Mitte November 2024 versammelten sich IT-Entscheidungsträger, Staatsoberhäupter und andere leitende Köpfe in der „Unicorn-Hauptstadt“ Lissabon zum „Web Summit“, Europas größter Technologiekonferenz. Die Mega-Messe drehte sich um angewandte Künstliche Intelligenz in allen ihren Facetten.
Die Zukunft auf der Hand: In der „MEO“-Arena blickt man schnell durch.
(Bild: Tyler Miller/Web Summit via Sportsfile)
Die Veranstaltung platzte aus allen Nähten: 3.050 Aussteller und knapp tausend Redner teilten ihre Ideen, Wissen und Ansichten aus ihren jeweiligen branchenspezifischen Blickwinkeln mit 71.528 Besuchern aus 153 Ländern der Welt. In den Wochen rund um den Web Summit sei Portugal „das Zentrum der Welt“ in Bezug auf Unternehmertum, Innovation und Technologie, so António Dias Martins, CEO des Konnektivitäts-Hubs Startup Portugal. Jedes dritte Unternehmen Portugals ist ein Startup.
In den Wochen rund um den „Web Summit“ sei Portugal „das Zentrum der Welt“ in Bezug auf Unternehmertum, Innovation und Technologie, so António Dias Martins, CEO des Konnektivitäts-Hub Startup Portugal.
(Bild: Tyler Miller/Web Summit via Sportsfile)
Die diesjährige Mega-Messe fing die Spannung und Dynamik der Digitalisierung an ihrem neuesten Wendepunkt ein: der KI/ML-Transformation. Die Atmosphäre war geprägt von Innovationsfreude, Teamgeist und dem Ideenreichtum der Gründerkultur.
Feuer und Flamme für Technik und Zusammenarbeit: Paddy Cosgrave, CEO & Founder vom Web Summit (am Mikrofon) mit Partnern auf der Hauptbühne der MEO Arena während der Eröffnungsveranstaltung.
(Bild: Ramsey Cardy/Web Summit via Sportsfile)
Nichts konnte dies ausdrücklicher bestätigen als das Engagement der deutschen Delegation für die Innovationsführerschaft in Europa. Über 100 deutsche Unternehmen stellten ihre Produkte und Dienstleistungen unter dem Motto “German Park - Creating Tomorrow Today” im so genannten German Pavilion a.k.a. German Park vor.
Deutschland am Wendepunkt nach dem Wirtschaftsschock
Der deutsche Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, stellte sich nach seiner eindrucksvollen Keynote einer Reihe von schwierigen Fragen der neugierigen Presse. Dabei ging es um aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen, Klimaschutzmaßnahmen und die zukünftige Ausrichtung der deutschen Wirtschaftspolitik. DataCenter-Insider bekam etliche Fragen über das Lieferkettengesetz und Strategien zur Versorgung mit Energie und Halbleitern beantwortet.
Auf die Frage, wo es jetzt für die deutsche Wirtschaft langgeht, verwies Habeck rückblickend auf die Herausforderungen der vergangenen drei Jahre im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, die Energieversorgung der Bundesrepublik zu stabilisieren. „Nach Putins Angriff gegen die Ukraine hatten wir beinahe 50 Prozent unserer Energieversorgung auf einmal verloren,“ sagte Habeck. „Hauptsächlich ging es um Gas, aber auch um Kohle und Öl; diese Rohstoffe kamen zu jeweils etwa 30 Prozent aus Russland,“ erläuterte er.
Kohle und Öl waren einfacher zu ersetzen als Gas, da sie als Rohstoffe auf dem Weltmarkt beschafft werden konnten. Gas stellte hingegen ein Problem dar, „da uns damals die notwendige Infrastruktur fehlte“, so Habeck. „Inzwischen haben wir diese jedoch aufgebaut“, bestätigt er zuversichtlich. Diese Arbeit wurde im ersten Jahr „mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit“ geleistet. Heute hält er die Energieversorgung Deutschlands für gesichert.
