Unabhängig davon, ob es sich um die Beantragung eines Reisepasses, die Navigation mit Google Maps, einen Krankenhausbesuch oder die Zahlung mit einer Kreditkarte handelt – Rechenzentren sind in all diesen Bereichen und Prozessen involviert. Was in den großen, oft geheimnisvollen Hallen voller blinkender Lichter wirklich passiert, ist für viele Menschen immer noch unklar – entsprechend oft wird in Deutschland nach Antworten gegoogelt.
Humanoide Roboter, die die Rechenzentren verwalten und optimieren, sind maximal noch ein Gag oder wie hier für die Bebilderung ein KI-generiertes Szenario. Doch es ist keine Frage, dass Datacenter KI-gesteuerte Prozesse benötigen, um der Komplexität, der steigenden Anzahl an Aufgaben und der wachsender Erwartung an Schnelligkeit Herr zu werden.
Equinix beantwortet einige häufig gestellte Fragen zu Rechenzentren, damit jeder Leser beim nächsten Gespräch mitreden kann.
1. Was ist ein Rechenzentrum?
Man stelle sich ein Rechenzentrum wie einen modernen Flughafen vor. Der Flughafen selbst fliegt keine Flugzeuge und transportiert keine Passagiere. Das übernehmen die Fluggesellschaften. Aber ohne den Flughafen als zentrale Infrastruktur mit Start- und Landebahnen, Terminals und Sicherheitskontrollen wäre kein Flugverkehr möglich.
Genauso stellt ein Rechenzentrum die grundlegende Infrastruktur bereit, damit digitale Dienste funktionieren können: Stromversorgung, Kühlung, physische Sicherheit, Netzwerkverbindungen und Platz für Server. Die eigentliche „Reise“ der Daten – also Speicherung, Verarbeitung und Austausch – wird von Kunden und Service Provider organisiert. Das Rechenzentrum sorgt dafür, dass all das zuverlässig, sicher und effizient ablaufen kann.
Ob Verkehrssteuerung, Wetterdienste, Streaming-Plattformen oder digitale Verwaltung – nahezu jeder Bereich unseres Alltags ist auf Rechenzentren angewiesen. Sie sorgen dafür, dass Daten sicher verarbeitet, Dienste zuverlässig bereitgestellt und Prozesse im Hintergrund rund um die Uhr aufrechterhalten werden.
Wenn Sie sich bei der Online-Ausweisfunktion anmelden, wird die Identitätsprüfung sicher über ein Rechenzentrum abgewickelt. Und die Urlaubsfotos, die Sie in der Cloud speichern? Die schweben nicht einfach irgendwo im Nirgendwo, sondern liegen in einem Rechenzentrum.
Würden plötzlich alle Rechenzentren ausfallen, käme unsere Gesellschaft nahezu zum Stillstand. Keine Zahlungen, keine Online-Meetings, keine funktionierenden Ampeln, kein Zugriff auf Krankenakten. Zum Glück arbeiten Rechenzentren rund um die Uhr, um das zu verhindern – inklusive Notfallsystemen und Backup-Standorten für den Fall einer Störung.
Die Unternehmens-IT will sich für die Zeit nach der Pandemie breiter aufstellen – zur Abwechslung diesmal auf der regionalen Landkarte. Der „Initialzünder“ der Turbo-Digitalisierung hat eine Dezentralisierung von Arbeitslasten angestoßen.
Viele stellen sich Rechenzentren als graue, fensterlose Kästen vor, die am Stadtrand stehen. Doch moderne Rechenzentren fügen sich längst in urbane Umgebungen ein, sind architektonisch durchdacht und zunehmend nachhaltig gestaltet. Ein Beispiel dafür sind die Equinix-Standorte „FR7“ und „FR2.6“ von Equinix in Frankfurt am Main, an denen innovative Begrünungssysteme des Unternehmens OMC°C zum Einsatz kommen.
Während bei FR2.6 die „VERD°“-Fassaden mit Kletterpflanzen für ein verbessertes Mikroklima und eine optische Aufwertung sorgen, ist FR7 mit einem markanten Pflanzensegel von OMC°C ausgestattet. Auch dieses trägt zur Reduktion urbaner Hitzeinseln bei. Hier wird deutlich, wie sich eine digitale Infrastruktur auf harmonische Weise in das Stadtbild integrieren lässt.
Auch die Sicherheitsmaßnahmen prägen das Bild moderner Rechenzentren: Mitarbeitende und Kunden müssen mehrere Sicherheitsbarrieren passieren, oft mit Fingerprint- oder Iris-Scannern. All das dient der Sicherheit und gewährleistet, dass jeder Bereich nur von explizit befugten Personen betreten werden kann.
