1.1 Milliarden für 10 Prozent Global Foundries startet den Ausbau seiner Dresdner Halbleiterfabrik

Quelle: Pressemitteilung Global Foundries 2 min Lesedauer

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Heute hat der Chip-Auftragsfertiger Global Foundries mit dem Ausbau seines deutschen Standortes in Dresden begonnen. Damit beginnt die nächste Phase des Erweiterungsprojekts „Sprint“.

Das Bild zeigt die bisherige Halbleiter-Fertigungsanlage von Global Foundries in Dresden. Die bestehenden Reinraum- und Laborflächen werden nun um rund zehn Prozent auf etwa 65.000 Quadratmeter erweitert.(Bild:  Global Foundries)
Das Bild zeigt die bisherige Halbleiter-Fertigungsanlage von Global Foundries in Dresden. Die bestehenden Reinraum- und Laborflächen werden nun um rund zehn Prozent auf etwa 65.000 Quadratmeter erweitert.
(Bild: Global Foundries)

Ziel ist es, bis Ende 2028 die Produktionskapazität des Werks in der sächsischen Landeshauptstadt um mehr als 110.000 Wafer pro Jahr zu steigern und so die Jahreskapazität auf deutlich über eine Million 300mm-Wafer zu erhöhen. Dafür werden die bestehenden Reinraum- und Laborflächen um rund zehn Prozent auf etwa 65.000 Quadratmeter erweitert.

Damit reagiert Global Foundries auf die wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen, Energie-effizienten Halbleitern. Außerdem soll der Standort die Versorgungssicherheit für Kunden aus Schlüsselbranchen wie Automobilindustrie, Industrie-Automation und Kommunikationstechnologie erhöhen.

Im Rahmen des Sprint genannten Projekts plant der Halbleiterfertiger, rund 1,1 Milliarden Euro in den Dresdner Betrieb zu investieren - allerdings mit kräftiger Unterstützung durch Förderung. So wird das Projekt wesentlich durch Bund und den Freistaat Sachsen im Rahmen des European Chips Act mitfinanziert. Die Begründung: Global Foundries stärke die Rolle der Region als Kern des Mikroelektronik-Cluster 'Silicon Saxony'.

Außerdem dürfte es die schnellen Genehmigungsverfahren für Sprint bewirkt haben. In enger Abstimmung zwischen Stadt, Land und Bund hätten die notwendigen Schritte sehr zügig abgeschlossen werden können, heißt es lobend. Denn das sei ein wichtiger Standortfaktor, damit Großprojekte in der Halbleiterindustrie schnell von der Planung in die Umsetzung kommen.

Sinn und Zweck

Manfred Horstmann, General Manager und Senior Vice President bei Global Foundries, sagt: „Der heutige offizielle Baubeginn ist ein sichtbares Signal.“ Der Konzern investiere weiterhin langfristig in Dresden und sichere hochwertige Arbeitsplätze in der Region.

Er fügt zahlreiche Buzzwords hinzu: „Mit Sprint schaffen wir ein zusätzliches Angebot für die steigende europäische Chip-Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Automobilbau, Industrie-Automation, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt und Medizintechnik. Gleichzeitig wird das Projekt die Grundlage für künftige Innovationen in Bereichen wie Energie-effiziente Elektronik, Künstliche Intelligenz und Quantentechnologie schaffen.“

Die gestartete Bauphase umfasst den erweiterten Rohbau und die Errichtung zusätzlicher Reinraum‑ und Technikflächen. Parallel dazu wird ein vorhandenes Gebäude zu einem Reinraum für Wafer-Fertigung umgebaut und an das 25 Kilometer lange hochautomatisierte Transportsystem angeschlossen, das Wafer-Boxen staubfrei, präzise und rund um die Uhr zwischen den Prozessanlagen befördert.

Die Anlage

Bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen die ersten neuen Fertigungs-Tools installiert werden, bevor Global Foundries schrittweise in die produktionsnahe Qualifizierungs- und Ramp-up-Phase übergeht. Ziel ist es, die zusätzlichen Kapazitäten bis Ende 2028 vollständig in den laufenden Betrieb zu integrieren.

Baupartner ist Exyte, ein weltweit tätiges Unternehmen mit 12.000 Beschäftigte in den Bereichen Design, Engineering und Bereitstellung von ultrareinen und zukunftsfähigen Anlagen für die Hightech-Industrie.Das Unternehmen beliefert Kunden in den Branchen Halbleiter, Batteriezellen, Pharmazie und Biotechnologie sowie Rechenzentren.

Ab heute wird dazugebaut .... (Bild:  Global Foundries)
Ab heute wird dazugebaut ....
(Bild: Global Foundries)

Jürgen Raschendorfer, Vorstandsmitglied des Stuttgarter Unternehmens Exyte und Chief Operating Officer mit Zuständigkeit für Europa, sagt: „Mit Sprint bauen wir nicht nur eine Fab aus, wir stärken einen zentralen Pfeiler der europäischen Halbleiterindustrie.“ Er setzt hinzu: „Exyte begleitet die Entwicklung dieses Standorts seit der Grundsteinlegung vor fast drei Jahrzehnten. Und wir sind stolz darauf, erneut einen entscheidenden Beitrag zur Zukunft von Global Foundries in Dresden zu leisten.

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