Backstage mit Vizekanzler Robert Habeck (Mitte im Bild): Brad Smith, Vizevorsitzender und Präsident von Microsoft (links) und Randi Charno Levine von der U.S.-amerikanischen Botschaft in Lissabon (rechts).
(Bild: David Fitzgerald/Web Summit via Sportsfile)
Die zweite Phase der Aufgabe habe darin bestanden, durch den kurzfristigen Einkauf fossiler Energien die gestiegenen Preise gesenkt zu bekommen. Wenn man Flüssigerdgas kurzfristig auf dem Weltmarkt beschaffen müsse, würde dies ja nicht über langfristige, extrem günstige Verträge ablaufen. „Wir hatten explodierende Preise,“ betonte Habeck. Diese Preise seien nun dabei, zu sinken, glaubt er.
Die Inflation liege laut Zahlen der Bundesregierung unter 2 Prozent, die Zinssätze gingen zurück, und das reale Einkommen wachse seit einem Jahr wieder. Die wirtschaftlichen Kennzahlen würden also zeigen, Deutschland habe die Krise, die durch die Explosion der Energiepreise ausgelöst worden sei, beinahe überwunden. Das Schlimmste sei nun vorbei.
Die dritte Phase der Maßnahmen zum Stabilisieren der Konjunkturlage stehe Deutschland größtenteils noch bevor. Das Wirtschaftsmodell Deutschlands beruhe auf dem internationalen Handel, vor allem innerhalb des Binnenmarktes der EU. „Mit nur 80 Millionen Einwohnern sind wir die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt,“ einnert Habeck.
Eine Einordnung
Die anderen beiden, China und die USA, hätten bekanntlich mehr Einwohner und mehr Raum. Deshalb sei es wichtig, „bevor man schlecht über die Europäische Union spricht, insbesondere in Deutschland, zu verstehen, dass wir die großen Profiteure des Binnenmarktes sind,“ plädierte der Vizekanzler.
„Wir haben auf schmerzhafte Weise gelernt, dass Handelsbeziehungen und Lieferketten nicht nur die Wirtschaft stärken, sondern auch missbraucht werden können,“ warnte Habeck weiter. Daher müsse man das deutsche Erfolgsmodell „neu kalibrieren“ und die Handelsbeziehungen „diversifizieren“. Die Bundesrepublik müsse sich insbesondere in Regionen wie Indien, Indonesien und Südamerika besser aufstellen, gleichzeitig, aber auch innovativer im eigenen Land werden – mit „einer erstklassigen Infrastruktur“ und „Investitionen in digitale Netzwerke“.
Stand: 08.12.2025
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„Wir in Europa sind stark abhängig von Halbleitern“, betont Habeck, „hauptsächlich aus Taiwan und Südkorea“. Aus diesem Grund habe die Europäische Union entschieden – und Habeck sei Teil dieser Entscheidung gewesen –, dass „wir Produktionskapazitäten für Halbleiter auch in Europa benötigen“. Mit diesem Wissen habe er sich gefragt, was man denn unternehmen könne. Deutschland verfüge ja über „enorme finanzielle Ressourcen“.
Auf dem Boden der Tatsachen
„Wenn Sie mir versprechen könnten, dass in den nächsten 40 Jahren nichts passiert, die Welt immer freundlich bleibt, keine Barrieren oder Konflikte auftreten, dann könnte ich mich zurücklehnen und sagen: „Das gesamte Geld könnten wir in andere Bereiche investieren – Steuersenkungen, niedrigere Energiepreise oder ähnliches’“. Nur die Realität sehe viel anders aus.
Noch habe die aktuelle Bundesregierung keine Lösung für eine Lücke von rund 8 Milliarden Euro gefunden, aber „wenn man unsere Verschuldungsquote betrachtet, könnten wir es uns leisten, die Halbleiterproduktion nach Europa zu holen“, argumentiert Habeck.
