IDC-Analyst Meyer: „Automatisierung und Software-Skills bringen Rechenzentren Erfolg“

Ein Admin, 30 Server – und die Aufgabenlast steigt. Was tun?

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Bewerten Sie die Kostenkriterien, verglichen mit den anderen, nicht als zu gering? Was nützen hoch fliegende Projekte, wenn sie das Budget sprengen?

Thomas Meyer: Das stimmt durchaus. Nur korreliert eben in unserer Studie das eine schon mit dem anderen: Die erfolgreichsten Rechenzentrumsanbieter haben auch die Kosten am besten im Griff. Aber das können sie eben nur deshalb, weil sie die richtigen modernen Technologien einsetzen und wissen, wie man optimalen Nutzen aus ihnen zieht.

Können Sie das an einem Beispiel näher erklären?

Thomas Meyer: Gern. Nehmen Sie Virtualisierung. Der Virtualisierungsgrad ist in allen Unternehmen ähnlich hoch, er steigt auch weiter. Doch manche Firmen ziehen viel größeren Nutzen aus der Technologie als andere.

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Wer Erfolg hat, verwaltet die virtualisierte Umgebung viel besser. Zum Beispiel setzen 20 Prozent der Erfolgreichen zumindest die Tools ein, die Speicher- und Server-Hersteller für die Verwaltung von Server-Umgebungen anbieten – bei den anderen Gruppen sind es nur fünf Prozent.

Oft wissen deren Mitarbeiter einfach nicht, wie sie solche Umgebungen richtig administrieren sollen – die Hälfte der wenig erfolgreichen Unternehmen monierte mangelnde Kenntnisse ihrer IT-Mitarbeiter. Management-Suiten nutzen bei den Erfolgreichen 30 Prozent, bei den anderen nur die Hälfte.

Viele der Erfolgreichen versuchen auch, auf eine einzige Managementumgebung für virtualisierte Server und Speicher zu vereinheitlichen. Das spart ungeheuer viel Schulungsaufwand und damit Zeit, die für andere Aufgaben zur Verfügung steht.

Entscheidend sind also Softwarekenntnisse?

Thomas Meyer: So sieht es aus, und zwar auf der Infrastruktur- und der Anwendungsebene. Die Erfolgreichen sind hier entscheidend besser. Zum Beispiel hat ein Drittel der Erfolgreichen geschäftswichtige Altanwendungen in modernen Code umgesetzt, statt einfach auf Standardsoftware zu migrieren und sich so nicht mehr von anderen Unternehmen abzuheben.

Bei den übrigen Gruppen haben das nur 15 Prozent getan – hier ist die vorherrschende Strategie, Standardsoftware zu kaufen. Auch SAP findet sich bei den Erfolgreichen öfter, obwohl es als sehr komplex empfunden wird.

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