GoBerlin: Neue Dienste aus der Trusted Cloud

HP baut Private Cloud für Verwaltung in Berlin

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Verwaltung mit HP Cloud Service Automation

Zum HP CloudSystem Enterprise gehört die Verwaltungs-Software HP Cloud Service Automation in der Version 3.0. Damit lässt sich die Private Cloud des ITDZ Berlin hochgradig automatisiert betreiben. Die Software bietet Werkzeuge für die Verwaltung des gesamten Bereitstellungszyklus der Cloud, von der virtuellen Infrastruktur bis zur Cloud-Service-Anwendung („Infrastructure-to-Application-Lifecycle“). Dazu gehört beispielsweise ein Service-Designer mit grafischer Oberfläche, mit dem Mitarbeiter des ITDZ Berlin Teildienste per Drag-and-Drop zu Cloud-Diensten zusammenstellen können. Über ein Self-Service-Portal können Kunden die verfügbaren Infrastruktur- oder Plattformdienste schnell und einfach bestellen. Das selbsterklärende Portal ist so vorkonfiguriert, dass Benutzer unter standardisierten Infrastrukturen und Plattform-Services auswählen können. Benutzerrechte und Regeln sollen dabei verhindern, dass Dienststellen oder Mitarbeiter Services bestellen, die für sie ungeeignet sind oder für die sie keine Genehmigung haben.

„Die Bereitstellung von Services aus dem CloudSystem dauert nur wenige Minuten. Virtualisierte Infrastrukturen sind 20 oder 30 Minuten nach der Bestellung einsatzbereit. Auch physikalische Systeme lassen sich automatisiert bereitstellen. Händische Vorgänge wie Ausschreibung, Beschaffung, Vor-Ort-Installation und Inbetriebnahme von Hardware entfallen vollständig“, sagt Tobias Föster, Account Manager, HP. „Die Bestellung per Self-Service-Portal ist dabei so einfach, dass jeder Kunde des ITDZ Berlin in der Lage ist, benötigte Services selbständig und ohne Unterstützung einzukaufen.“

Über das Self-Service-Portal bestellte Infrastruktur-Ressourcen werden je nach Bedarf zugeteilt und – sobald sie nicht mehr benötigt werden – wieder in den Pool der Cloud zurückgegeben. Das soll die Auslastung von Server-, Speicher- und Netzwerkhardware verbessern und gleichzeitig für mehr Flexibilität sorgen. Letztere ist für das IT-Dienstleistungszentrum von besonderer Bedeutung: Die zwei Data Center des ITDZ Berlin sind immer wieder kurzzeitigen Lastspitzen ausgesetzt – etwa montags oder vor der Ferienzeit, wenn besonders viele Bürger Behördengänge erledigen und die IT-Services der angeschlossenen Dienststellen mehr Ressourcen brauchen als üblich. Der so entstehende Zusatzbedarf lässt sich nach Unternehmensangaben mit den Services des Cloud System Enterprise decken – einfach, schnell und ohne zusätzliche Kosten.

Neue Dienste aus der „Trusted Cloud“

Das ITDZ Berlin will HPs CloudSystem Enterprise nicht nur nutzen, um bestehende Strukturen und Dienste zu verbessern – die Private Cloud soll auch zur hoch-sicheren Infrastruktur für ganz neue Services werden. Deshalb haben die Berliner IT-Spezialisten gemeinsam mit HP ein Konzept erarbeitet, wie sich die Private Cloud und die in ihr gespeicherten, privaten Daten der Berliner Bürger besonders gut schützen lassen.

Die Bereitstellung von Services aus der Private Cloud erfolgt über ein eigenes, vom Internet unabhängiges Glasfasernetz, das 1.000 Kilometer lange „Berliner Landesnetz“. Das allein sorgt schon für eine überdurchschnittliche hohe Sicherheit.

Diese Sicherheit will das ITDZ Berlin auch bei der Cloud-gestützten Service-Plattform „goBerlin“ nutzen. Sie soll Online-Dienstleistungen von Behörden und Unternehmen nach „Lebenslagen“ bündeln, so dass Bürgerinnen und Bürger sie sehr schnell finden und nutzen können. In einem ersten Schritt wird das ITDZ Berlin beispielsweise Dienstleistungen für die Lebenslage „Umzug“ realisieren. Das dem Projekt zu Grunde liegende Sicherheitskonzept ist so umfassend, dass „goBerlin“ vom Bundeswirtschaftsministerium für eine Förderung im Rahmen der Initiative „Trusted Cloud“ ausgewählt wurde.

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