GenAI wirkt wie eine Art Steuer Gartner prognostiziert 2024er IT-Ausgaben weltweit auf +7,5 Prozent

Von Ulrike Ostler 2 min Lesedauer

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5,26 Billionen Dollar - so hoch werden die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2024 voraussichtlich sein. Das entspricht einem Plus von 7,5 Prozent gegenüber 2023, so die aktuelle Gartner-Prognose.

Positiv und negativ: Das Wachstum bei den IT-Ausgaben fällt für 2024 geringer aus als zu Beginn des Jahres vorausgesagt, aber es gibt trotzdem eine erfreulich hohe Zunahme. (Bild:  Steffen Kögler - stock.adobe.com)
Positiv und negativ: Das Wachstum bei den IT-Ausgaben fällt für 2024 geringer aus als zu Beginn des Jahres vorausgesagt, aber es gibt trotzdem eine erfreulich hohe Zunahme.
(Bild: Steffen Kögler - stock.adobe.com)

Damit liegt das aktuelle Wachstum unter dem noch im Vorquartal prognostizierten 8 Prozent. Wie die Analysten betonen, liegen die Ausgaben aber immer noch über denen in der Gesamtprognose vorhergesagten 5,06 Billionen Dollar. Und Künstliche Intelligenz insbesondere generative spielt eine Rolle.

John-David Lovelock, Distinguished VP Analyst bei Gartner, kommentiert: „Der Einfluss von generativer KI (GenAI) ist in allen Technologiesegmenten spürbar, aber nicht alle profitieren davon.“ Er präzisiert: „Ein Teil des Anstiegs der Softwarekosten ist auf GenAI zurückzuführen. Für Software-Unternehmen wirkt GenAI jedoch eher wie eine Steuer.“ Die Einnahmen aus dem Verkauf von GenAI-Erweiterungen oder Token flössen an den Anbieter des KI-Modells zurück.“





Ausgaben 2023



Wachstum 2023 in Prozent



Ausgaben 2024



Wachstum 2024 in Prozent
DataCentrer Systeme 236.098 4,0 293.091 24,1
Devices 692.784 -6,5 730.125 5,4
Software 974.089 11,5 1.096.913 12,6
IT-Services 1.503.698 4,9 1.609,846 7,1
Communications Services 1.491.733 3,2 1.537.188 3,0
Gesamt 4.898.401 3,8 5.267.163 7,5

Insbesondere boomen die Ausgaben für Rechenzentrumssysteme unter GenAI, so Gartner. Die Ausgaben für Rechenzentrumssysteme werden bis Ende 2024 voraussichtlich um 24 Prozent steigen, während im vorherigen Quartal noch ein Wachstum von 10 Prozent prognostiziert wurde. Dies ist zum großen Teil auf die verstärkte Planung für GenAI zurückzuführen (siehe: Tabelle). „Der Bedarf an Rechenleistung für GenAI macht sich im gesamten Rechenzentrum bemerkbar, und die Ausgaben in diesem Segment spiegeln diese enorme Nachfrage wider“, so Lovelock.

Zugleich aber hält die „Ermüdung des CIO-Teams“ (siehe: auch Marktströmungen und -gebote Gartner: Diese Top-Trends beeinflussen Technologieanbieter 2024) hält länger an als erwartet an. Die Ausgaben für IT-Dienstleistungen werden im Jahr 2024 voraussichtlich um 7,1 Prozent wachsen, gegenüber 9,7 Prozent in der letzten Prognose, was zum Teil auf langsamere Ausgaben in Teilsegmenten wie Beratung und Geschäftsprozessdienstleistungen zurückzuführen ist.

Trotzdem sagt Lovelock: „Die Veränderungsmüdigkeit der CIOs, die wir zu Beginn des Jahres beobachtet haben, hat sich inzwischen gelegt, und die Auftragsbestände, die bis ins dritte Quartal 2023 zurückreichen, werden abgebaut. Wir gehen davon aus, dass wir gegen Ende des Jahres einen größeren Ansturm erleben werden, um den langsamen Start auszugleichen."

Zur Methode

Die Prognosemethode von Gartner für die IT-Ausgaben stützt sich in hohem Maße auf eine Analyse der Verkäufe von über tausend Anbietern aus dem gesamten Spektrum der IT-Produkte und -Dienstleistungen. Nach eigenen Aussagen verwendet Gartner primäre Forschungsmethoden, die durch sekundäre Forschungsquellen ergänzt werden, um eine umfassende Datenbank mit Marktgrößendaten aufzubauen, auf die sich die Prognose stützt.

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