Neue Highend-Rechner von Hewlett-Packard Enterprise HPE-Server schützen mit Post-Quantum-Security und vor exorbitanten Stromrechnungen

Von Andreas Th. Fischer 3 min Lesedauer

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Die gerade vorgestellten HPE- „Proliant“Server der 12. Generation bieten nicht nur deutlich mehr Leistung. Sie sollen dank spezieller Sicherheitsprozessoren auch gegen künftige Angriffe mit Quantencomputern geschützt sein.

HPE hat acht  „Proliant “-Server der 12. Generation vorgesetllt, die über ein KI-gestütztes Management und mehr Leistung verfügen und 65 Prozent weniger Energieverbrauch erzielen und vor Quanten-Hacks schützen können. (Bild:  HPE/ Pixabay)
HPE hat acht „Proliant “-Server der 12. Generation vorgesetllt, die über ein KI-gestütztes Management und mehr Leistung verfügen und 65 Prozent weniger Energieverbrauch erzielen und vor Quanten-Hacks schützen können.
(Bild: HPE/ Pixabay)

Hewlett-Packard Enterprise (HPE) bringt eine neue Serie von HPE-Proliant-Servern der dann 12. Generation (Gen12) auf den Markt, die mit speziellen „Secure-Enclave “-Sicherheitsprozessoren ausgestattet sind. Damit erfüllen sie nicht nur die Anforderungen des Sicherheitsstandards FIPS 140-3 Level 3, sondern bieten auch Schutz vor künftigen Angriffen mit Quantencomputern.

Vor etwa sechs Monaten hatte HPE bereits den Proliant-Server „DL384 “ vorstellt, der ebenfalls schon zur 12. Generation gehört. Er ist mit einem „Nvidia GH200 Grace Hopper Superchip “ ausgestattet, die aus einer Nvidia-Grace-CPU mit 72 „ARM-Neoverse-V2 “-Kernen und einer Hopper-GPU besteht. Dazu kommen bis zu 480 GByte LPDDR5X-Speicher und bis zu 144 GByte HBM3e-GPU-Speicher.

Schutz für die gesamte Lieferkette

Darüber hinaus verspricht HPE nun für die neuen Server Schutz vor Firmware-Angriffen sowie eine „vollständige Transparenz ab Werk für die gesamte Lieferkette“. Sie werde bis zum Ende des Lebenszyklus der Server reichen, die dann über die 'Onsite Decommission Services' von HPE wieder eingesammelt werden können. Damit ist dafür gesorgt, dass die Server zu einer autorisierten Sortier- und Recycling-Anlage transportiert werden.

Die neuen Gen12-Server liefern nach Angaben des Herstellers rund die siebenfache Leistung im Vergleich zu Maschinen der zehnten Generation. Gleichzeitig benötigen sie nach Berechnungen von HPE bis zu 65 Prozent weniger Strom. Die Leistung pro Watt soll 41 Prozent höher sein. Unterm Strich könne man damit viel Platz im Rechenzentrum sparen - oder die Gesamtleistung bei gleichem Platzbedarf hochfahren.

Acht neue Server auf Intel-Xeon-Basis

Bei der Ausstattung setzt HPE nach eigenen Angaben auf „Intel-Xeon-6 “-Prozessoren mit bis zu 144 Kernen sowie direkte Flüssigkeitskühlungen, die die Wärme weit effizienter ableiten als Luft. Nach Berechnungen von HPE führen Flüssigkeit bezogen auf dasselbe Volumen rund 3.000-mal mehr Wärme ab als Luft. Eine weitere Neuheit ist die Version 7 der von HPE entwickelten Management-Technik iLO (Integrated Lights Out - Ähnliche Out-of-Band-Verwaltung gibt es als Standard „IPMI “, als „iDRAC “ ein proprietäres Angebot von Dell und „ILOM “ bei Oracle. In manchen Fällen werden die Begriffe synonym verwendet.)

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Insgesamt will HPE rund acht zusätzliche Proliant-Server auf den Markt bringen. Die Modelle HPE Proliant Compute Gen12 „DL320 “ (Abbildung 1ff), „DL340“ (Abbildung 5ff), „DL360 “ (Abbildung 8fff), „DL380“ (Abbildung 13f), „DL380a“ (Abbildung 15ff) und „ML350“(Abbildung 19f) sollen bereits ab dem 24. Februar dieses Jahres bestellbar sein und ab dem 25. März weltweit ausgeliefert werden. Im Sommer will HPE sie mit den Modellen „HPE Synergy 480 “ und „HPE Proliant Compute DL580 “ ergänzen.

HPE will die Server direkt zum Kauf anbieten oder über „Greenlake “ als Dienstleistung anbieten. Zudem werde man zusätzliche Beratungs-, Support- und Finanzierungs-Dienstleistungen bereitstellen.

Erweiterte Verwaltungsfunktionen

Darüber hinaus hat der Hersteller seine Cloud-basierte Management-Plattform „HPE Compute Ops Management “ ausgebaut. Sie erleichtert nicht nur die Verwaltung auch umfangreicher Server-Umgebungen. Dank neuer KI-Funktionen kann HPE damit nach eigenen Angaben auch die Energie-Effizienz verbessern. So ist es nun möglich, den künftigen Energieverbrauch besser vorauszusagen sowie Schwellenwerte für die Stromkosten und den CO2-Ausstoß festzulegen.

Neu ist zudem eine grafische Kartenansicht, um Server-Probleme in verteilten Umgebungen besser zu erkennen. Neue Server sollen sich außerdem per automatisiertem Onboarding schneller einrichten lassen. Laut HPE funktioniert das sogar an Standorten ohne eigenes IT-Personal. Die erweiterten Funktionen werden sowohl für die die neuen Gen12- als auch die Gen10-Server zur Verfügung stehen.

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