MACH macht's möglich Ist die IT für den Black-Friday-Ansturm gerüstet?

Ein Gastbeitrag von Lucas Calmbach* 4 min Lesedauer

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Eine einzige Minute Downtime am heutigen 'Black Friday' kostet Online-Händler bis zu Hunderttausende Euro. Abgebrochene Bestellungen, frustrierte Kunden und Umsatzeinbrüche sind oft die Folge von nicht-skalierbaren IT-Systemen. Die Skalierbarbeit gehört aber quasi zur Composable-CX-Architektur. Der Gastbeitrag beleuchtet, wie diese mit Cloud-basierten Microservices vorbeugt und Unternehmen auf Peak-Tage vorbereitet.

Der so ganannte Black Friday ist auch hierzulande eine Skalierbarkeitsprüfung für IT-Systeme.(Bild:  frei lizenziert: bodkins18 /  Pixabay)
Der so ganannte Black Friday ist auch hierzulande eine Skalierbarkeitsprüfung für IT-Systeme.
(Bild: frei lizenziert: bodkins18 / Pixabay)

Am Black Friday müssen Online-Händler oft das Vielfache der üblichen Bestellmenge abwickeln. 2023 stieg der Umsatz an diesem Novembertag um 203 Prozent im Vergleich zu einem durchschnittlichen Tag im Oktober 2023. Eine robuste IT-Infrastruktur ist in diesem Zeitraum wichtiger denn je.

Denn abgebrochene Bestellungen oder verzögerte Zahlungen und dadurch verspätete Lieferungen verärgern Kunden und schmälern den Umsatz. Eine Lösung hierfür kann eine so genannte Composable-CX-Architecture sein.

Vielfach sind im E-Commerce integrierte, monolithische Systeme im Einsatz, die diverse Anwendungen und Funktionen gebündelt in einer Suite zur Verfügung stellen. Im Regelbetrieb bieten sie meist eine effektive und zuverlässige Lösung.

Doch die exponentielle Anzahl an Zugriffen am Black Friday stellt auch das stabilste System häufig auf die Probe. Denn dieses ist oft nicht einfach beliebig skalierbar – besonders dann, wenn sie On-Premises im Unternehmen laufen. Richtig problematisch wird es, wenn nicht nur der Onlineshop, sondern auch die Kassen im Handel betroffen sind. So wird der Black Friday schnell zum schwarzen Tag.

Über die KPS AG

KPS treibt gemeinsam mit seinen Kunden kontinuierlich die Beschleunigung der digitalen Transformation voran und gestaltet schon heute mit ganzheitlichem Blick die Welt von morgen: smarte Best-Practice Prozesse und herausragende Customer Experience entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der individuellen Kundeninteraktion über die Supply Chain und das operative Kerngeschäft bis zu den Finanzen. Das Münchner Beratungshaus ist der führende Partner für Handels- und Konsumgüterunternehmen in der Strategie-, Prozess- und Technologieberatung. Für zukunftssichere Hochleistungsdesigns setzt KPS, flankiert durch die sofort einsatzbereite Branchenlösung KPS Instant Platform, auf marktführende Technologien wie „SAP S/4 HANA“ sowie das zukunftsorientierte Prinzip der Composable Architecture mit Best-of-Breed-Lösungen und einem starkem Partnernetzwerk.

Für seine Leistungen ist KPS u. a. wiederholt als Hidden Champion in der Kategorie "Konsumgüter & Handel" sowie als Fokuspartner im Rahmen der SAP Diamant-Initiative für die Kategorie „Retail & Consumer Products“ ausgezeichnet worden.

Composable-CX-Architecture für mehr Prozessvielfalt

Eine Customer-Experience-Plattformen muss viel leisten: Neben E-Commerce-Prozessen müssen auch Marketing, Personalisierung und Loyalty, ebenso wie Search oder Analytics und AI, abgedeckt werden. Diese Prozesse lassen sich in einem monolithischen System häufig nur schwer vollständig und ganzheitlich abbilden. Komplexe Eigenentwicklungen im Monolithen sowie in Umsystemen tragen ihren Teil dazu bei.