Deutschland allein würde diese Aufgabe jedoch nicht übernehmen. „Unsere fiskalischen Regeln sind manchmal ein wenig eng gefasst“, aber das Potenzial sei da, „ebenso wie der Bedarf“. „Deshalb haben wir ein Ökosystem aus verschiedenen Investitionen geschaffen,“ resümierte Habeck.
Stand der Verhandlungen über das Lieferkettengesetz
DataCenter-Insider wollte noch wissen, was jetzt mit dem Lieferkettengesetz passieren dürfte. Zum Schicksal der Gesetzgebung sagte der Vizekanzler damals Folgendes: „Wir haben jetzt eine Phase, wo nicht ganz klar ist, welche Gesetze noch verändert werden können, und ob die Opposition, die auf dem demokratischen Spektrum aus Union und FDP besteht, bereit ist, Dinge mitzumachen. antwortet der Vizekanzler.
Der Plan sei gewesen, das Lieferkettengesetz, also das europäische, früher zu implementieren, und in der Übergangsphase die deutschen Regeln, die teilweise strenger oder früher einsetzen, an die europäischen Regeln anzupassen. „Also es ist keine Abkehr von einer Lieferkettengesetzgebung, sondern wir wollten den großen Erfolg – das europäische Lieferkettengesetz – für alle verpflichtend zu machen, möglichst früh in Deutschland implementieren, und dann einige Punkte, die in Deutschland über die europäische Regulierung hinausgehen, für einige Unternehmen reduzieren. Ob das jetzt noch gelingt, ob es dafür eine Mehrheit gibt, ob eine gesetzliche Veränderung – das ist ja ein großes Gesetz – noch gelingen kann, das weiß ich nicht, Aber das war der Plan und jetzt ist es wahrscheinlich offen, ob der noch umgesetzt werden kann. Dann würde es nach der Wahl weitergehen.“
Intels Rückzug aus den geplanten Investitionen in neue Halbleiterfabriken in Europa kommentierte Habeck mit den Worten, der Chiplieferant habe seine Pläne lediglich auf Eis gelegt, nicht komplett gecancelt. „In anderthalb Jahren werden wir mehr wissen,“ versprach der Vizekanzler. „Wenn ihr etwas Zeit habt, schaut euch doch mal an, was in Deutschland passiert,“ lud er ein.
Eine Parade innovativer Tech-Startups
Der German Pavilion, organisiert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA), präsentierte eine Vielzahl von Innovationen aus Deutschlands florierendem Tech-Ökosystem, darunter Fortschritte in den Bereichen KI, Cybersicherheit und Nachhaltigkeit.
Am „German Park/German Pavilion“ in einer der Messehallen vom „Web Summit 2024“: viele gemütliche Sitzgelegenheiten und nur keine Zeit zum Ausruhen!
(Bild: Ramsey Cardy/Web Summit via Sportsfile)
Das Berliner Startup Promiseq hat sich auf die Optimierung von Video-Überwachungssystemen spezialisiert. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Edge-Computing-Technologien könne Promiseq die Anzahl von Fehlalarmen um über 90 Prozent reduzieren.
Die Integration von Promiseq-Systemen in die Sicherheitsinfrastruktur von Rechenzentren kann die Überwachung verbessern, Fehlalarme minimieren und somit die Betriebseffizienz steigern. Dies führt zu einer erhöhten Sicherheit und einem optimierten Ressourceneinsatz.
Die Datenschmiede.ai GmbH aus Oldenburg bietet eine KI-basierte Matching-Engine für die automatisierte Integration von Datensilos und die Erkennung von Duplikaten in Stammdaten-Mnagement-Systemen, gerne auch in einer Bereitstellung on-premises. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann sie die Datenqualität verbessern. Dies bietet Unternehmen Flexibilität bei der Integration in ihre bestehende Systemlandschaft und ermöglicht die Verarbeitung großer Datenmengen mit dem gewünschten Grad an Sicherheit und Skalierbarkeit, auf Wunsch zum Beispiel in der hybriden Multi-Cloud.
Hightech fühlen: Ein VR-Flugsimulator auf dem Stand von Infineon.