3. Warum gibt es Kritik an Rechenzentren?
Die Sorge um Auswirkungen auf die Umwelt durch Rechenzentren ist nachvollziehbar; denn die digitalen Knotenpunkte benötigen viel Energie. Doch Co-Location-Rechenzentren – also Standorte, an denen mehrere Unternehmen ihre Server-Infrastruktur unterbringen – sind oft deutlich effizienter als firmeneigene Einzelanlagen. Sie setzen zunehmend auf grüne Energiequellen wie Wind- und Solarstrom und optimieren kontinuierlich ihre Energie- und Ressourceneffizienz. Und als Fundament für die Digitalisierung, die einen großen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann, beflügeln Rechenzentren Innovationen in diesem Bereich und nutzen sie auch selbst:
Equinix zeigt in seinem Frankfurter Rechenzentrum „FR6“ gemeinsam mit dem Energie-Intelligenz-Start-up Etalytics eindrucksvoll, wie nachhaltiger Rechenzentrumsbetrieb funktionieren kann: Mithilfe einer KI-basierten Software wird dort der Energieverbrauch der Kühlsysteme analysiert und optimiert.
Dadurch konnte die Energie-Effizienz der Kühlung gesteigert und der Energieverbrauch der Kühlsysteme reduziert werden, was nicht nur Kosten spart, sondern auch den CO₂-Ausstoß deutlich senkt. Das Beispiel zeigt, wie Digitalisierung und innovative Technologien wie KI einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und energieeffizienten Transformation der Branche leisten können.
Stand: 08.12.2025
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4. Wo gibt es in Deutschland die meisten Rechenzentren?
Die meisten und größten Rechenzentren Deutschlands befinden sich in der Region Frankfurt-Rhein-Main. Der Standort hat sich zu einem der bedeutendsten Rechenzentrumscluster Europas entwickelt, nicht zuletzt wegen des DE-CIX, einem der größten Internetknoten der Welt. Allein Equinix betreibt aktuell neun hochmoderne Rechenzentren in Frankfurt und investiert weiter in die Region.
Die Region ist für Rechenzentren so attraktiv, weil hier eine einzigartige Kombination aus exzellenter digitaler Infrastruktur, internationaler Vernetzung und hoher Versorgungssicherheit besteht. Die zentrale Lage in Europa, die Nähe zu wichtigen Wirtschafts- und Finanz-Zentren sowie die direkte Anbindung an den DE-CIX ermöglichen schnelle Datenströme und geringe Latenzen. All dies macht Frankfurt zur optimalen Lage für Unternehmen, die auf eine leistungsfähige, sichere und zuverlässige digitale Infrastruktur angewiesen sind.
5. Was macht ein:e Rechenzentrumsingenieur: in?
Das klingt alles sehr nach Hightech, doch Rechenzentren brauchen auch Menschen. Oft wird unterschätzt, wie viele Menschen direkt und indirekt durch Rechenzentren beschäftigt werden. Allein durch Equinix entstehen in Deutschland jährlich mehr als 4.400 Arbeitsplätze, sowohl durch direkte Beschäftigung als auch durch Investitionen.
Rechenzentrumsingenieur: innen spielen eine Schlüsselrolle beim Betrieb unserer digitalen Welt. Sie kümmern sich um die komplexen Systeme im Rechenzentrum, von der Netzwerktechnik bis hin zur Kühlung. Durch ihre Arbeit wird sichergestellt, dass alle Daten von Kund*innen und Anbieter*innen von Services, sicher und verfügbar bleiben. Muss ein Server ersetzt oder die Hardware auf den neuesten Stand gebracht werden, um beispielsweise den effizienten Einsatz Künstlicher Intelligenz zu gewährleisten, dann sorgen sie dafür, dass dies schnell und zuverlässig geschieht.
Die Bedeutung dieser Arbeit zeigt sich auch in der volkswirtschaftlichen Wirkung: Kunden, die von Equinix unterstützt werden, trugen 2022 rund 214 Milliarden Euro zur deutschen Bruttowertschöpfung bei. Das entspricht etwa 6 Prozent des gesamten BIP. Das unterstreicht die zentrale Rolle von Rechenzentren und den Menschen, die sie am Laufen halten.
Mit seinem neuen Tech Hub in Frankfurt hat Equinix weiter in die Zukunft seiner Mitarbeitenden investiert und bietet dort gezielte Aus- und Weiterbildungsprogramme, fördert Quereinsteiger:innen aus anderen Branchen und schafft so neue Karrierewege für Tech-Talente – ein wichtiger Beitrag, um dem Fachkräftemangel in der Rechenzentrumsbranche entgegenzuwirken. entgegenzuwirken.