Zuverlässigkeitsüberwachung in Windows 11 Integrierter Stabilitätsindex bewertet Systemzustand

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Zuverlässigkeitsüberwachung gehört seit „Windows Vista“ zur integrierten Systemdiagnostik und ermittelt täglich einen Index. Dieser verdichtet Ereignisdaten zu einer nachvollziehbaren Kennzahl für die Systemstabilität und erlaubt eine zeitliche Bewertung über mehrere Wochen hinweg.

Der in „Windows 11“ integrierte Stabilitätsindex bewertet den Systemzustand des Betriebssystems. (Bild:  Thomas Joos)
Der in „Windows 11“ integrierte Stabilitätsindex bewertet den Systemzustand des Betriebssystems.
(Bild: Thomas Joos)

Das Microsoft-Betriebssystem Windows speichert Betriebsereignisse permanent im Event-Log. Die Zuverlässigkeitsüberwachung greift auf diese Datenbasis sowie auf Informationen der Windows-Fehlerberichterstattung zu und filtert ausschließlich stabilitätsrelevante Einträge. Dazu zählen Anwendungsabstürze, nicht reagierende Prozesse, Kernel-Fehler, unerwartete Neustarts, Treiberprobleme sowie erfolgreiche oder fehlgeschlagene Updates.

Das System aggregiert diese Ereignisse tageweise und berechnet daraus einen Stabilitätsindex. Kritische Fehler reduzieren den Wert unmittelbar. Tage ohne relevante Störungen oder erfolgreich installierte Updates hingegen wirken stabilisierend. Auf diese Weise entsteht ein gleitender Verlauf, der Trends sichtbar macht.

Im Unterschied zur Ereignisanzeige verdichtet die Zuverlässigkeitsüberwachung die Informationen grafisch und ordnet sie einer klar definierten Skala zu. Die Ereignisanzeige selbst stellt Rohdaten bereit, erfordert jedoch detaillierte Analysekenntnisse.

Zugriff auf die Zuverlässigkeitsüberwachung

Der Aufruf erfolgt über die Windows-Suche. Nach Betätigung der Windows-Taste genügt die Eingabe von "Zuverlässigkeitsverlauf". Windows blendet daraufhin die Option "Zuverlässigkeitsverlauf anzeigen" ein. Nach dem Start öffnet sich die grafische Übersicht mit dem Stabilitätsdiagramm.

Die Oberfläche zeigt eine Zeitachse mit täglicher Bewertung. Oberhalb der Ereignisübersicht verläuft die Kurve des Stabilitätsindex. Einzelne Tage lassen sich anklicken, wodurch im unteren Bereich detaillierte Ereignisinformationen erscheinen.

  • Kritische Ereignisse erscheinen mit rotem Symbol. Dazu gehören Programmabstürze, Systemfehler oder Hardwareprobleme. Mehrere rote Einträge innerhalb kurzer Zeiträume führen zu einem deutlichen Absinken des Index.
  • Warnungen sind mit gelbem Symbol markiert. Diese Kategorie umfasst fehlgeschlagene Updates oder Konfigurationsprobleme, die keine unmittelbare Instabilität verursachen, jedoch auf Fehlkonfigurationen hindeuten können.
  • Informationsereignisse erscheinen mit blauem Symbol. Hier dokumentiert Windows erfolgreiche Updates oder Installationen ohne negative Auswirkung auf die Stabilität.

(ID:50722022)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung