Tidal Software entwickelt Modul für zentrales SAP-Management In der Praxis: SAP-Monitoring durch den Microsoft Operations Manager

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Tidal Software liefert mit Horizon for SAP eine Zusatzlösung für den Operations Manager von Microsoft. Damit kann die Überwachungskonsole auch SAP-Systeme verwalten. Das Tool liefert dabei vielfältigste Informationen über den aktuellen Zustand der SAP-Infrastruktur.

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Microsofts Operations Manager wurde im letzten Jahr in der Version 2007 neu aufgelegt und in den Verbund des System Centers integriert. Dessen Vorgänger, der Microsoft Operations Manager 2005 (MOM 2005), war auf die Überwachung von Serversystemen fixiert. Der System Center Operations Manager 2007 (SCOM) wurde in seinem Umfang erweitert und ist nun auch in der Lage, kritische Clientsysteme in die Verwaltung mit einzubeziehen. Der Fokus liegt dabei auf geschäftskritische Clients bzw. jene Clientsysteme, die für einen stabilen IT-Betrieb besonders interessant oder wichtig sind. Der SCOM ist auch in der Version 2007 kein Tool, das zur Überwachung aller Client-Systeme herangezogen werden sollte, wenngleich das technisch möglich wäre.

Microsoft adressiert mit dem Operations Manager vor allem große Umgebungen. Dazu kann das Tool in einer Enterprise Edition bis zu 2000 Serveragenten (managed nodes) überwachen. Mittels Kaskadierung der Überwachungs-Server lässt sich diese Grenze auch noch erweitern. Da in diesen Szenarien häufig aber bereits Systemverwaltungstools von BMC (Patrol), HP (Open View), CA (Unicenter) oder IBM (Tivoli) etabliert sind, stellt der Operations Manager darüber hinaus Schnittstellen für die Integration und den Datenaustausch mit diesen Frameworks bereit.

Die Architektur des Operations Manager basiert auf einem zentralen Management-Server und Agenten, die auf den zu überwachenden IT-Systemen hinterlegt werden. Diese Agenten sammeln die Messwerte und Statusmeldungen der überwachten Systeme ein und senden sie an ihren zentralen Managementserver. Dort angekommen hinterlegt der Managementserver die Messdaten in eine angeschlossene Datenbank und wertet die Statusmeldungen nach vorgegebenen Kriterien aus. Welche Messdaten zu sammeln sind und wie später deren Auswertung erfolgen soll, wird durch spezialisierte Konfigurationspakete, den Management Packs, bestimmt. Diese Management Packs sind eng auf die jeweilige IT-Komponente abgestimmt. Erstellt werden sie von den jeweiligen Entwicklergruppen, da nur sie die Kenntnisse über die Interna des jeweiligen Moduls aufweisen.

Zur Verwaltung stellt Microsoft im Operations Manager 2007 mehrere Konsolen bereit. Die Operations Console zur umfassenden Administration, eine Web Console mit reduziertem Umfang für das Operating und eine Reporting-Konsole. Letztere basiert auf den SQL Reporting Services und erlaubt eine über die vorhandenen Definitionen der Management Packs hinausgehende Auswertung der gesammelten Messwerte.

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