(Bild: Sam Barnes/Web Summit via Sportsfile)
Eine Lieferung von IT-Teilen an die industrielle Edge kann sich gelegentlich recht spannend gestalten; mancher Standort ist denkbar schlecht zugänglich. Das Schweizer Luftfahrt-Designbüro Vira Drones hat sich vorgenommen, die Luftlogistik mit kosteneffizienten, schweren Drohnentechnik zu revolutionieren.
Drohnen und Digitale Zwillinge
Was darf so ein Cargo denn wiegen? Der maximale Payload beträgt genau eine Tonne. Das ist etwa so viel wie ein ganzes Rittal Edge Data Center auf den 19-Zoll-Montagewinkeln, schlüsselfertig. Vira Drones will eine erschwingliche Alternative zu teuren Hubschrauberlieferungen in schwer zugänglichen Gebieten bereitstellen.
Die Vuse XR GmbH aus Freiburg im Breisgau entwickelt Mixed-Reality-Technologie für digitale Zwillinge. Das Hauptprodukt, der „Vuse XR Hub“, erstellt digitale Zwillinge aus CAD-Daten ohne die Notwendigkeit für Programmierkenntnisse. Die Anwendungsgebiete der Anwendung umfassen die Visualisierung von Rechenzentrumsinfrastrukturen, Schulungen des technischen Personals oder die Fernüberwachung und -wartung von Anlagen.
Die Berliner Enclaive GmbH bietet Confidential Computing für die hybride Multicloud an. Die Plattform für hochsichere Rechenumgebungen umfasst ein Tool für das Management von Geheimnissen mit der Bezeichnung „Vault“, ein System zur Verwaltung von Workload-Identitäten namens „Nitride“, weiter eine Lösung mit der pfiffigen Bezeichnung „Buckypaper“ für vertrauliche virtuelle Maschinen und „Dyneemes“ zum Aufbau hochverfügbarer Kubernetes-Cluster. Enclaive hat für seine innovativen Cyber-Sicherheitsprodukte mehrere Auszeichnungen erhalten.
Werover aus Bremen entwickelt KI-gestützte Lösungen zur Echtzeitüberwachung von Windkraftanlagen. Ihr Hauptprodukt ermöglicht die kontinuierliche Zustandsüberwachung von Rotorblättern mit akustischen Sensoren und soll die Wartungskosten um bis zu 50 Prozent reduzieren. Die Installation erfolgt ohne Betriebsunterbrechung.
Die Anwendung ist speziell für raue Umgebungen konzipiert. Ergänzend bietet Werover mit „Searover“ eine innovative Applikation zur Unterwasserinspektion von Offshore-Windkraftanlagen an. Diese Technologie ermöglicht die Erstellung detaillierter 3D-Karten und die frühzeitige Erkennung von Schäden an Unterwasserstrukturen.
Die Reasonance GmbH aus Karlsruhe bietet eine Reihe von KI-gestützten Softwareprodukte für die Energiewende. Das Kernprodukt, der „Energy Demand Forecaster“, analysiert historische Daten, Wetterbedingungen und Verbraucherverhalten, um den Energiebedarf mit einer Genauigkeit von weniger als 4 Prozent Abweichung vorherzusagen. Eine Applikation mit der Bezeichnung „PV Power Generation Forecasting“ ermöglicht präzise Vorhersagen zur Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen für ein verbessertes Energiemanagement.
Anwendung im Rechenzentrum
Bei „Reasonance Atlas“ handelt es sich um eine umfassende Data- und MLOps-Plattform, die Rechenzentren dabei unterstützt, ihre Daten- und KI-Prozesse in den Griff zu bekommen. Atlas verspricht die nahtlose Datenaufnahme aus verschiedenen Quellen, die Entwicklung und Verfeinerung von KI-Modellen sowie die schnelle Bereitstellung von Daten- und KI-Pipelines. Dies führt zu einer beschleunigten Entwicklung und Implementierung von Daten- und KI-Lösungen, was die Betriebseffizienz steigern und die Ressourcennutzung in Rechenzentren optimieren soll.
