Passkeys unter Windows ersetzen klassische Passwörter Externe Passwortmanager integrieren sich in die Anmeldung

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Die Anmeldung unter „Microsoft Windows 11“ verlagert sich auf passwortlose Verfahren. Passkeys arbeiten mit kryptografischen Schlüsselpaaren und binden die Authentifizierung an lokale Faktoren. Die neue Integration externer Manager erweitert den Einsatz über den Systemstandard hinaus.

Passkeys unter Windows ersetzen beziehungsweise ergänzen klassische Passwörter. (Bild:  Thomas Joos)
Passkeys unter Windows ersetzen beziehungsweise ergänzen klassische Passwörter.
(Bild: Thomas Joos)

Microsoft erweitert unter Windows 11 die passwortlose Anmeldung durch Passkeys und löst die enge Kopplung an den systemeigenen Passwortspeicher. Die Authentifizierung verlagert sich auf kryptografische Schlüsselpaare und lokale Sicherheitsmerkmale und öffnet sich erstmals für externe Passwortmanager.

Anmeldung an Windows 11 mit Windows Hello

Die Anmeldung mit Passkeys unter Windows 11 nutzt weiterhin die Anmeldekomponente „Windows Hello“ als zentrale Vertrauensinstanz. Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder PIN dienen zur lokalen Freigabe des privaten Schlüssels, ohne dass Geheimnisse an externe Dienste übertragen werden.

Neu ist die Möglichkeit, den Speicherort für Passkeys flexibel festzulegen. Neben der bisherigen Ablage im System lassen sich nun auch externe Passwortmanager auswählen, sofern sie die entsprechende Schnittstelle implementieren. Zu den ersten unterstützten Anwendungen zählen „Bitwarden“ und 1„Password“, womit sich Passkeys plattformübergreifend verwalten lassen.

Der technische Ablauf folgt einem asymmetrischen Kryptoverfahren. Ein Dienst hinterlegt bei der Registrierung den öffentlichen Schlüssel, der private Schlüssel verbleibt lokal im gewählten Speicher. Beim Anmeldeversuch fordert der Dienst eine Signatur an, die nur nach erfolgreicher lokaler Authentifizierung erzeugt wird. Windows Hello vermittelt diesen Prozess und stellt sicher, dass biometrische Daten oder PINs das System nicht verlassen. Phishing, Passwortdiebstahl und Wiederverwendung verlieren damit ihre Angriffsfläche, da kein übertragbares Geheimnis existiert.

Die Koexistenz

Die Öffnung für Drittanbieter vereinfacht den Einsatz in heterogenen Umgebungen. Passkeys lassen sich zwischen Geräten und Betriebssystemen synchronisieren, ohne an einen einzelnen Browser oder Hersteller gebunden zu sein.

Bereits vorhandene klassische Zugangsdaten in den Passwortmanagern bleiben nutzbar und stehen parallel zur Passkey-Anmeldung zur Verfügung. Damit entsteht ein koexistenter Betrieb, der schrittweise den Wechsel von passwortbasierten Verfahren hin zu schlüsselbasierter Authentifizierung unterstützt.

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