Desktop-Virtualisierung aus einem Guss

Im Vergleich: VMware View und Citrix XenDesktop

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Im nächsten Schritt war es erforderlich, mit Hilfe der Provisioning-Server-Konsole unter „Device Collections/Create Device“ ein „Master-Virtual-Disk“-Image anzulegen, dieses mit der eben notierten MAC-Adresse des Desktops zu verbinden und ihm dann die zuvor angelegte V-Disk hinzuzufügen. Jetzt konnten wir den Virtuellen Desktop neu starten und uns daran machen, auf dem Desktop das „Target Device for 32 bit Platform“ zu installieren.

Dazu legten wir das Installationsmedium des Provisioning Servers ein, ließen das dazugehörige Setup durchlaufen und starteten den virtuellen Desktop anschließend neu. Nun fanden wir nach dem erneuten Login die virtuelle Festplatte als Laufwerk „E:\“ vor.

Jetzt blieben nur noch wenige Konfigurationsschritte übrig. Zunächst war es erforderlich, mit Hilfe des „Provisioning Server Image Builders“, der sich im Startmenü des Client-Systems findet, das Festplatten-Image für die Virtual Desktops zu erzeugen. Dieses Tool kopiert alle relevanten Daten auf die V-Disk. Danach konnten wir den virtuellen Desktop, den wir als Basissystem genutzt hatten, herunterfahren und ausschalten. Sollen später Virtual Desktops aktualisiert werden, so genügt es, dieses Basissystem hochzufahren, zu patchen und dann das Image auf der V-Disk neu zu bauen.

Die zuständigen Mitarbeiter müssen jetzt die nun mit Daten bestückte V-Disk noch in der Provisioning-Server-Konsole als Standard-Image definieren. Als wir das erledigt hatten, machten wir uns daran, mit Hilfe des Xen-Desktop-Setup-Wizards die eigentlichen virtuellen Desktops zu erzeugen. Dieses Tool fragt nach seinem Start unter anderem nach der zu verwendenden Hosting-Infrastructure (Citrix oder Vmware), dem Template für die Desktops, der virtuellen Netzwerkkarte, über die sie gestartet werden sollen, der zu verwendenden V-Disk sowie der Zahl der zu erzeugenden Desktops. Dazu kommen noch Parameter wie „Default On“ und der Name der Desktop-Gruppe, in der das System die virtuellen Desktops zusammenfasst. Wurden alle Angaben vorgenommen, so legt der Wizard die Desktops an und fügt sie der Domäne hinzu.

Damit die Endanwender ihre Desktops nutzen können, müssen sie sich nun lediglich über ihren Browser mit dem Delivery Controller verbinden, sich einloggen und den Desktop Receiver von Citrix installieren, der ihnen nach dem ersten Login angeboten wird. Wenn sie sich nach dem Setup erneut einloggen, haben sie Zugriff auf die virtuellen Desktops. Dabei weist das System jedem neuen User immer den nächsten Desktop zu.

Fazit

Die Citrix-Lösung kommt mit einem etwas größeren Installations- und Konfigurationsaufwand daher als das Produkt von Vmware, ist dafür aber auch etwas flexibler. So arbeitet sie nicht nur mit der VMware Infrastructure zusammen, sondern auch mit Xen-Servern.

Im täglichen Einsatz ergaben sich bei beiden Produkten keine Schwierigkeiten, so dass jeder Administrator für sich entscheiden muss, ob er die einfachere Bedienung oder die größere Flexibilität höher bewertet.

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