Die Cloud wird vermessen

Metriken für Infrastruktur-Services

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Cloud-Services im Test

Bitcurrent nahm die Tests mehrfach vor, sowohl simultan als auch sequenziell, und startete die Testagenten von verschiedenen Orten. Gemessen wurde jeweils die Antwortzeit. Unterm Strich schlug sich die Google App Engine am besten und führte die anspruchsvolleren Aufgaben mit der geringsten Latenz aus.

Die PaaS-Cloud brillierte vor allem beim I/O-Test. Ihre Shared-Storage-Infrastruktur ist für solche Anforderungen offenbar besonders gut geeignet. Dagegen skalierten die Amazon- und die Terremark-Cloud bei dieser Aufgabe nicht automatisch, wenn mehrere Zugriffe gleichzeitig erfolgten.

Obwohl die virtuellen Maschinen einer IaaS-Cloud normalerweise bei rechenintensiven Operationen überlegen sind, löste die Google App Engine auch den CPU-Test am schnellsten. Sie konnte bei simultanen Zugriffen am besten skalieren, da bei PaaS-Clouds die Ausführung der Berechnung nicht auf eine Maschine limitiert ist.

Qualitätsschwankungen inbegriffen

Ein bemerkenswertes Ergebnis der Tests war, dass die Performance der Clouds bei den gleichen Aufgaben teilweise deutlich schwankte. Das hing nicht nur mit der unterschiedlichen Latenz im Wide Area Network (WAN) zusammen, sondern vor allem mit der schwankenden Auslastung der Plattformen.

Wenn viele Kunden gleichzeitig auf eine Cloud zugreifen, werden alle Applikationen langsamer. Denn Public Clouds beruhen Bitcurrent zufolge auf einer „Ökonomie des Teilens“. Das bedeute, dass mehrere Anwendungen miteinander um die Ressourcen konkurrieren.

Eine zentrale Schlussfolgerung der Tester lautet, dass Anwender für eine erfolgreiche Cloud-Strategie „das Profil der von ihnen gewählten Cloud verstehen“ müssten. Bis dafür verlässliche Metriken und standardisierte Kennzahlen zur Verfügung stehen, dürften allerdings noch einige empirische Forschungen, wie sie Bitcurrent angestellt hat, notwendig sein.

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Michael Hase war zur Zeit der Rechereche freier Autor in München. Doch mittlwerweile arbeitet er als Redakteur bei der Schwesterpublikation IT Business.

Der Artikel ist Teil desDataCenter-Insider-Kompendiums "Infrastrukturen für Cloud-Computing", das Sie als PDF von unserer Seite laden oder als registrierter Leser in Form eines für Sie kostenloses Hefts von uns beziehen können.

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