Zugang zu Datacenter mit multimodaler Authentifizierung Kombination mehrerer Anmeldungen und Biometrie

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Multimodale Authentifizierung ist ein zunehmend wichtiger Ansatz in der physischen Sicherheit, da herkömmliche Zugangskontrollen wie Karten und Passwörter allein oft nicht mehr ausreichen, um moderne Bedrohungen abzuwehren. Multimodale Authentifizierung kombiniert mehrere biometrische und verhaltensbasierte Erkennungstechnologien, um die Sicherheit von Zugangssystemen zu erhöhen.

Multimodale Anmeldung erhöhen die Sicherheit im Rechenzentrum enorm. (Bild:  Thomas Joos)
Multimodale Anmeldung erhöhen die Sicherheit im Rechenzentrum enorm.
(Bild: Thomas Joos)

Der multimodaler Ansatz nutzt eine Kombination aus verschiedenen Identifikationsmethoden wie FingerabdruckSscans, Gesichtserkennung, Iris-Scans, Sprachmuster und sogar Verhaltensbiometrie wie die Art des Tippens oder Gehens. Die Kombination mehrerer Authentifizierungsfaktoren reduziert signifikant das Risiko Einbruchs oder Angriffs auf die Infrastruktur. Während einzelne biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke relativ leicht reproduzierbar sein können, macht die Nutzung mehrerer unabhängiger Faktoren einen Angriff erheblich komplexer.

Wenn ein biometrisches System gleichzeitig Gesicht, Fingerabdruck und Verhalten erfasst, muss ein Angreifer in der Lage sein, alle drei Parameter korrekt zu fälschen, was die Eintrittsbarriere deutlich erhöht. Zudem können multimodale Systeme den Zugriff für autorisierte Nutzer schneller und nahtloser gestalten, da redundante Authentifizierungsmaßnahmen entfallen.

Einsatzbereiche und Anwendungen für multimodale Authentifizierung

In Sicherheits-sensiblen Bereichen, wie Rechenzentren, wird multimodale Authentifizierung häufig eingesetzt, um das Risiko eines unbefugten Zugangs zu minimieren. Neben der physischen Sicherheit gibt es auch Anwendungen in der IT-Sicherheit, wo multimodale Verfahren verwendet werden, um den Zugriff auf sensible Daten und Systeme zu schützen. Die Integration multimodaler Systeme erfordert eine vergleichseise hohe Rechenleistung und ausgereifte Algorithmen, um die verschiedenen Identifikationsdaten in Echtzeit zu verarbeiten und abzugleichen.

Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) und im Maschinellen Lernen haben jedoch dazu beigetragen, dass diese Systeme zunehmend effizienter und präziser werden. KI kann beispielsweise kontinuierlich lernen, wie sich Nutzer im Laufe der Zeit verhalten, und so unautorisierte Zugriffsversuche noch präziser erkennen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, diese Systeme benutzerfreundlich zu gestalten, ohne dass es zu hohen Fehlerraten oder einer zu invasiven Überwachung kommt.

Zukünftige Entwicklungen

Der Trend geht immer mehr zur Integration weiterer biometrischer Verfahren, wie der Analyse von Herzfrequenzen oder der elektrischen Leitfähigkeit der Haut. Auch verhaltensbasierte Parameter wie die Art des Tippens oder die Benutzung eines Smartphones könnten in Zukunft eine größere Rolle spielen. Diese Entwicklungen zielen darauf ab, Authentifizierungssysteme sowohl sicherer als auch weniger störend für den Nutzer zu gestalten.

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