Deutscher Rechenzentrumspreis 2011: Einfache Konzepte gefragt Juror Andreas Rüter: „Energie-Effizienz bedeutet Kosten-Effizienz“

Redakteur: Michael Hase

Der Deutsche Rechenzentrumspreis wird am 7. April auf dem „Future-Thinking“-Event in Sinsheim verliehen. Die Besucher der Kongressmesse stimmen darüber ab, wer die Auszeichnung erhält. Die Kandidaten wurden zuvor von einer Expertenjury ausgewählt. Dem zehnköpfigen Gremium gehört der IT-Manager Andreas Rüter an, der als Head of Group Data Centres die europäischen Rechenzentren von Vodafone leitet.

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Andreas Rüter ist ein Mann der Praxis. Nach dem Motto „Speed and Simplicity“ schätzt der Leiter der europäischen Rechenzentren von Vodafone vor allem Lösungen, die sich schnell und einfach umsetzen lassen.

Beim RZ-Preis sind es daher nicht unbedingt die komplexen, ausgefallenen Bewerbungen, die den Manager ansprechen: „Ein Vorschlag, der nur von den zehn größten RZ-Betreibern umgesetzt werden kann, wiegt weniger als einer, der sich von 50.000 mittelständischen Unternehmen adaptieren lässt.“

Bemerkenswert! Denn als Head of Group Data Centres des britischen Mobilfunkkonzerns dreht Rüter selbst ein großes Rad. In seiner Funktion zeichnet er für Design und Engineering sämtlicher europäischer Rechenzentren der Vodafone-Gruppe verantwortlich, und zwar von der Planung bis zum Betrieb.

Sein besonderes Augenmerk gilt derzeit den Themen Effizienz-Steigerung, Virtualisierung und Private Cloud Computing. Da „Green IT“ bei Vodafone mittlerweile hohen Stellenwert besitzt, gehört Rüter dem Global Energy Management Team des Konzerns an.

Internationale RZ-Landschaft mitgestaltet

Der IT-Manager durchlief nach der Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann verschiedene Stationen in der Software-Entwicklung von Großrechenanlagen. Seit 1994 verantwortete er den Betrieb des Rechenzentrums der Kaufring AG in Düsseldorf.

Als sich 2000 die Übernahme durch Vodafone abzeichnete, wechselte Rüter zur Mannesmann Datenverarbeitung. Dadurch bot sich dem Manager die Gelegenheit, den Aufbau einer internationalen Rechenzentrumslandschaft mitzugestalten.

Nach seinen Worten lag die besondere Herausforderungen darin, mehrere IT-Organisationen unter Berücksichtigung der jeweiligen landesspezifischen Rechtslage global zusammenzuführen.

Durch solche internationalen Erfahrungen empfahl sich Rüter auch für höhere Aufgaben außerhalb des Vodafone-Konzerns. So hat der verbindliche Rheinländer unter Federführung der EU-Kommission daran mitgearbeitet, den „Code of Conduct for Data Centre Efficiency“ zu erstellen.

Welchen Schwerpunkt werden Sie in der Jury des Deutschen Rechenzentrumspreises setzen?

Andreas Rüter: Mein Schwerpunkt liegt auf Innovation und den Möglichkeiten, wie sich Innovation umsetzen lässt. Aus meiner Erfahrung weiß ich: Je mehr Möglichkeiten es gibt, auf ein Problem zu reagieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine dieser Lösungen auf das konkrete Problem passt. In meiner Gedankenwelt müssen „Speed and Simplicity“ gegeben sein.

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