Die German Datacenter Association (GDA) hat erneut Nachwuchspreise für Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Doktorarbeiten und andere studentische Arbeiten sowie einen Sonderpreis „Nachhaltige Rechenzentren“ ausgeschrieben.
Preisverleihungs im Rahmen einer Gala: Julian Hauber hat 2023 den Förderpreis der German DataCenter Association (GDA) in der Kategorie „Startup/Nachhaltigkeit“ gewonnen. Seine Arbeit befasst sich mir dem Betrieb eines klimaneutralen Rechenzentrums auf der Ostalb.
(Bild: GDA)
Mit dem Nachwuchsförderpreis sucht die GDA explizit nach Talenten, die einen Beitrag zur Digitalisierung von morgen leisten: Herausragende Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten sowie andere studentische Arbeiten im Bereich Rechenzentren und digitale Infrastrukturen werden mit jeweils 1.500 Euro beziehungsweise 2.500 Euro prämiert.
Eingereicht werden können Arbeiten aus den Themenfeldern Energie & Nachhaltigkeit, Hardware & Software, Innovation und Querschnittsthemen – das Spektrum ist so vielfältig wie die Branche der Rechenzentren und digitalen Infrastrukturen selbst. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Themas für die Branche lobt die GDA zusätzlich den Sonderpreis „Nachhaltige Rechenzentren“ aus. Dieser wird aus allen Kategorien ausgewählt. Preiswürdig sind Arbeiten, durch die ein Fortschritt für den Bereich der Digitalisierung und der Rechenzentren erzielt werden kann.
Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Experten-Jury unter der Leitung von GDA-Vorstandsmitglied Professor Peter Radgen, stellvertretender Institutsleiter am Lehrstuhl für Energie-Effizienz und Vorstand der Graduiertenschule Effiziente Energienutzung (GREES) am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart. Die eingereichten Arbeiten müssen zwischen dem 1. August 2023 und dem 31. Juli 2024 abgeschlossen werden. Sie können in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Bewerbungsschluss ist der 25. August 2024.
Klimaneutrales Rechenzentrum auf der Ostalb
Im vergangenen Jahr hat Julian Hauber den GDA-Nachwuchsförderpreis in der Kategorie „Startup/Nachhaltigkeit“ mit der Umsetzung und dem Betrieb eines klimaneutralen Rechenzentrums auf der Ostalb gewonnen. Das Rechenzentrum von JH-Computers wird dank eines selbst entwickelten Gesamtsystems dem Titel „klimaneutrales Rechenzentrum“ gerecht.
Die Kette beginnt hier beim grünen Strom, den JH-Computers selbst erzeugt. Zum Einsatz kommen Photovoltaik, Windkraft und Blockheizkraftwerke.
Julian Hauber konnte mit der Umsetzung und dem Betrieb eines klimaneutralen Rechenzentrums auf der Ostalb nach Meinung der Jury wegweisende und nachhaltige Impulse für die Branche setzen. Neben ihm bei der Preisverleihung im vergangenen Jahr Professor Peter Radgen.
(Bild: GDA)
Hauber erläutert: „Im Vergleich zu einem herkömmlichen Rechenzentrum spart JH-Computers bis zu 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.“Möglich werde dies ist durch das Gesamtkonzept von nachhaltiger Energie-Erzeugung über die Energie-Effizienz und Abwärmenutzung. Die so genannte Power Usage Effectiveness, welche die Effizienz eines Rechenzentrums misst, liegt bei 1.05 - ein branchenführender Wert.
Photovoltaik, Windenergie und Blockheizkraftwerk
Durch Photovoltaikanlagen auf dem betriebseigenen Dach und den umliegenden Gebäuden ist der unabhängige Zugriff auf nachhaltige Energie möglich. Diese Art der Stromgewinnung lässt sich bei Bedarf auf weitere Gebäude und Flächen ausweiten.
Die zweite Säule der nachhaltigen Stromerzeugung bildet die Windenergie. JH-Computers bezieht Strom von nahegelegenen Windrädern. Die dritte Säule der nachhaltigen Stromgewinnung bilden Blockheizkraftwerke in unmittelbarer Nähe des Rechenzentrums. Diese erzeugen Energie mithilfe von Biogas und garantieren durch ihre Dauerverfügbarkeit eine hohe Ausfallsicherheit.
Die Abwärme betreibt die Klima-Anlage
Die Abwärme, die durch die Stromerzeugung und beim Betrieb der Server entsteht, wird vollständig genutzt, um die Klima-Anlage des Rechenzentrums zu betreiben, ohne dass hierbei weiterer Strom verbraucht wird. Um die im Rechenzentrum betriebenen Server zu klimatisieren, kommen Serverschränke mit Wasserkühlung zum Einsatz.
Pro Minute werden 150 Liter Wasser durch jeden Serverschrank gepumpt und nehmen dabei die Abwärme auf. Das zurückfließende Wasser wird über einen mehrstufigen klimatechnischen Prozess auf 90 Grad Celsius erwärmt, anschließend in einem Warmwassertank gespeichert und von dort zum Beheizen der umliegenden Wohn- und Gewerbeimmobilien genutzt.
Die Wasserkühlung ist im gesamten Rechenzentrum ressourcensparend ausgelegt; denn dem Kühlkreislauf muss keinerlei neues Wasser zugeführt werden. Gleichzeitig gewährleistet diese Art der Kühlung einen autarken Betrieb und eine hohe Verfügbarkeit bei günstigen Preisen.
Weiter gesteigert wird die Effizienz der Abwärmenutzung durch ein 4,5 Kilometer langes Fernwärmenetz, das 280 Gebäude in der Gemeinde Stödtlein beheizt. Hierbei werden durch Wärme-Auskopplung bis zu 250.000 Liter Heizöl gespart und enorme Mengen an CO2-Emissionen vermieden. Dieses Betriebskonzept stellt eine der ersten vollständigen Wärme-Auskopplungen aus einem Rechenzentrum in Deutschland dar und festigt als Leuchtturmprojekt die Stellung von JH-Computers in Sachen Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Stand: 08.12.2025
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Machine Learning optimiert das Power Monitoring
Den GDA-Preis bei Masterarbeiten hat 2023 M.SC. Ruben Glowczak gewonnen. Die Masterarbeit beschreibt, wie das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning die Interpretation der Power-Monitoring-Messwerte in Rechenzentren verbessert. Laut Jury bringt die Arbeit „aufschlussreiche Erkenntnisse darüber, wie sich die Überwachung der eingebrachten Energie mit weniger Personal effizient umsetzen lässt.“