Eine Alternative ist eine Composable-CX-Architecture nach dem 'MACH'-Prinzip (Microservices, API-first, Cloud-native, Headless). Eine E-Commerce-Plattform setzt sich hier aus den besten Cloud-Anwendungen zusammen, die über Application Programming Interfaces (APIs) verbunden und durch Microservices erweitert werden.

So entsteht ein Best-of-Breed-Verbund, bei dem jede Komponente – sogar die zentrale Kundendatenbank – bei Bedarf ausgetauscht werden kann, ohne das Gesamtsystem zu beeinträchtigen. Dabei ist es nicht notwendig, alle CX-Komponenten von dem gleichen Softwareanbieter zu beziehen – man kann beliebig kombinieren und vermeidet damit gleichzeitig einen Vendor Lock-in.

MACH macht jede Komponente skalierbar

Das Praktische dabei: Alle Module lassen sich bei Bedarf unabhängig skalieren, was erheblichen Einfluss auf die Gesamt-Performance hat. So kann man flexibel auf Umsatzspitzen wie am Black Friday reagieren und darüber hinaus bei Bedarf auch gezielt Features für die 'Peak Season' ausrollen.

Bei der Umsetzung einer Composable-CX-Plattform nach MACH-Prinzipien ist eine effektive Orchestrierung der Best-of-Breed-Lösungen entscheidend. Denn die Gesamtarchitektur, die Integration und der Betrieb werden anspruchsvoller, da ein Überblick über Module, Markt und Funktionalitäten nötig ist. Auch können viele Einzellizenzen zu höherem Verwaltungsaufwand und Kosten führen.

Die IT muss nicht nur ein System beherrschen, sondern alle genutzten Cloud-Anwendungen und Microservices. Deshalb finden sich oft Mischformen: Ein stabiles Kernsystem wird um flexible, leicht skalierbare Komponenten ergänzt. So bleiben Performance und Skalierbarkeit gewährleistet, ohne übermäßige Komplexität.

Eine Composable-Architektur macht sich schnell bezahlt

Der Wechsel zu einer Composable-Architecture oder einer Mischform ist dennoch oft weniger komplex als erwartet. Spezialisierte IT-Beratungen bieten Best-Practice-Templates und vordefinierte Cloud-Komponenten für gängige Anwendungsfälle, so dass ein funktionierendes Gesamtsystem schnell einsatzbereit ist. Diese verfügen zudem über einen umfassenden Überblick über den komplexen Softwaremarkt und können bei der Auswahl der passenden Cloud-Bausteine beraten.

Die Studie „Customer Experience Trends 2024“ zeigt, dass solche flexiblen Plattformstrukturen große Vorteile bieten. Unternehmen mit Microservices sind zu 82 Prozent besser skalierbar und zu 81 Prozent widerstandsfähiger gegen Lastspitzen bei der Website-Performance. Firmen mit starker Systemintegration oder Cloud-basierter Entwicklung und Betrieb weisen zu jeweils 85 Prozent eine stabilere Performance ihrer Internetseite auf.

*Der Autor
Dr. Lucas Calmbach ist Managing Director bei KPS AG und verantwortet den Bereich Customer Experience Management. In diesem Zusammenhang ist er zum einen im Business Consulting aktiv und betreut zum anderen nationale sowie internationale Transformationsprojekte. Neben der Implementierung von CX-Architekturen & Tools liegt der Fokus dabei immer auch auf der Optimierung von strategischen & operativen CX-Prozessen.
Er sagt: Der Black Friday und das Weihnachtsgeschäft stehen vor der Tür. Eine MACH-basierte Plattform sorgt dafür, dass E-Commerce-Websites an diesen umsatzstarken Tagen nicht nur stabil bleiben, sondern auch flexibel und skalierbar auf die hohen Anforderungen reagieren und somit eine optimale Performance sicherstellen können. So sichern sich Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für die Zukunft.

Bildquelle: KPS AG

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