Oceanstor A800 angekündigt Huawei bringt Storage-System für das KI-Zeitalter

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des „Innovative Data Infrastructure Forum“ in Berlin hat Huawei sein aktuelles Speichersystem „Oceanstor A800“ angekündigt. Das Produkt soll eine leistungsfähige Ergänzung zu den bestehenden Modellen der A-Serie darstellen.

Mit dem Speichersystem A800 will Huawei vor allem KI-Workloads auf Trab bringen.(Bild:  Bethany Drouin /  Pixabay)
Mit dem Speichersystem A800 will Huawei vor allem KI-Workloads auf Trab bringen.
(Bild: Bethany Drouin / Pixabay)

Das Oceanstor A800 ist auf KI-Anforderungen zugeschnitten und soll in KI-Cluster eine 30 Prozent höhere Auslastung ermöglichen. Hohe Bandbreite und IOPS sollen dazu ebenso beitragen wie die Skalierungsmöglichkeit auf EB-Level mit bis zu 512 Controllern und maximal 4.096 Rechenkarten. Huawei gibt die Speicherdichte mit einem Petabyte pro Höheneinheit an. Die Energie-Effizienz liege bei 0,7 Watt pro Terabyte.

Mit Vektorindex, Tensordaten und RAG („Retrieval-Augmented Generation“) soll das System zudem ein neues Datenparadigma bieten. Die Genauigkeit der Ransomware-Erkennung wurde laut Huawei von 99,9 auf 99,99 Prozent verbessert. Eine Data-Fabric-Funktion soll zudem die Verwaltung von Datenbeständen erleichtern.

„Ära des Datenerwachens“ eingeläutet

Huawei erwartet, dass KI auch die herkömmliche Datenspeicherung verändern wird. Dabei gehe es nicht mehr nur um Leistung, Zuverlässigkeit und Datenparadigma, sondern auch um Skalierbarkeit, Nachhaltigkeit und Datenstruktur. Dieser anbrechenden „Ära des Datenerwachens“ will Huawei durch Innovationen in sechs Dimensionen Rechnung tragen:

  • 1. Höchste Leistung: Huawei steigert laut eigener Angabe die Speicherleistung um den Faktor 10 im Vergleich zu herkömmlichen Speichern. Die Speicher unterstützen außerdem Bandbreiten im PB/s-Bereich (Petabyte pro Sekunde) und 100 Millionen IOPS („Input/Output Operations per Second“), was die Effizienz des gesamten generativen KI-Prozesses erheblich verbessern soll.
  • 2. Ausfallsicherheit der Daten: Innovative Architekturen und Technologien sollen für hohe Zuverlässigkeit von 99,9999 Prozent sorgen. Die integrierte Ransomware-Erkennungs-Engine erhöhe die Erkennungsgenauigkeit auf 99,99 Prozent. Sogar die Checkpoint-Wiederherstellungszeit während des KI-Trainings werde auf weniger als eine Minute verkürzt.
  • 3. Neues Datenparadigma: Mehrdimensionale Tensordaten ermöglichten schnelle Datenabfragen über eine intelligente Suchmaschine. Die RAG-Technologie arbeite mit der eingebetteten Wissensbasis, um Halluzinationen in großen KI-Modellen zu vermeiden.
  • 4. Skalierbarkeit: Die Kapazität einzelner Speicher-Cluster lässt sich laut Huawei auf Exabyte-Ebene skalieren. Jede Engine ist mit zusätzlichen GPUs, DPUs („Data Processing Unit“) oder NPUs („Neural Processing Unit“) für speichernahe Berechnungen erweiterbar.
  • 5. Nachhaltigkeit: Innovationen bei Speichermedien und -geräten sollen bei Huawei zu hoher Energie-Effizienz von weniger als einem Watt pro Terabyte und einer hohen Speicherdichte von mehr als einem Petabyte pro Höheneinheit geführt haben. Neu veröffentlichte SSDs mit hoher Kapazität trügen ebenfalls zu Platz- und Energie-Ersparnis bei.
  • 6. Datenstruktur: Die Möglichkeiten der Verwaltung und Suche von Speichermetadaten ermöglichten globale Datentransparenz und -verwaltung sowie zehnmal effizientere Datenmobilität.

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