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Welche Parameter sollten in der Bewertung von Cloud-Diensten eine Rolle spielen?
Darüber hinaus spielen Velten zufolge Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit eine wichtige Rolle. Wie Performance-Schwankungen und Ausfälle zeigten, erreichten Public Clouds noch nicht die gleichen Service-Levels, wie sie Kunden von traditionellen Outsourcing-Rechenzentren gewöhnt seien. Solche Aspekte würden aber durch Michels Metrik nicht erfasst.
Auch aus Sicht von Logica-Berater Müller greift der Ansatz zu kurz. Für eine umfassende Metrik reiche es nicht aus, nur die bezogene Rechenleistung zu betrachten. Vielmehr müsse man auch berücksichtigen, ob ein Kunde für eine Anwendung, die er in einer Public Cloud betreiben möchte, zusätzliche Services benötige wie beispielsweise Auto Scaling, Load Balancing oder ein Virtual Private Network (VPN).
„Es kommt stets auf die konkrete Applikation an“, wendet der Berater ein. „Jeder Workload stellt spezifische Anforderungen.“ Es sei ein Unterschied, ob auf einer Cloud-Infrastruktur ein Tool zur Vertriebsunterstützung laufe, das von 200 Außendienstlern genutzt wird, oder ob es sich um eine Marketing-Site handele, auf die weltweit Millionen von Kunden zugreifen.
Die Frage nach den passenden Workloads
Auch die Analysten des Marktforschungsinstituts Bitcurrent weisen darauf hin, dass es bei Public Clouds nicht allein um Rechenleistung und virtuelle Maschinen geht. Vielmehr handele es sich um komplexe Ökosysteme. Die zentrale Computing-Plattform werde um Services wie Storage, Message Queues, Content Delivery und mehr ergänzt. „In jeder Cloud-Strategie kommt es darauf an, für einen spezifische Workload das passende Ökosystem zu finden.“
Denn Cloud ist nicht gleich Cloud. Das zeigen die Vergleichstests, die Bitcurrent gemeinsam mit dem Monitoring-Sepzialisten Neustar Webmetrics bereits 2010 vorgenommen hat. Die umfangreichen Messungen ergaben, dass verschiedene Clouds bestimmte Aufgaben unterschiedlich gut und mit unterschiedlicher Performance lösen: „Die Leistungen weichen stark voneinander ab.“
Getestet wurden Clouds von Amazon, Google, Rackspace, Salesforce und Terremark. Im Testfeld waren somit nicht nur Infrastructure-as-a-Service-(IaaS-), sondern auch Platform-as-a- Service-(PaaS-)Angebote. Zu den Aufgaben gehörten unter anderem eine CPU-intensive Berechnung mit 1.000.000 Operationen und eine Suche nach einer bestimmten Zeichenfolge in 500.000 Datenbankeinträgen, womit das I/O-Verhalten getestet wurde.
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