Hochverfügbarkeitslösung Stratus Avance beim ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.

Hochverfügbarkeit für die digitale Autodiagnose

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Hochverfügbarkeit ohne Aufwand

Von Anfang an gehörte eine hohe Verfügbarkeit zu den Prioritäten des Projekts: „Die Kunden wollen nach einer Prüfung zu Hause sofort ihre Daten einsehen“, erklärt Ulf Farger vom Projektteam beim ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. in Laatzen. „Die Prüfungsergebnisse müssen daher rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Da es sich bei der digitalen Fahrzeuganalyse um ein Pilotprojekt handelt, ist ein reibungsloses und ausfallsicheres Funktionieren auch für die Beurteilung der weiteren Entwicklung des Systems wichtig.“ Zugleich wollte der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V., um Ressourcen zu schonen, alle für das Projekt erforderlichen Systeme auf einer virtuellen Plattform betreiben.

Allerdings erschienen bei einem begrenzten Projekt wie „AutoDiagnose Digital“ die für derartige Aufgaben häufig eingesetzten Cluster-Lösungen erheblich überdimensioniert. „Wir haben hier nur ein kleines IT-Team und können uns nicht ständig nur mit einem System beschäftigen“, erläutert Farger. Auch die Virtualisierung mit VMware oder HyperV hätte viel Aufwand sowie zusätzliche teure Hardware erfordert und kamen daher nicht Frage. „Wir benötigten vielmehr eine Lösung, die wir ohne umfangreiche Schulung und ohne laufende Administration mit minimalem Auf-wand zuverlässig betreiben können“, ergänzt Farger.

Die Wahl fiel daher auf Stratus Avance, eine Software-Lösung des Hochverfügbarkeitsspezialisten Stratus, die zwei Standard-x86-Server auf Basis der Open-Source-Virtualisierungs-Software Xen zu einem hochverfügbaren System verbindet.

Die virtuellen Windows- oder Linux-Server, die sich auf den beiden physischen Maschinen einrichten lassen, werden von Avance permanent synchronisiert. Beide Server erscheinen für den Benutzer wie ein einziges System. Sollte einer der Server ausfallen, könnte der jeweils andere den Betrieb automatisch fortsetzen. Ist die Hardware-Störung behoben, bringt Avance beide Server wieder auf den gleichen Stand. Sowohl Übergänge des Betriebs als auch Re-Synchronisation erfolgen voll automatisch, die Administratoren müssen nicht eingreifen.

Auf diese Weise erreichen handelsübliche Server – also Server, die nicht mit besonderer Hardware aufgerüstet sind, sondern die ganz „normalen“ CPUs, RAMs, Platten usw. verwenden – eine sehr hohe Verfügbarkeit von 99,99 Prozent. Ohne Hochverfügbarkeitslösung kommen Standard-Server bestenfalls auf eine Verfügbarkeit von 99 Prozent.

Integrierte Prognosewerkzeuge

Für Unternehmen ist dabei der Aspekt wichtig, dass Stratus Avance eine gehärtete, virtualisierte Server-Umgebung bereitstellt, die nicht nur keine spezielle Hardware erfordert, sondern auch eine leichte Implementierung und Administration bietet. Es fallen also keine Kosten für besonders geschulte Technikteams an; das System zeichnet sich durch seine Bedienerfreundlichkeit aus und kann von einer einzigen Management-Konsole gesteuert werden. Es verfügt außerdem über integrierte Prognosewerkzeuge, mit denen es die meisten Hard- und Softwareprobleme bereits identifizieren kann, bevor sie auftreten.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. in Laatzen installierte Stratus Avance mit Unterstützung durch den Stratus-Partner Invenate aus Hannover auf zwei Dell PowerEdge 2950 Servern. Dabei zeigte sich, dass das Handling von Stratus Avance in der Praxis überaus leicht ist: „Die Server waren in weniger als einem Arbeitstag fertig eingerichtet; wir haben noch eine eintägige Schulung absolviert – und seither haben wir mit dem System eigentlich nicht mehr viel zu tun“, sagt Farger.

Ein reibungsloser, weitgehend wartungsfreier Betrieb eines hoch verfügbaren, virtualisierten Server-Systems ist für den ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. genau das angestrebte Ziel. Systemausfälle gab es seit dem Projektstart im Februar 2009 erwartungsgemäß nicht – das System erfüllt seine hohen Verfügbarkeitszusagen problemlos.

Die Lösung lässt sich überdies sehr gut ausbauen. Sie wird derzeit für das Pilot-System genutzt und ist so dimensioniert, dass insgesamt fünf Stationen - sowohl weitere Trucks als auch stationäre Anlagen – damit betrieben werden können. Bei einem weiteren Ausbau müssten zunächst nur die Kommunikationseinrichtungen erweitert werden. Die IT ist also auf einen weiteren Ausbau der Kfz-Diagnosesysteme vorbereitet.

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