Storage-Virtualisierung

Ein Ziel, viele Wege – Virtualisierungsverfahren im Vergleich

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Virtualisierung auf Speichersubsystemebene

Dieses Verfahren war in den 90er-Jahren zunächst in Mainframe-Umgebungen implementiert worden und zählt heute zu den gängigsten Lösungen zur Speichervirtualisierung. Die Virtualisierung wird durch das Erstellen virtueller Volumes über den Speicherplatz des jeweiligen Speichersubsystems erreicht. Will man alle SAN-Speicherressourcen zu einem Pool zusammenfassen und virtuelle Volumes über mehrere Speichersubsysteme verwalten, muss dieses Verfahren durch zusätzliche Funktionen ergänzt werden, was im Allgemeinen nur in homogenen SAN-Umgebungen mit nur einer Art von RAID-Subsystem praktikabel ist.

Durch das Erstellen virtueller Volumes auf Speichersystemebene erzielt man zwar Server-Unabhängigkeit, eine einheitliche Verwaltungsstruktur ist aber normalerweise nur für homogene Umgebungen möglich, und sie ist zudem auch nicht sehr flexibel.

Netzwerkbasierende Virtualisierung

Das ist der interessanteste und gleichzeitig aussichtsreichste Ansatz, da er speicher- und serverneutral ist. Eine entscheidende Voraussetzung für eine Speichervirtualisierung besteht darin, heterogene Speichersysteme wie eine einheitliche Speicherressource erscheinen und reagieren zu lassen. Eine netzwerkbasierende Virtualisierung funktioniert zudem anbieterunabhängig.

Symmetrische Virtualisierung

Der Ansatz der symmetrischen Virtualisierung sieht eine Installation des Systems (eine Rechenplattform und der dazugehörige Speicher) zwischen den Speichernutzern (also die Server im SAN) und den Speicherressourcen vor, zumindest was den Datenfluss anbelangt.

Hauptnachteil des symmetrischen Virtualisierungsansatzes ist, dass ein SAN-Flaschenhals entsteht, der die Performance und Skalierbarkeit des Speichernetzwerkes einschränkt und die Konzeption umfangreicher und hochverfügbarer Konfigurationen erheblich erschwert.

Das symmetrische Virtualisierungskonzept setzt voraus, dass alle Daten von sämtlichen Anwendungsservern über einen einzigen Computer laufen. Um ernsthafte Performance-Probleme zu vermeiden, muss diese Rechenplattform in der Lage sein, den Durchsatz des gesamten SAN zu bewältigen, was meist nur durch teure Hardware-Konfigurationen erreicht werden kann. Doch selbst mit hochgradig leistungsfähiger Hardware bleibt das Problem der Skalierbarkeit bestehen, da die symmetrische Appliance nur für eine bestimmte maximale Bandbreite ausgelegt ist.

Die Hardware für den Aufbau einer symmetrischen Appliance zur Unterstützung von 20 Servern mit angemessener Performance kann 25.000 US-Dollar und mehr kosten, wobei sich dieser Betrag mindestens verdoppelt, wenn zusätzlich Hochverfügbarkeit erforderlich ist.

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