Intel Arc Pro B70 und B65 Intel Battlemage-GPU für Profis

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Mit „Arc Pro B70“ und „B65“ bringt Intel zwei Grafikkarten für Workstation und Server auf den Markt. Sie basieren auf der großen „Battlemage“-GPU „BMG-G31“ und bieten 32 GB Speicher, die sich vor allem bei KI-Inferenz auswirken. Gamer gehen dagegen leer aus.

Neben Intel bringen noch einige Boardpartner Arc-Pro-Karten vom Typ B70 und B65 auf den Markt. Mit dabei sind auch in Deutschland aktive Firmen wie Asrock, Lenovo, Sparkle oder Supermicro.(Bild:  Intel Corporation)
Neben Intel bringen noch einige Boardpartner Arc-Pro-Karten vom Typ B70 und B65 auf den Markt. Mit dabei sind auch in Deutschland aktive Firmen wie Asrock, Lenovo, Sparkle oder Supermicro.
(Bild: Intel Corporation)

Die schon lange erwarteten Grafikkarten mit der großen Battlemage-GPU BMG-G31 sind endlich da. Im Gegensatz zur bisherigen „BMG-G21“-GPU mit maximal 20 „Xe-2“-Cores bietet sie bis zu 32 Xe-Cores der zweiten Generation und unterstützt mit ihrem 256-Bit-Speicherinterface nun 32 GB GDDR6.

Zudem gibt es eine schnellere Anbindung an die CPU. Denn statt der bisherigen acht PCI-Express-4.0-Lanes werden nun 16 Lanes genutzt, die zudem mit PCI Express 5.0 die doppelte Bandbreite bieten.

Beide GPUs werden bei TSMC gefertigt. Zum Start der Karten kann Intel zwölf OEM-Partner vorweisen, die eigene Arc-Pro-Karten auf den Markt bringen wollen. Zu ihnen zählen Asrock, Lenovo, Sparkle und Supermicro.

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Die ebenfalls erwarteten Gaming-Karten mit BMG-G31-GPU wird es dagegen nicht geben. Angesichts der Speicherpreise kann Intel mit den professionellen Karten mehr Geld verdienen und die Nachfrage nach GPUs für KI-Workloads ist wohl höher als die nach Gaming-Karten auf Intel-Basis.

Die neuen Arc-Pro-Karten im Detail

Bei der günstigeren Intel Arc Pro B65 sind 20 Xe-2-Cores freigeschaltet, ebenso viele wie bei der im vergangenen Jahr vorgestellten „Arc Pro B60“. Daher liegt auch die KI-Performance laut Intel ebenfalls bei 197 TOPS.

Allerdings ist der Speicher bei der B65 32 statt 24 GB groß und bietet somit Platz für ein größeres Context-Windows bei der Inferenz, die der Hersteller als primären KI-Workload sieht. Die Leistungsaufnahme der Karte liegt mit 200 Watt ebenfalls auf dem Niveau der B60, die vom Kartenhersteller zwischen 120 und 200 Watt konfigurierbar ist.

Die Intel Arc Pro B70 verfügt dagegen über 32 Xe-2-Kerne mit insgesamt 256 Vektor-Engines und ebenfalls 256 „XMX-Engines“, die für KI-Berechnungen zuständig sind. Daher gibt Intel hier eine KI-Leistung von 367 TOPS an.

Die Leistungsaufnahme

Die Intel-eigene Karte hat eine Leistungsaufnahme von 230 Watt, die Board-Partner können ihre Karten allerdings, abhängig von der Kühlung, in einem Korridor zwischen 160 und 290 Watt konfigurieren.

Beide Karten sind für Workstation-Anwendungen wie CAD oder Rendering zudem mit Ausgängen für vier Displays ausgestattet, die 8K mit bis zu 120 Hz unterstützen. Beide Modelle sind Dual-Slot-Karten mit Radiallüfter.

Mit dem Projekt „Battlematrix“ hat Intel bereits bei der ersten Battlemage-Generation eine Möglichkeit geschaffen, für KI-Workloads bis zu acht Karten in einem entsprechend ausgestatteten Server parallel einzusetzen. Bei der neuen Generation sollte das durch das breitere und schnellere PCI-Express-Interface noch besser funktionieren.

Nächste Station: Crescent Island

Bei der Vorstellung der neuen Battlemage-Karten hat Intel auch „Crecent Island“ erwähnt, eine in Entwicklung befindliche GPU für KI-Inferenz im größeren Stil. Sie wird auf der „Xe-3P“-Architektur basieren, einer auf Performance optimierten Variante der Xe-3-Architektur mit dem Codenamen „Celestial“, die Intel bereits in den neuen „Panther-Lake“-Mobilprozessoren nutzt.

Bei Details zu Crecent Island war der Hersteller bislang sehr zurückhaltend. Erwähnt wurde nur, dass die Datacenter-GPU-Karten mit bis zu 160 GB LPDDR5x bestückt werden, anstatt GDDR6 oder GDDR7 zu nutzen.

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