich erweitert und die Preview-Phase abgeschlossen.
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Microsoft Dev Box, Dev Center und Azure
Microsoft Dev Box wurde speziell für Entwickler entwickelt, ähnlich wie Windows 365/Azure Virtual Desktop, jedoch mit einem starken Fokus auf die Anforderungen der Softwareentwicklung. Entwickler erhalten Self-Service-Zugang zu sofort einsatzbereiten Cloud-Arbeitsplätzen, den sogenannten Developer Workplaces. Diese Workstations sind bereits mit den notwendigen Tools, Quellcodes und vorgefertigten Binärdateien ausgestattet.
Microsoft Dev Box zeichnet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit und die Vereinfachung des Einrichtungsprozesses aus. Neue Funktionen zur Steigerung der Produktivität und Zufriedenheit der Entwickler wurden eingeführt, um die Anpassung an spezifische Projektanforderungen zu erleichtern. Als Managed Service bietet die Dev Box Sicherheit und Konformität mit Unternehmensrichtlinien.
Dev Box basiert auf Microsoft Azure. Für die Bereitstellung wird ein Dev Center benötigt, in dem Administratoren Vorlagen für verschiedene Dev Boxen erstellen können. Das bedeutet, dass für die Nutzung der Microsoft Dev Boxes ein gültiges Azure Abonnement notwendig ist. Zum Testen der Umgebung reicht auch die kostenlose Testvariante von Azure aus.
Parallele Verbindungen
Ein weiteres Einsatzgebiet von Dev Box ist die parallele Anbindung von Entwicklern an mehrere Cloud-PCs. So lassen sich verschiedene Konfigurationsszenarien realisieren, beispielsweise für unterschiedliche Projekte. Für jedes Projekt steht eine eigene Dev Box zur Verfügung, wodurch ständige Konfigurationsänderungen vermieden werden.
Gleichzeitig sind die PCs überall verfügbar, zum Beispiel im Homeoffice, mobil oder im Unternehmen. Die Administration kann über Microsoft Intune erfolgen, was eine einheitliche und richtlinienbasierte Konfiguration aller Dev Boxen ermöglicht. Die Definition und Verwaltung der Dev Boxes erfolgt allerdings im Azure-Portal über das Azure Dev Center.
Generell lassen sich in einer Dev Box, die auf Windows 11 Enterprise basiert, alle Entwicklungswerkzeuge aufsetzen, die auch auf lokalen Workstations installiert werden können. Hier gibt es keine Einschränkungen. Manuelle Installationen von Software sind daher kein Problem in der Dev Box.
Visual Studio 2022 mit der Microsoft Dev Box
Bei der Verwendung von Visual Studio 2022 auf einer Dev Box erfolgt die Anmeldung an die Umgebung mit einem einzigen Benutzerkonto aus Azure AD/Entra ID. Eine mehrfache Anmeldung ist nicht erforderlich.
Werden mehrere Dev Boxen verwendet, übernimmt Visual Studio die auf der jeweiligen Box gespeicherten Einstellungen auf Basis von Roaming Profiles. Microsoft arbeitet derzeit umfassender an der Verbesserung der Zusammenarbeit. Entwickler melden sich also nur einmal an und erhalten sofort Zugriff auf alle notwendigen Ressourcen und auf Visual Studio.
Was kostet eine Microsoft Dev Box?
Die Lizenzierung der Microsoft Dev Box erfolgt über ein Abonnement. Während eine Box mit 8 vCPUs, 32 GB RAM und 256 GB Speicherplatz etwa 125 Euro/Monat kostet, kommt eine Box mit 32 vCPUs, 128 GB RAM und 2 TB Speicherplatz auf 575 Euro pro Monat.
Die Preise sind also nicht gerade günstig, dafür erhalten Unternehmen aber auch sehr flexible und überall verfügbare Cloud PCs für ihre Entwickler. Außerdem muss jeder Entwickler, der die Microsoft Dev Box nutzt, eine Lizenz für Windows 10/11 Enterprise sowie ein Abonnement für Azure AD/Entra ID P1 besitzen. Abrechnungen sind aber auch stundenbasiert oder nach der eigentlichen Nutzung möglich. Die Preise oben beziehen sich auf die maximalen Preise, wenn Entwickler regelmäßig und häufig mit ihrer Dev Box arbeiten.
Microsoft Dev Box und Dev Center ausprobieren
Der Zugriff auf die Dev Boxen erfolgt über das Microsoft Developer Portal. Hier sehen Entwickler nach der Anmeldung die für sie verfügbaren Dev Boxes. Hier lassen sich aber keine Dev Boxes erstellen. Unternehmen, die ihren Entwicklern Dev Boxes zur Verfügung stellen möchten, erstellen daher zunächst ein Dev Center im Azure Portal.
Stand: 08.12.2025
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Die Bereitstellung des Dev Center ist nicht wie bei Windows 365 Business eine Sache von wenigen Klicks, sondern entspricht der eher komplexen Bereitstellung von Windows 365 Enterprise. In Azure werden dafür verschiedene Ressourcen benötigt, zum Beispiel virtuelle Netzwerke, Projektgruppen und Berechtigungen.
Anschließend können im Azure Dev Center Images für Dev Boxes bereitgestellt werden, beispielsweise ein Cloud PC mit Windows 11 Enterprise, Visual Studio 2022 Enterprise und den Microsoft 365 Apps 23H2. Im Fenster können auch vCPUs, RAM und Speicherplatz definiert werden. Sobald die Definition steht, kann sich der Entwickler im Dev-Portal einloggen und den Cloud PC ähnlich wie Windows 365 starten.
Interessant an dieser Struktur ist, dass Unternehmen beim Einsatz von Dev Boxes mit Rollenzuweisungen in Azure arbeiten können. Dies ermöglicht umfassende Berechtigungsstrukturen für Projekte, Daten, Azure Services und die Dev Boxes. Dazu gibt es in der Zugriffskontrolle im Azure-Portal die beiden Gruppen „DevCenter Dev Box User“ und „DevCenter Project Admin“, welche die Mitglieder der einzelnen Projektgruppen steuern, die Dev Boxes nutzen.
Die Entwickler melden sich mit Azure AD/Entra ID an und erhalten dann über ihre Dev Box Zugriff auf die Daten, Projekte und Dienste, die in Azure für sie konfiguriert sind. Dabei stehen auch die verschiedenen Sicherheitstechnologien von Azure zur Verfügung. Hinzu kommt die Möglichkeit, Microsoft 365 Dienste anzubinden und natürlich auch eigene Entwicklungstools zu installieren. Die einzelnen Schritte beschreibt Microsoft in der Schnellstartanleitung zur Inbetriebnahme von Dev Boxes.