Ein herausragendes Merkmal von Atlas ist der geringe Aufwand für die Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen. Durch den Einsatz vorgefertigter Komponenten, die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen sowie die Implementierung bewährter Praktiken soll die Nutzung von Machine-Learning-Modellen in täglichen Arbeitsabläufen auch Fachleuten ohne tiefgehende KI-Kenntnisse gelingen. Durch die Optimierung von Hardware-Effizienz, die verbesserte Ressourcenzuweisung und die Rationalisierung des Betriebs soll eine Reduktion der Betriebskosten um bis zu 90 Prozent drin sein.
Die Unicorn-Hauptstadt Lissabon
Die gelungene Mischung aus formellen Präsentationen und informellen Networking-Möglichkeiten schuf eine inspirierende Umgebung für den Ideenaustausch mit interessanten Persönlichkeiten. Neben den Hauptvorträgen gab es zahlreiche Workshops, Diskussionsrunden und Networking-Events, einschließlich des „Night Summit“. Hier breitet sich die Konferenz auf Bars und Restaurants aus. Die Atmosphäre der Messe war eine Mischung aus Vorfreude auf die vielen Versprechen der Zukunft und aus kreativer Neugier mit einer Prise besinnlicher Nachdenklichkeit.
Der vornehmste Internet-Promi: Sir Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web und CTO bei Inrupt auf der Bühne des „Web Summit 2024“ in der „MEO“-Arena in Lissabon.
(Bild: Lukas Schulze/Web Summit via Sportsfile)
Zwischen dem industriellen Charme der „LX Factory“ und den pulsierenden Straßen des Bairro Alto fanden abendliche Events im Stil eines Festivals statt, zum Teil unter freiem Himmel – das milde November-Wetter hat einmal wieder voll mitgespielt. Diese abendlichen Zusammenkünfte schufen eine lockere Atmosphäre, in der sich die Teilnehmer/innen unbeschwert austauschen konnten. Hier verschwammen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit.
Die „Unicorn-Hauptstadt“ Lissabon ist seit dem Jahre 2016 der Hauptveranstaltungsstandort des Web Summit; kleinere Ableger der Konferenz finden auch auf anderen Kontinenten statt. Entscheidungsträger, Staatsoberhäupter und Führungskräfte etablierter Technologieriesen und disruptiver Start-ups kommen jährlich zu diesem Stelldichein zusammen, um über Zukunftsvisionen und -Strategien zu beraten.
Die vergangene Mega-Messe drehte sich um die Künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen.
(Bild: Tyler Miller/Web Summit via Sportsfile)
Bald wird der Großraum Lissabon nicht nur Gastgeber der größten Tech-Konferenz Europas, sondern auch Heim des größten nachhaltigen Rechenzentrums auf dem Kontinent: Sines DC soll es im Jahr 2026 es auf 1.2 Gigawatt Leistung bringen, alles grün. Siemens Energy kümmert sich gerade drum. Im Winter 2024 nahm es den Betrieb auf.
*Das Autorenduo
Das Autorenduo besteht aus Anna Kobylinska und Filipe Pereia Martins. Die beiden arbeiten für McKinley Denali, Inc., USA.
Ihr Fazit lautet:Künstliche Intelligenz entwickelt sich zum Geheimrezept der wirtschaftlichen Spitzenleistung von Technologievorreitern über alle Kontinente hinweg.
Hat sie jetzt schon im „Gartner-Hypecycle“ den Gipfel der überzogenen Erwartungen (im O-Ton: Peak of Inflated Expectations) überschritten? Bewegt sie sich über den Pfad der Erleuchtung (Slope of Enlightenment) auf dem Weg hin zum Plateau der Produktivität (Plateau of Productivity) oder steht ihr das noch bevor? Diese Fragen dürfte der nächste „Web Summit“ beantworten: im November 2025 in Lissabon. Dann halt bis auf Weiteres!