Von Windows 10/11 auf Windows 10 IoT Enterprise LTSC Langzeit-Support bis 2032 durch Downgrade

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Mit dem „Updowntool“ lässt sich „Windows 10/11“ auf „Windows 10 IoT Enterprise LTSC“ zurücksetzen und so offizieller Support bis 2032 sichern. Der Prozess übernimmt Programme und Daten, erfordert jedoch sprachliche Systemanpassungen, Lizenzbeachtung und das Deaktivieren von „Bitlocker“.

Die Versionsumstellung von „Windows 10/11“ auf „Windows 10 IoT Enterprise LTSC“ sichert eine längere Support-Unterstützung. (Bild:  Thomas Joos)
Die Versionsumstellung von „Windows 10/11“ auf „Windows 10 IoT Enterprise LTSC“ sichert eine längere Support-Unterstützung.
(Bild: Thomas Joos)

Mit dem kostenlosen Updowntool lässt sich eine bestehende Windows 10/11-Installation auf Windows 10 IoT Enterprise LTSC umstellen, eine Version mit offizieller Update-Versorgung bis 2032. Das Verfahren übernimmt installierte Anwendungen und persönliche Daten, verlangt jedoch technisches Vorgehen mit Bedacht. Ursprünglich für englischsprachige Systeme konzipiert, kann es mit Anpassungen auch unter einer deutschen Installation eingesetzt werden.

Die Lizenzierung ist speziell

Die installierte Zielversion unterliegt speziellen Lizenzbestimmungen. Windows 10 IoT Enterprise LTSC ist nicht für den regulären Büro-Einsatz vorgesehen, auch wenn technisch der Betrieb von Office und anderen Standardanwendungen problemlos möglich ist. Für den legalen Betrieb ist eine passende Lizenz notwendig, unabhängig davon, ob das System diese überprüft.

Da das Tool auf englische Installationen ausgelegt ist, erfordert der Downgrade eine Anpassung der Systemsprache. Zunächst wird im Registrierungs-Editor unter „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Nls\Language“ der Wert „InstallLanguage“ von „0407“ (Deutsch) auf „0409“ (US-Englisch) geändert. Anschließend wird in den Windows-11-Einstellungen unter „Zeit und Sprache – Sprache und Region“ Englisch (United States) installiert, als Anzeigesprache festgelegt und die Änderungen auf Willkommensbildschirm, Systemkonten sowie neue Benutzer übertragen. Nach einem Neustart muss in einer administrativen Eingabe-Aufforderung der Befehl „DISM /online /Get-Intl“ den Wert „en-US“ anzeigen, um fortzufahren.

Probleme entstehen oft, wenn Bitlocker aktiv ist. Daher sollte die Verschlüsselung mit „manage-bde -off C:“ deaktiviert und der Status mit „manage-bde -status C:“ überprüft werden. Erst danach wird die ISO-Datei des Werkzeugs Updowntool eingebunden, „downgrade.bat“ ausgeführt und die Benutzerkontensteuerung bestätigt.

Der Ablauf erfolgt ohne Auswahlmöglichkeiten und übernimmt sämtliche Daten und Programme. Nach Abschluss startet das System mit Windows 10 IoT Enterprise LTSC.

Zum Abschluss wird die Systemsprache zurückgestellt. Dazu wird der Registry-Wert wieder auf „0407“ gesetzt und in den Einstellungen Deutsch als Anzeigesprache gewählt. Mit dieser Vorgehensweise lässt sich Windows 10 in einer Langzeitunterstützungsvariante nutzen, die bis 2032 gesichert bleibt.

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